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Mi., 10. Februar 2021, 15:02 Uhr
MINT-ZENTRUM SÜDHESSEN: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik als Schwerpunkte / Ziele und nächste Schritte vorgestellt
Innovatives Schülerforschungszentrum für Projekte und Experimente entsteht
In Bensheim entsteht mit dem MINT-Zentrum Südhessen ein innovatives Schülerforschungszentrum für Projekte und Experimente mit den Schwerpunkten Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Foto: Stiftung Jugend forscht e. V
KREIS BERGSTRASSE – Das MINT-Zentrum Südhessen in Bensheim nimmt weiter Form an: An diesem innovativen Schülerforschungszentrum mit Schwerpunkt Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – die so genannten MINT-Fächer – sollen Schülerinnen und Schüler künftig selbst aktiv werden und auch eigene Projekte und Experimente ausführen können. Über die hier verfolgten Ziele, die Gebäudeentwürfe und die nächsten Schritte bis zur Fertigstellung des Zentrums informierten am Mittwoch Landrat Christian Engelhardt und das Kernteam der bisherigen Organisation im Rahmen einer Video-Pressekonferenz.
Landrat Christian Engelhardt sprach von einem „großen Schritt nach vorne für unser MINT-Zentrum. Vor 1,5 Jahren wurde ein Letter of Intent mit dem Kultusministerium geschlossen, mittlerweile ist ein Vertrag daraus geworden, so dass wir einen Verein gründen können, der das MINT-Zentrum tragen wird. Dies ist ein echtes Herzensprojekt für mich, denn es geht darum, das große, kreative Potential, das in den Schülern wohnt, zu entwickeln. Es wird ein Raum für Schüler, die Ideen haben, gerne experimentieren wollen und die prädestiniert dazu sind, bei „Jugend forscht” mitzumachen. Deshalb wird das MINT-Zentrum nicht in eine Schule integriert, sondern erhält ein eigenes Gebäude. Und es geht darum, für die breite Masse der Schüler das Interesse an den MINT-Fächern zu wecken. Wir sollten die heutige Generation von Schülern ermuntern, unsere zukünftigen und aktuellen Probleme wissenschaftlich zu lösen. Deshalb ist es sehr wichtig, in unseren Schülern das Interesse für Wissenschaft und Technik zu wecken.”
Dr. Utz Tillmann (links) und Landrat Christian Engelhardt mit einem Entwurf zum MINT-Zentrum. Foto: oh
Johannes Kühn vom Eigenbetrieb Schule und Gebäudewirtschaft gab einen Eindruck über das Konzept des MINT-Zentrum Bergstraße. „Der Standort wird mitten im Kreis Bergstraße sein, nahe bei, aber nicht in einer Schule: Neben der Geschwister-Scholl-Schule, angrenzend an den Berliner Ring in Bensheim. Wir haben ein Konzept entwickelt, wie sich Zentrum darstellen kann, hierzu ist besonders das Raumkonzept wichtig: Das Architektenbüro hat ersteEntwürfe vorgelegt, wir sind noch in der Vorplanungsphase. Wir rechnen mit einem Jahr Planzeit und einem Jahr Bauzeit.”
Das Gebäude soll nach den Planungen schon von außen zu erkennen geben, welchen Zweck es erfüllt – transparent und nicht wie ein reguläres Schulgebäude. Im Inneren sollen hochmultifunktionale Räume, Cluster von Einzellaborplätzen und ein Show-Room in dem Versuchsanlagen, Produkte oder Modelle, gerade auch von Unternehmen, ausgestellt werden können und in dem sich die Schüler austauschen können, das Interesse an den Naturwisschaften wecken. Wichtig seien dabei auch entsprechende Lagerräume. Zudem soll der Außenbereich für Experimente unter freiem Himmel nutzbar sein. „Die Räume werden für Gruppen von bis zu 30 Kindern angelegt, dieAusstattung soll über dem sein, was wir an Schulen haben, dies erfordert eine detailgetreue Planung”, ergänzte Johannes Kühn. Zwei Millionen Kosten sind für das reine Gebäude veranschlagt, hinzu kommen die Außenanlage und die Kosten der Planer sowie für die Innenausgestaltung. Zur Planung fand selbstverständlich auch ein Austausch mit der Kreisschülervertretung statt, die Anregungen der Schülerinnen und Schüler wurden mit eingebunden.
Dr. Utz Tillmann hob hervor, dass „unsere Welt immer technischer und digitaler wird, dadurch werden immer mehr Kompetenzen in den Naturwissenschaften gefordert. Daher ist es wichtig, frühzeitig Interesse bei Kindern zu wecken, dies geht besonders gut über Experimente. Diese sollen hier ihren Raum finden, denn die Schüler können hier wortwörtlich begreifen, wie etwas funktionier und können so Lösungen finden und anbieten.Wir brauchen diese Kompetenzen auf allen Ebenen, auch im Bereich des Handwerks, daher sind alle Schülerinnen und Schüler angesprochen. Da Naturwissenschaften in den Schulen nicht besonders beliebt sind, ist es wichtig, dass das Gebäude nicht wie eine Schule aussieht sondern Neugierde weckt.” Benjamin Kloos
Info
Auch beim jährlichen Regionalwettbewerb „Jugend forscht” stehen die MINT-Fächer im Fokus. Im Bestreben, den Forschungsgeist weiterhin zu fördern und Jugendliche trotz der Corona-Pandemie neugierig auf Naturwissenschaften zu machen, findet die gesamte Veranstaltung in diesem Jahr erstmals virtuell statt. Unter dem Motto „Lass Zukunft da“ stellen 44 forschungsbegeisterte Nachwuchstalente aus Schulen des Landkreises Bergstraße sowie aus dem Odenwaldkreis beim 56. Wettbewerb „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ ihre kreativen Ideen vor.Weitere Informationen zum Nachwuchswettbewerb erhalten Sie im Internet unter www.basf.de/schule und www.jugend-forscht.de