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    Aus Förderprogramm „Sport & Flüchtlinge“ 2.517,34 Euro fürs Standup-Paddeln beim Kanu-Club

    Integration durch gemeinsamen Spaß beim Standup-Paddeln



    Integration durch gemeinsamen Sport beim Kanu-Club Lampertheim – Erster Stadtrat Marius Schmidt überreichte SUP-Instructor Petra Bert den Förderbescheid aus dem Landesprogramm „Sport & Flüchtlinge“ in Höhe von genau 2.517,34 Euro. Foto: Hannelore Nowacki




    LAMPERTHEIM – Auf dem Altrhein sind sie immer öfter zu sehen – die Standup-Paddler des Kanu-Clubs auf ihren Boards beim scheinbar mühelosen Dahingleiten auf ruhigem Wasser. Ein sportliches Vergnügen, das bei schönem Wetter mit wenig Wind die besten Bedingungen hat. Petra Bert, die Zweite Vorsitzende des Kanu-Clubs Lampertheim (KC), ist nicht nur begeisterte Standup-Paddlerin mit eigenem Gerät, sie hat zudem die Lizenz des Deutschen Kanuverbandes als „SUP-Instructor für Standup-Paddling“ und bringt den schon recht zahlreichen Interessenten in Theorie und Praxis bei, worauf es bei diesem vielseitigen Wassersport ankommt. Wichtig sind beispielsweise Kenntnisse über Material und Technik, über Sicherheit und Naturschutz. Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene laufen bereits seit April. Zurzeit stehen dem Kanu-Club sechs wendige Allroundboards zur Verfügung, die sich leicht steuern lassen, sowie fünf Tourenboards. Zunächst will Petra Bert den Breitensport ankurbeln, später soll es in den Rennsport gehen. Dabei denkt sie auch an Lampertheim, das durch dieses sportliche Angebot noch attraktiver werde. Aber man brauche Zeit um Leute auszubilden und zu begeistern. Auf Begeisterung aus dem Kreis der Flüchtlinge setzt nicht nur Petra Bert, auch die Stadt Lampertheim sieht hier Potenzial. Deshalb kam Erster Stadtrat Marius Schmidt, der früher selbst Sportcoach war, am Freitagabend zum Treffen am Altrhein mit einem Förderbescheid aus dem Förderprogramm „Sport & Flüchtlinge“ des Landes Hessen – genau 2.517,34 Euro erhält der Kanu-Club für die Anschaffung von zwei großen Standup-Boards inklusive Rettungswesten und Paddel. Diese Standup-Boards bieten Platz für drei Erwachsene oder fünf Kinder. Schmidt erklärte der Zuhörerrunde, dass die Stadt Lampertheim seit 2016 an diesem Förderprogramm teilnimmt, doch habe es diesmal wegen der Coronapandemie nur wenige Vereinsangebote gegeben. Unterstützt werden Sportvereine, die sich für die Integration von Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen engagieren. Neben dem federführenden Sportcoach der Stadt Lampertheim, Dirk Eichenauer, übernimmt der 25-jährige Tandem-Sportcoach Lancine Diallo aus Guinea eine wichtige Aufgabe. Wie Schmidt erläuterte, sei er eine große Hilfe bei der Bekanntmachung der Angebote und beim Dialog mit den Menschen in den Flüchtlingsunterkünften. Auch habe Diallo die Jugendleiterausbildung gemacht. Unterstützt werde er von der Integrationskommission der Stadt Lampertheim, die durch die Stadtverordnete Christiane Krotz und weiteren Mitgliedern bei der Förderbescheidübergabe vertreten war. Zur Freude von Ulrike Gliem, beim Kanu-Club Sportwartin für Breitensport, war Tandem-Sportcoach Diallo auf den Verein zugekommen und bot an, die Kontakte zu Flüchtlingen zu knüpfen. Über den Verein Schülerpatenschaft „Räuberleiter“ habe der Kanu-Club bereits Kontakt zu Kindern aus Flüchtlingsunterkünften. Für Sonntag waren schon zehn Flüchtlinge gemeinsam mit Christiane Krotz angemeldet. Dabei sei die Hemmschwelle schnell zu überwinden, meinte Ulrike Gliem und Petra Bert ist zuversichtlich, dass sich auch Nichtschwimmer das Standup-Paddeln zutrauen. Sicherheit gebe die Rettungsweste, außerdem müsse man nicht gleich stehen, aber: „Bisher haben am Ende der Kurse alle gestanden“. Hannelore Nowacki

     

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