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  • So., 08. Juni 2014, 21:53 Uhr
    Jusos Ried besuchen Jugendmigrationsdienst

    „Integration ist keine Einbahnstraße"

     

    LAMPERTHEIM - „Integration ist keine Einbahnstraße. Sie erfordert das Engagement beider Seiten - der Migranten und den Einheimischen- und so ist es auch die Aufgabe der Gesellschaft die Immigranten zu akzeptieren, zu integrieren und ihnen zu helfen", so die Jusos Ried, die sich am Mittwoch beim Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werks in Lampertheim und der Kreisausländerbeauftragen Brigitte Paddenberg über die Integrationsangebote und Maßnahmen in Lampertheim und dem Kreis Bergstraße informierten. Paddenberg stellte eingangs die jetzige Situation im Kreis vor. Momentan gebe es keine gesetzlichen Vorgaben für die Einrichtung von Integrationsstellen und Sprachkursen, es sei mehr eine freiwillige Aufgabe der Kreise. So schuf der Kreis Bergstraße das Amt der Kreisausländerbeauftragten zur "Förderung der Integration und Gleichstellung ausländischer EinwohnerInnen in den verschiedenen Lebensbereichen und der Aufnahmebereitschaft und Akzeptanz von ethnischen Minderheiten bei der deutschen Bevölkerung." Paddenberg organisiert und begleitet in dieser Funktion verschiedenste Projekte zur Förderung der interkulturellem Zusammenarbeit, des multiethnischen Dialogs und der Integrationsarbeit. Vor allem Jugendliche würden besondere Zuwendung brauchen. In Lampertheim bietet der Jugendmigrationsdienst unter Leitung von Marion Persson des Diakonischen Werks ehrenamtlich Sprachkurse, Hausaufgabenhilfen und weitere Hilfestellungen an, um den junge Menschen den Start im neuen Land zu erleichtern und ihnen den Zugang zur Gesellschaft zu öffnen. Die Jusos Ried würden aus dem Gespräch klare Handlungen ableiten. "Es sei undenkbar, dass die integrativen Leistungen unter kommuner Trägerschaft als freiwillige Leistung deklariert werden. Hilfestellung für Menschen, die zum Teil hochqualifiziert sind und unserem Gemeinwesen viel geben können, muss ausreichend durch Bund und Land finanziert eine kommunale Pflichtaufgabe werden. Immigration ist eine wichtige Stütze unserer Wirtschaft und in jeder Hinsicht eine Bereicherung für unseres Gesellschaft und Kultur. Wir dürfen diese Menschen nicht alleine lassen. So erfreut uns ehrenamtliche Engagement vieler Helfer und auch die Arbeit des Diakonischen Werkes, aber auch der Gesetzgeber muss stärker gefordert werden." zg

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