Sa., 22.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 23. September 2019, 10:07 Uhr
    Künstlerinitiative Lampertheim lädt zur Ausstellung „Das große Fressen“ ein 

    Jetzt geht´s um die Wurst

    Die KIL um Dr. Bernd Kalusche und Bernhard Hossner (v.l.) laden zur Ausstellung „Das große Fressen“ ein. Foto: Petra Gahabka


    HOFHEIM – In der neuen Ausstellung der Künstlerinitiative Lampertheim (KiL), die vom 11. Oktober bis 7. November in der ehemaligen Poststelle gezeigt wird, geht es um die Gier. Unter dem Titel „Das große Fressen“ beziehen zehn renommierte Künstler in vielfältiger Weise rund um dieses Thema Stellung. 

    Vier gestandene Männer mittleren Alters suchen in Marc Ferreris Skandalfilm „Das große Fressen“ von 1973 die orgiastische Befriedigung. Des Lebens überdrüssig, fressen sich die Freunde munter zu Tode. „Wir haben uns gedacht, dass ist ein Thema, das ungeheuer aktuell ist“, teilten Dr. Bernd Kalusche und Bernhard Hossner beim Pressegespräch mit. Dabei ginge es nicht speziell um die übermäßige Aufnahme von Nahrung und deren Folgen, sondern um die Gier bis zur Sinnlosigkeit, die nahezu alle Lebensbereiche erfasst habe. Konsum, Wirtschaft, Beruf, Sexualität, Kommunikation - „Wir wollen immer mehr haben und fragen nicht, was brauchen wir wirklich?“ Kritisiert ist schnell, nun wird geliefert. Zehn Künstler haben sich auf ganz unterschiedliche Weise mit der allumfassenden Gier auseinandergesetzt und das Thema mit Substanz bearbeitet. „Das ist auch ein Qualitätssprung, den wir da vollziehen“, erklären die beiden nicht ohne Stolz. 

    Das Angekündigte macht neugierig, zumal über die Hälfte der Teilnehmer das erste Mal in Hofheim ausstellt, so beispielsweise die Darmstädter Bildhauerin Nathalie Rubio-Wietholtz, die ihre Werke unter dem Titel „Verbrauch von Natur im Übermaß“ präsentiert. Mit Spannung dürfen auch die „Fressbakerien“ der Malerin Rita Rössling aus Hüttenfeld sowie Bernhard Hossners Holzarbeiten „Der Mensch und die Schnitzel“ erwartet werden. Rege Diskussionen sind bei dieser Ausstellung ausdrücklich erwünscht, der Aquarellist Axel Taegen aus Helsinki dürfte mit der Überschrift  „Die Natur braucht den Menschen nicht“  dazu beitragen. Weitere Aussteller sind Silke Steinert, Mario Urlaß, Torsten Wiechmann, Cornelia Komor aus Ladenburg, die in der Schulstraße 4 bereits eine Einzelschau präsentierte, sowie der Frankfurter Wolfgang Kraus, der im vergangenen November bei „KiL and Friends“ mit von der Partie war.

    Die goldfarbene Fleischwurst, die die Einladung ziert und nun im Eingangsbereich hängt, ist zweifelsohne ein Hingucker. Das Objekt habe er in Anlehnung an das Möhren-Prinzip erschaffen, erzählt Bernd Kalusche. Es beschreibt, dass einem Esel als Anreiz eine Karotte – sichtbar, aber nicht erreichbar - vors Maul gehalten wird, damit er in eine bestimmte Richtung läuft. Auch bei der Vernissage, zu der die KiL am Freitag, 11. Oktober, um 19 Uhr einlädt, geht es um die Wurst. Sie wird den Gästen mit Brot und Senf nach einer erklärenden Einführungsrede serviert. Petra Gahabka

    Öffnungszeiten 

    Die Ausstellung ist Samstag und Sonntag, 12. und 13. Oktober, von 14 bis 18 Uhr geöffnet, bis zum 7. November jeden Donnerstag von 18 bis 20 Uhr sowie nach Vereinbarung. 

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 1