Mo., 17.08.2026
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  • Do., 16. Mai 2024, 09:13 Uhr
    DIGITALISIERUNG: Bürstadt und Lampertheim auf gemeinsamem Kurs in die digitale Zukunft

    Interkommunale Smart-City-Strategie

    BÜRSTADT / LAMPERTHEIM – Das Projekt zur Erstellung und Umsetzung einer interkommunalen Smart-City-Strategie für Bürstadt und Lampertheim hat Fahrt aufgenommen. Zielsetzung dabei ist es, die Kräfte beider Kommunen für die anstehenden Herausforderungen der Digitalisierung zu bündeln und dabei so viele Synergien wie möglich zu generieren. Das Land Hessen unterstützt dieses Vorhaben mit knapp 2,5 Millionen Euro.

    „Die Herausforderungen der Digitalisierung können auf kommunaler Ebene kaum alleine gelöst werden. Daher macht die Zusammenarbeit mit Blick auf die Effizienz und den Fortschritt, den das Thema bringt, absolut Sinn“, erklären Barbara Schader, Bürgermeisterin von Bürstadt und Gottfried Störmer, Bürgermeister von Lampertheim.

    Nach einer ersten Phase zur Identifikation der dringlichsten Handlungsfelder wurden nun dedizierte Arbeitsgruppen für diese Themen gegründet. Die Arbeitsgruppe Verkehrsmanagement bearbeitet Fragen der Analyse und Steuerung von Verkehrsströmen, um die bestehende Infrastruktur an die wachsende Verkehrsbelastung anzupassen, den Verkehr damit zu verflüssigen und die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Die Expertenteams für smarte Bewässerung und smarte Beleuchtung beschäftigen sich mit dem Einsatz digitaler Technologien zur Optimierung der kommunalen Infrastrukturen, wie sie beispielsweise im Lampertheimer Stadtpark und am Bürstädter Bahnhof schon umgesetzt wurden. Dabei kommen z. B. Sensorik und Automatisierungslösungen für den Schutz städtischer Bäume und Grünflächen zum Einsatz. Diese leiden zunehmend unter Hitzephasen und Trockenstress, sind gleichzeitig aber umso wichtiger für die Verbesserung des Stadtklimas. Die Beleuchtung wird energieseitig optimiert, an die tatsächlichen Lichtbedarfe angepasst und entsprechend gesteuert. Dies reduziert die Lichtverschmutzung und schützt somit die Fauna. Die vierte Arbeitsgruppe schafft die technologische Grundlage für alle zuvor genannten Lösungen: Diese generieren und benötigen eine Vielzahl an Daten, um sinnvoll funktionieren zu können. Die Plattform soll präzise auf die örtlichen Bedarfe zugeschnitten sein. Auch eine gemeinsame Nutzung der Datenplattform ist angedacht, so dass grenzübergreifende Bedarfe, z.B. im Bereich Verkehr, ebenfalls gedeckt werden können.

    Die Arbeitsgruppen haben in den vergangenen beiden Monaten mehrfach getagt und wurden dabei von den Experten des Zentrums für Digitale Entwicklung fachlich unterstützt. Nun findet bereits der zweite große Workshop zu den digitalen Handlungsfeldern statt. Für jedes Handlungsfeld wurden konkrete Maßnahmen definiert und in den Kommunen verortet.

    „Dank der guten Zusammenarbeit in den Arbeitsgruppen konnten wir sehr schnell Fahrt aufnehmen. Die Digitalisierung unserer Kommunen läuft auf vollen Touren und liegt absolut im Zeitplan“, erklären beide Stadtoberhäupter.

    Nach der Identifikation und Abstimmung der zu bearbeitenden Themen sind die Teams jetzt in die Definition der formalen Aspekte gestartet, die für die weitere Konkretisierung und Umsetzung notwendig sind. zg
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