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  • Fr., 25. April 2014, 22:10 Uhr
    Schücos Photovoltaikgeschäft geht an Viessmann

    In Groß-Rohrheim gehen 30 Arbeitsplätze verloren

    GROSS-ROHRHEIM - Seit Wochen wird in Groß-Rohrheim über die Zukunft der Fa. Schüco spekuliert. Dabei steht seit dem 8. April bereits fest, dass Schüco seine Photovoltaik-Sparte an die Firma Viessmann verkauft. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden wird Viessmann mit Wirkung ab dem 1. Juni 2014 die Schüco-Sparte „Photovoltaik“ übernehmen.

    Ausgelöst durch ein Schreiben „besorgter Groß-Rohrheimerinnen und Groß-Rohrheimer“, in dem sogar vom Verlust von rund 80 Prozent der derzeit etwa 80 vorhandenen Arbeitsplätze die Rede war, informierte sich Bürgermeisterkandidat Walter Öhlenschläger am Freitag direkt bei Herrn Thomas Lauritzen, Pressesprecher der Fa. Schüco in Bielefeld. Dieser bestätigte den Verlust von 30 Arbeitsplätzen und führte das auf den dramatischen Umsatzeinbruch im Bereich Photovoltaik zurück. 2010 betrug der Umsatz rund 1 Milliarde Euro; 2013 gerade einmal 145 Millionen Euro. Zudem führte er aus, dass Schüco weiterhin am Standort Groß-Rohrheim festhalten wolle. Eine zeitliche Zusage wollte er dazu nicht treffen.

    Herr Schmitt, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Fa. Viessmann in Allendorf, bestätigte die Übernahme der Geschäftssparte bzw. des Kundenstammes von Schüco zum 1. Juni 2014. Ein Engagement der Fa. Viessmann in Groß-Rohrheim ist nicht vorgesehen.

    Ein weiteres Gespräch führte Öhlenschläger anschließend mit Dr. Thomas Zürker von der Wirtschaftsförderung des Kreises Bergstraße. Herr Dr. Zürker versprach sich umgehend bei der Geschäftsleitung der Fa. Schüco in Bielefeld dafür einzusetzen, dass andere Geschäftsbereiche nach Groß-Rohrheim verlagert werden können.

    „Wichtigstes Ziel muss es sein, die bei Schüco in Groß-Rohrheim vorhandenen Arbeitsplätze zu erhalten. Gerade die älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden es ansonsten sehr schwer haben einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden. Nicht auszudenken, wenn die von den besorgten Bürgern geäußerten Bedenken in naher Zukunft doch noch einträfen. Die Geschäftsverlagerung wird mit ziemlicher Sicherheit auch negative Auswirkungen auf die Einnahmen der Gemeinde Groß-Rohrheim haben. Schließlich war Schüco viele Jahre lang einer der wichtigsten Gewebesteuerzahler in der Riedgemeinde", betont Öhlenschläger. zg

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