Stehende Ovationen bei Volksbühne-Premiere / Wenige Restkarten verfügbar
„In Moann schbeeld variggd“
Die Volksbühne-Schauspieler sorgten mit ihrem neuesten Stück bereits bei der Premiere für riesige Begeisterung. Foto: red
LAMPERTHEIM – Echte „Pflichttermine“ im Kalender vieler Lampertheimer und „Zugezogener“ sind die Vorstellungen der Lampertheimer Volksbühne. Seit ihrem Gründungsjahr 1926 haben die Laienschauspieler nicht nur für viel gute Unterhaltung gesorgt, sondern auch viel gutes getan.
Rund 600.000 Euro wurden so im Laufe der Jahre für Vereine und Organisationen gespendet ,worauf 100.000 Euro allein auf den Elternverein Krebskranker Kinder Heidelberg entfallen. Dieser guten Tradition folgend wurden vor Beginn der Premiere am Samstag per symbolischem Scheck weitere 3.000 Euro gespendet.
Die Geschichte von „In Moann schbeeld variggd“ (Ein Mann spielt verrückt) ist schnell erzählt: Dem Bauamtsleiter Strubel (Frank Griesheimer) droht ein Fiasko: Der Bürgermeister hat Wind davon bekommen, dass Strubel Bestechungsgelder für den Bau eines „Wellnessclubs“ angenommen hat und fordert Beweise für die Unschuld Strubels. Um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, spielt der Bauamtsleiter sodann den Verrückten. Unterstützung bekommt er dabei von seinem Freund, Dr.Jakob Heiselbetz (Michael Swietlicki). Für weitere Unruhe in Strubels Leben sorgen seine esoterische Tochter (gespielt von Saskia Fischer) und seine Frau Babette (Ilse Prüssing), die am liebsten Golf spielt, Geld ausgibt und sich an Freund Jakob heranmacht. Für Lacher sorgen zudem Versicherungsvertreter Kronauer (Andreas Kirsch) und Mandy (Nina Drya),ein leichtes Mädchen aus dem Wellnessclub, in dem auch Strubel ein gern gesehen Stammgast ist ,der aufgrund seiner Verbundenheit zum Betreiber nicht einmal zahlen muss...
Komplettiert wird das Team von Pflegerin (Rita Klemmer) und deren Sohn (Sven Soldan), die sich um den Erkrankten kümmern soll. Alle Rollen sind ideal besetzt und Michael Tschirner als Regisseur beweist, dass er nicht nur auf der Bühne ein Händchen für Unterhaltung hat.
Das Publikum bedankte sich nach gut zweieinhalb Stunden mit stehenden Ovationen und man kann auch dieses Stück wirklich nur empfehlen.
Die 8 Euro sind nicht nur bestens für die eigene Unterhaltung sehr gut angelegt - die Ehrenamtlichen der Volksbühne tun wie eingangs erwähnt damit auch anderen Gutes. Wer noch keine Karten für die aktuelle Spielzeit hat und schnell ist, kann sich vielleicht doch noch freuen: Es gibt telefonisch unter 0178-8032774 noch Restkarten für den 12. / 19., 26. und 27. November. red