Mo., 30. März 2020, 09:52 Uhr
„Wir wollen weiterhin für die Kinder und Jugendlichen da sein und sie aktiv halten”
Jugendarbeit in Bürstadt geht digital weiter
BÜRSTADT – „Hallo, hier ist der Ralph vom Team des Bürstädter Jugendhaus. Wir starten mit euch nun zusammen eine Foto-Challenge. Macht alle mit“, beginnt das Video, welches Ralph Dobner, Betreuer im momentan geschlossenen Jugendhaus Bürstadt, in den sozialen Medien gepostet hat. Und schnell fanden sich Kinder und Jugendliche, die mitmachten. Die Aufgabe lautete: Fotografiere deinen Lieblingsplatz daheim.
„Die stationäre Jugendarbeit im Jugendhaus ist im Moment nicht möglich, daher haben wir schon schnell auf die digitale Jugendarbeit umgeschaltet und halten so den Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen“, erklärt Oliver Haberer, Inhaber der Sozialagentur Fortuna, welche das Jugendhaus Bürstadt für die Stadt betreut. „Man wolle weiterhin für die Kinder und Jugendlichen da sein, sie aktiv halten und mit Aktionen wie der Fotochallenge begleiten“, betont auch Bürgermeisterin Bärbel Schader. Weiterhin sei es den Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein Anliegen, den Kindern und Jugendlichen auf Facebook und Instagram leicht verständliche Informationen zum Coronavirus und entsprechende Verhaltensweisen sowie Schutzmaßnahmen zu vermitteln. So werden sie auch über die Entwicklungen und neuen Maßnahmen, wie viele Personen sich etwa im öffentlichen Raum treffen dürfen, informiert. Man versuche auf diese Weise, den wichtigen Aspekt von „#Wir bleiben zuhause!“ zu transportieren: „Das ist echt ne fette Aktion – einfach mal daheimbleiben und damit Menschenleben retten. Sei ein Held, macht mit. Je schneller und besser wir die Verbreitung des Coronavirus verlangsamen können, umso schneller sehen wir uns im Jugendhaus zu tollen Aktionen wieder“, lautet so ein Hinweis des Jugendhauses Bürstadt etwa in den digitalen Medien. „Wir möchten den Kindern und Jugendlichen auch verständlich machen, dass sie nicht alleine sind, nur weil sie ihre Freunde jetzt persönlich nicht treffen können. Telefonieren, skypen, Whatsapp, soziale Medien, die technischen Möglichkeiten sind ja enorm“, so Ralph Dobner. Die Betreuer und Betreuerinnen machen digital zudem darauf aufmerksam, dass auch sie für die Kinder und Jugendlichen immer noch da sind. „Insbesondere in solchen Krisenzeiten möchten wir weiterhin Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche sein. Sie können sich jederzeit an uns wenden, wenn sie Beratung, Beistand oder ein offenes Ohr benötigen – eine Kontaktaufnahme durch die sozialen Medien ist immer möglich“, erklärt Dobner. Über die sozialen Medien läuft nun auch eine regelmäßige Foto-Challenge, alle paar Tage gibt es einen neuen Fotoauftrag. Diesmal ging es um den Lieblingsplatz daheim, aus den Bildern wurde schon eine Collage erstellt und gepostet. Es gibt noch weitere Angebote für die digitale Jugendarbeit: Kollegin Meike Kiesel nimmt per Video Bastelangebote auf, mit Anleitungen, sodass die Kinder und Jugendliche etwa zu Ostern etwas basten können. Weiterhin soll eine Hausaufgabenunterstützung angeboten werden, Schüler können sich hier per Skype mit Betreuer und Betreuerinnen bei Fragen zu verschiedenen Fächern und Aufgaben verabreden und gemeinsam diese bearbeiten. Ebenso möchte man sich mit den Kindern und Jugendlichen zum gemeinsam digitalen Fußballspielen verabreden. „Wir freuen uns auf weitere Ideen von Kindern und Jugendlichen, wie wir uns digital gemeinsam beschäftigen und Kontakt halten können“, so Kiesel. zg
Info: Kontakt über Instagram
www.instagram.com/jugendhaus_buerstadt, Mail
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