Weltkindertag mit zahlreichen Aktionen auf dem Domplatz / Integration von Projekten des Freiwilligentages
„Jedes Kind hat Rechte“
Die Kinder nutzten gerne das Angebot, sich Vorlesegeschichten, die in 6 verschiedenen Sprachen von Mitbürgerinnen und Mitbürgern vorgetragen wurden, im Lesezelt auf der Domwiese anzuhören. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Im Rahmen des Weltkindertages am Samstag fanden in diesem Jahr gleichzeitig drei Projekte des Freiwilligentages der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) statt. Ziel der Jugendförderung der Stadt Lampertheim war es, diesen Tag gemeinsam mit Kindern zu feiern und daran zu erinnern, dass Kinder und ihre Interessen stärker berücksichtigt werden sollten. Den Weltkindertag gibt es bereits seit 1954. In diesem Jahr feiert die UN-Kinderrechtskonvention über die Rechte des Kindes ihren 25. Geburtstag. Dies war Anlass genug, genau dieses Motto zu wählen und deutlich zu machen, dass es immer noch Defizite bei der Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland gibt. Zu den Spielangeboten - und integriert in den Freiwilligentag - war die „Flitze Feuerstein Werkstatt“, eine Reparaturwerkstatt von Spielgeräten des Spielmobils. Die vielfältigen Bastel-, Spiel- und Bewegungsangebote, ausgebreitet auf der Domwiese, wurden von den Kindern bei dem schönen sonnigen Wetter am Nachmittag gerne angenommen. So wurde Fußball gespielt, auf der Wiese getobt und geklettert, was das Zeug hält. Auch das beliebte Kinderschminken durfte selbstverständlich nicht fehlen.
Ein weiteres Projekt war das Erzählen von Geschichten in 6 verschiedenen Sprachen in einem kleinen bunten Lesezelt auf der Wiese – angeleitet von Barbara Burkard, Leiterin der Stadtbücherei. Die Kinder machten es sich gemütlich, und hörten gespannt ihren Lieblingsgeschichten zu, die von Mitbürgern jeweils in ihrer Muttersprache vorgelesen wurden – hier konnte man neben italienisch, portugiesisch und französisch auch Anekdoten in arabischer, litauischer und tamilischer Sprache anhören. Das Kreativprojekt als drittes Projekt – mit Gestaltung von Hand- und Fußfantasiewelten - fand bei den Kindern besonders großen Anklang. Hierbei konnten schon die Kleinsten mit farbigen Hand- und Fußabdrücken kleine Kunstwerke auf Hartfaserplatten entstehen lassen. Annouk Bourrat-Moll, Maldozentin bei der Volkshochschule Lampertheim, leitete die Kinder dabei an und gab ihnen dabei genügend Spielraum, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Es entstanden bewundernswerte kleine Kunstwerke, die die Kinder anschließend voller Stolz mit nach Hause nehmen durften.
Auch die Mitglieder des Jugendrotkreuz (JRK) Lampertheim mit einem Stand an der Aktion. Elke Höpfl, Leiterin des JRK, bot den Kindern an, Verbände anzulegen, sich Wunden schminken zu lassen und vieles mehr, um spielerisch mit dem Anliegen des Roten Kreuzes an die Kleinen heranzutreten. Zur Belohnung gab es Gummibärchen und Fähnchen – verschiedene Gesellschaftsspiele konnten gegen eine kleine Spende erworben werden. Ebenfalls von der Jugendförderung organisiert, gab es einen kleinen Kinderflohmarkt, bei dem Kinder ab 3 Jahren gemeinsam mit ihren Eltern Spielsachen und vieles mehr verkaufen konnten. Leider gab es hierzu nur wenige Standanmeldungen – dennoch waren auch die wenigen Teilnehmer an den Verkaufsständen mit viel Spaß und Eifer dabei und konnten das ein oder andere Schnäppchen an den Mann bringen. Wer Interesse an Themen und Funden rund um die Steinzeit hatte, konnte bei Emil Hoffmann im ersten Obergeschoss der Stadtbücherei Wissenswertes über einen Querschnitt durch die gesamte Steinzeit erfahren. Werkzeuge und viele weitere Fundstücke sowie Nachbildungen der Schädel von Steinzeitmenschen gehören mit zu den Bestandteilen der Dauerausstellung, der auch Kindergärten und Schulen öfters einen lohnenswerten Besuch abstatten. Diese Art von Dauerausstellung ist im Übrigen einmalig in ganz Deutschland.
Sigrid Samson
Viel Freude hatten die Kleinen bei den verschiedenen Aktionen, die bei dem schönen Wetter am Weltkindertag auf dem Domplatz und auf der Wiese von der Jugendförderung und freiwilligen Helfern angeboten wurden. Foto: Sigrid Samson