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  • Fr., 06. Mai 2022, 07:57 Uhr
    KATHOLISCHES FAMILIENZENTRUM ST. MICHAEL: Vom Vogelverein finanzierte Holzwerkstatt eingeweiht

    „Jeder Euro ist hier gut investiert“

    Gerdi Gresshoff (r.), die mit der Abwicklung des Vogelvereins betraut ist, ist es wichtig, dass das Vereinsvermögen in Hofheim bleibt. Bei der Einweihung der Holzwerkstatt im Katholischen Familienzentrum St. Michael ließ sie es sich nicht nehmen gemeinsam mit Hausmeister Mario Fried und Julian Tiefenbach das Werkstattschild anzubringen. Foto: Petra Gahabka


    HOFHEIM – Die Freude im Katholischen Familienzentrum St. Michael war groß, als am Montag die neue Holzwerkstatt eingeweiht wurde. Finanziert hat sie der Hofheimer Vogelverein, der seit 2021 aufgelöst ist und von Liquidatorin Gerdi Gresshoff abgewickelt wird. Mit Luftballons und einem Lied wurde sie von den Kindern willkommen geheißen. „Wir möchten heute die neuen Werkbänke einweihen und der Frau danken, die uns das alles geschenkt hat“, freute sich Heike Kissel-Eltrop, Pädagogische Einrichtungsleitung, über die Fertigstellung, die sich aufgrund der Pandemie verzögert hatte. Das erste Gespräch habe im Juni 2019 stattgefunden, dann sei alles im Team besprochen und geplant worden. „Wir mussten nicht lange überlegen, und haben gesagt, wir brauchen unbedingt noch Werkbänke, weil wir daran sehr viel machen“, berichtete die stellvertretende Leiterin Yvonne Reis. Die Kinder hätten ganz viele Ideen und würden voller Tatendrang sägen, hämmern und bohren. Hier seien schon zahlreiche Osterhasen, Herzen, Weihnachtsengel und Futterstationen entstanden – sowie das Vogelhäuschen, das die Kinder Gerdi Gresshoff mit großem Beifall und einer Rakete (höchste Stufe) als Dankeschön überreichten.  

    „Ich bin begeistert, die Werkstatt ist richtig toll“, zeigte diese sich begeistert angesichts des Holzpavillons mit den drei Werkbänken und vollen Werkzeugkisten, alles kindgerecht und TÜV-geprüft. Auf der letzten Jahreshauptversammlung des Vogelvereins im Dezember 2020 hatten sich die Mitglieder dafür ausgesprochen, dass das verbleibende Vereinsvermögen in Hofheim eingesetzt wird, auch der Bezug zur Natur war ihnen wichtig. So wurden die letzten Monate vier Bänke an der Trauerhalle finanziert, eine Matschstation für die kommunale Kindertagesstätte und eine Nistkästenwand samt Sitzgelegenheit am ehemaligen Vereinsheim im Amselpfad. Die Holzwerkstatt im Familienzentrum hat laut Gresshoff rund 6.000 Euro gekostet. Das i-Tüpfelchen sei die Shoppingtour mit Petra Gahabka, Koordinatorin Familienzentrum, gewesen, um dem Ganzen mit Regalen, Holzboxen und Objektrahmen, in denen die gebauten Kunstwerke der Kinder präsentiert werden, den letzten Schliff zu geben. „Jeder Euro ist hier gut investiert“, zeigte sich Gresshoff zufrieden, die beim Anbringen des Werkstattschildes mithalf. Nun sind alle Projekte abgeschlossen, die nächsten Wochen wird die Liquidatorin die Konten auflösen, die Löschung des Vereins beantragen und die Leistungsvereinbarung übergeben. Darin ist festgehalten, dass das restliche Vereinsvermögen für eine Renaturierungsmaßnahme entlang des Rohrlachgrabens eingesetzt wird. Kann dies nicht umgesetzt werden, fließt das Geld in eine andere Naturschutzmaßnahme vor Ort. Petra Gahabka 

     

     

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