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  • Do., 09. November 2017, 13:10 Uhr
    Fördermittel in Höhe von 3.590 Euro für Projekte der Flüchtlingshilfe in Lampertheim überreicht

    Integration durch Musik und gegenseitiges Kennenlernen

    Der Kreisbeigeordnete Karsten Krug überreicht Förderbescheide für drei Integrationsprojekte an Kristina Delceva – sehr zur Freude von Flüchtlingsbetreuerin Rita Lüling und dem Ersten Stadtrat Jens Klingler (v.r.). Foto: Benjamin Kloos

    LAMPERTHEIM – Zum zweiten Mal hat das Land Hessen Fördergelder für Projekte, die Arbeit zur Flüchtlingshilfe leisten, zur Verfügung gestellt, die nun durch den Kreis Bergstraße verteilt wurden. Insgesamt 30.000 Euro standen hierbei zur Verfügung, wie der Kreisbeigeordnete Karsten Krug am Donnerstag in Lampertheim erläuterte. „Kristina Delceva, Sozialarbeiterin für Flüchtlingsangelegenheiten der Stadt Lampertheim, hat hierzu drei sehr gute Projekte, wie Integration vor Ort Umgesetzt werden kann, eingereicht, die Flüchtlinge mit den Menschen vor Ort zusammenbringen. Dafür erhalten Sie heute Förderbescheide in Höhe von 3.590 Euro. Wir leiten diese Gelder gerne weiter. Integration ist ein Dauerthema, bei dem wir erst am Anfang stehen. Gutes Zusammenwirken ist weiterhin wichtig, denn wir müssen die Aufgaben der Integration gemeinsam in der Gesellschaft lösen. Lampertheim war hier von Anfang an sehr gut aufgestellt”, lobte Kreisbeigeordneter Krug.
    Dies bestätigte der Erste Stadtrat Jens Klingler. „Wir haben als Stadt frühzeitig im Bereich Integration reagiert. Kristina Delceva übernimmt hierbei vielfältige Aufgaben und entwickelt zahlreiche wichtige und sinnvolle Projekte. Und sie kümmert sich darum, mögliche Fördermittel zu erhalten, was ein sehr arbeitsintensiver Bereich ist.”
    Bei Kristina Delceva und den ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuern in Lampertheim, vertreten durch Rita Lüling, war die Freude, solche Gelder generieren zu können, sehr groß. „Wir haben uns mit den ehrenamtlichen Helfern und Betreuern zusammengesetzt und überlegt, was aktuell in Lampertheim wichtig ist. Dazu gehört für uns besonders, dass Frauen gefördert werden – besonders diejenigen, die aufgrund von Kleinkindern nicht an Integrationskursen teilnehmen können”, betonte Kristina Delceva.
    Und so wurde ein Mutter-Kind-Kurs bzw. eine Krabbelgruppe ins Leben gerufen, die unter Federführung von Rita und Jörg Lüling in den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in der Römerstraße stattfindet. „In den vergangenen zwei Jahren sind immer mehr Familien nach Lampertheim gekommen, ebenso wie alleinstehende junge Frauen, schwanger oder mit Kleinkindern. Diese beraten wir in den Unterkünften, aber gerade die alleinstehenden Frauen sind häufig mit der Situation überfordert, gerade mit Blick auf die Alltagsbewältigung und die Kindererziehung. Zudem haben sie viele Fragen”, erklärte Rita Lüling. „Daher war es sinnvoll, einen Mutter-Kind-Kreis einzurichten, auch damit die Frauen sich kennen lernen und gegenseitig unterstützen können.” Junge Mütter mit Kindern aus der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde unterstützen das Angebot. „Wichtig ist uns auch zu zeigen, wie man Kinder bei schlechtem Wetter anzieht”, nannte Rita Lüling ein anschauliches Beispiel der Unterstützung. „Wir hoffen, dass Ehrenamtliche hinzukommen, die bei wichtigen Fragen helfen, auch wenn die jungen Mütter krank werden – und die diesen vermitteln, wie wichtig es ist, die deutsche Sprache zu erlernen.
    Das zweite Projekt ist ein Trommel-Percussion-Workshop, der am 25. November in der Zehntscheune stattfindet und in einem gemeinsamen Konzert endet. Zehn Lampertheimer Bürger werden gemeinsam mit zehn Geflüchteten musizieren und so Integration fördern, indem sie sich durch die Musik näher kommen. Im Konzert selbst werden dann unter anderem ¸Trommelduette” zu hören sein.
    Das dritte geförderte Projekt betrifft nicht die Flüchtlinge direkt, sondern vielmehr die Menschen, die sich Ehrenamtlich für diese einsetzen. „Diesen Menschen möchten wir danke sagen, viele Ehrenamtliche sind schon sehr lange mit dabei”, erläuterte Kristina Delceva. Aus diesem Anlass wird es eine Dankesveranstaltung geben, mit Musik, Essen und einfach einem schönen Abend – mehr wollte sie jedoch noch nicht verraten.
    „Wir hoffen, dass diese Projekte genauso fruchten wie beispielsweise die Fahrradwerkstatt, die mittlerweile zum Hilfe-Laden geworden ist oder aber die Integrationskurse”, so Kristina Delceva abschließend. Benjamin Kloos

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