Drei Vereine vereinbaren Zusammenarbeit nach neuem Konzept
JFV Bürstadt – vier Vereine arbeiten zusammen
Vier Bürstädter Fußballvereine arbeiten im Juniorenförderverein Bürstadt zusammen. Bei einer Pressekonferenz mit Vereinsvertretern wurde das neue Konzept der integrierten Jugendarbeit für Kinder und Jugendliche von 3 bis 18 Jahre vorgestellt. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – „Gemeinsam sind wir stark“ lautet der Gründungsslogan des am 1. März 2011 gegründeten Juniorenfördervereins Bürstadt (JFV). Drei Bürstädter Fußballvereine vereinten unter dem Dach des JFV ihre gemeinsame Jugendarbeit und beschlossen, diese mit aller Kraft und Anstrengung zu bündeln. Zur SV DJK Eintracht Bürstadt, dem VFR Bürstadt und FSV Riedrode kam zwei Jahre später mit der SG Riedrode der vierte Fußballverein hinzu. Bei einer Pressekonferenz am Sonntagmorgen im Schulungsraum der SG Riedrode am Fußballplatz mit Vertretern aller vier Fußballvereine zog Joachim Metz vom JFV eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit: „Es läuft im vierten Jahr gut, aber bei der Zusammenführung der Mannschaften von der E-Jugend zur D-Jugend hat es diverse Probleme gegeben“. Zu den Vorteilen einer gemeinsamen Entwicklung der Kinder im Alter von 3 bis U19 zählt Metz, dass die Kinder von Anfang an gemeinsam spielen, so entstehe im Kindergarten und in der Schule keine Konkurrenzsituation. Ab Sommer werden die Gruppen integriert. Die sportlichen Leiter des JFV, Rainer Uhrig und Willi Reuter, stellten das neue Konzept zur Zusammenarbeit vor, das mit der Saison 2015/2016 beginnt – allerdings ohne Eintracht Bürstadt, die erst ab der D-Jugend dabei ist. Dies bedauerten die Abordnungen der anderen Vereine sehr und hoffen, dass die Eintracht sich dem Konzept noch anschließen werde. Für den VFR war Hans Gondolph da, der FSV Riedrode wurden von Harald Ofenloch vertreten. Der JFV stelle bei den Kindern ab drei Jahren die Inhalte, nicht die Leistung in Mittelpunkt. Auf Spaß am Spiel mit dem Ball komme es an, weniger auf das Ergebnis. Erst bei der E-Jugend könne mehr auf das Ergebnis geachtet werden. Die Motorik werde mit kindgerechten Übungen geschult, die Kreativität und Spielfreude entwickelt. Weitere Pluspunkte seien das einheitliche Trainingskonzept und die Spielphilosophie sowie umfangreiche Hallenzeiten für die Kleinsten. Im JFV spielen 160 Jugendliche Fußball - 9 Mannschaften in der A-, B- und C-Jugend gibt es, wie Metz erklärte. Mit 80 Jugendlichen von der Ballgruppe bis zur E-Jugend rechne er beim neuen Konzept, die Zahl der Mannschaften stehe aber noch nicht fest. Reiner Künstler, der für die Eintracht sprach, erläuterte die Situation seines Vereins, der weiterhin eigenständig mit den Bambinis arbeiten wolle, das funktioniere sehr gut. Die 80 Eintracht-Jugendlichen spielen in drei Mannschaften der F-Jugend sowie in zwei Mannschaften der B-Jugend. Der JFV-Vorstand hatte sich entschieden, die Zusammenarbeit nicht erst ab D-Jugend, sondern schon von der Ballspielgruppe bis zu den Profis auszuweiten. Die nicht mehr durchgängige Besetzung der Jugendmannschaften in den einzelnen Vereinen hatte die Entscheidungsfindung beschleunigt, mit der die Jugendarbeit zusammenwächst. Im Alter von 18 Jahren trennen sich die Wege der Fußballjugend wieder. Hannelore Nowacki