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  • Mo., 15. Mai 2017, 15:26 Uhr
    Sopranistin Nadja Michael und Tenor Bassem Alkhouri ergänzen Ensemble um Heio von Stetten, David Bennent, Oscar Ortega Sánchez, Mehmet Kurtulus, Valerie Koch und Dennenesch Zoudé

    In Worms wird Wagner gesungen



    Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, und Michael Kissel, Oberbürgermeister der Stadt Worms, mit Team und Ensemble der Nibelungen-Festspiele. Foto: Stephan SchrapsWORMS – Wagner in Worms: Erstmals in der Geschichte der Wormser Nibelungen-Festspiele wird vor dem Dom Richard Wagner gesungen. Opernstar Nadja Michael und Tenor Bassem Alkhouri werden in der Inszenierung von Albert Ostermaiers neuem Stück „GLUT. Siegfried von Arabien“ zusammen mit Schauspielgrößen wie Heio von Stetten, David Bennent, Oscar Ortega Sánchez, Mehmet Kurtulus und Dennenesch Zoudé auf der Bühne stehen. Die Regie vor dem Westchor des Kaiserdoms führt erneut Nuran David Calis. Die Nibelungen-Festspiele finden vom 4. bis 20. August zum dritten Mal unter der Intendanz von Nico Hofmann statt.

    „Durch die künstlerische Verknüpfung des Nibelungenstoffes mit der von Vivan und Ketan Bhatti arrangierten Musik auf der Basis von Richard Wagner wird eine völlig neue und ungewohnte Interpretation der Nibelungen möglich: umso mehr, als wir nicht nur im Schauspielbereich, sondern auch im Gesangsbereich auf sehr hohem Niveau performen“, so Intendant Nico Hofmann. 

    Das neue Stück „GLUT. Siegfried von Arabien“ von Albert Ostermaier beruht auf einer historischen Begebenheit und verwebt geschickt den Nibelungenstoff mit einem fast unbekannten Kapitel deutscher Geschichte: 1915, mitten im Ersten Weltkrieg, reist eine Gruppe deutscher Offiziere mit dem Zug durch den Orient. Getarnt als Gauklertruppe, die die Geschichte der Nibelungen spielen, geht es in geheimer Mission gegen das britische Empire. 

    Autor Albert Ostermaier: „‚Glut’ ist zugleich wilde Komödie und politische Tragödie, ein Drama auf dem Trapez der Geschichte, ein Salto Mortale im Himmel über der Wüste. Es ist ein Stück über die Welt im Krieg und den Krieg ihrer Welten. Es ist ein Stück über den Dschihad der Deutschen, die Treue der Nibelungen zu ihrem Untergang, über die Reise dorthin, 1915, in einem rasenden Zug mitten im Orient, aber zugleich mitten im und ins Herz unserer Gegenwart.“

    „GLUT“ hat unzählige direkte und indirekte Bezüge zur Nibelungensage und dem Nibelungenlied. Es spielt, wenn man die Parallele zieht, auf dem Weg der Burgunder zum Hof Etzels, wo sie von Kriemhild an eine gemeinsame Tafel eingeladen sind. Insgesamt 15 Schauspieler und acht Musiker werden in diesem Sommer auf der Freilichtbühne zu sehen sein. 

    Zum Ensemble gehören Heio von Stetten, David Bennent, Oscar Ortega Sánchez, Ismail Deniz, Valerie Koch, Till Wonka, Alexandra Kamp, Oliver Möller, Sascha Göpel und Nadja Michael. Mehmet Kurtulus und Dennenesch Zoudé  komplettieren das Ensemble. zg

     
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