Di., 15. Juni 2021, 08:13 Uhr
STADTVERORDNETENVERSAMMLUNG BÜRSTADT: Wahl zum Jugendrat um maximal 12 Monate verschoben
Jugendrat will Wahlen nach den Sommerferien
BÜRSTADT – Über zwei Jahre ist der jetzige Jugendrat im Amt. Eigentlich wären die Neuwahlen im April gewesen, doch wegen der Corona-Beschränkungen konnte kein Jugendforum stattfinden, das jedoch Voraussetzung für die Wahl ist. Mit den Mitgliedern des Jugendrats war bereits geklärt, dass sie länger im Amt bleiben können bis eine Wahl wieder möglich ist. Eine Verlängerung der Amtszeit bis maximal 12 Monate hatte der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung bei zwei Enthaltungen beschlossen und der Stadtverordnetenversammlung empfohlen diesem Votum zu folgen. Nach kontroverser
Debatte stimmten die Parlamentarier bei vier Enthaltungen für diesen Beschlussvorschlag.
Anastasia Möller, die für den Jugendrat an der Stadtverordnetenversammlung teilnahm und von ihrem Rederecht Gebrauch machte, teilte mit, dass der Jugendrat möglichst bald nach den Sommerferien eine Wahl durchführen will. Gegen die Wahl vor den Ferien sprechen Gründe, die Möller erläuterte. „Wir wissen, dass die Jugendlichen in den Schulen gerade ganz andere Sorgen haben, der Stoff von einem Jahr muss in die Köpfe, da ist kein Platz mehr“. Die Verschiebung soll den Jugendlichen entgegenkommen. Auch ohne Wahl könnten sechs Jugendräte nachrücken, meinte Anastasia Möller, um die Höchstzahl von 15 Mitgliedern zu erreichen. Nicht einverstanden mit einer Verschiebung der Wahl war Uwe Metzner (Grüne). Die Jugend solle mit der Politik ins Gespräch kommen und Demokratie lernen, neuen Leuten sollte die Möglichkeit gegeben werden sich einzubringen. Levin Held (CDU) kritisierte das Verhalten der Grünen im HFA und sprach von einem Armutszeugnis, weil sie die Verschiebung gegen den Willen des Jugendrats beschließen wollten. Während Anastasia Möller die Erich-Kästner-Schule (EKS) als Ort des Jugendforums und der Wahlwerbung in den Fokus rückte, argumentierte Erhard Renz (Grüne), dass die Kandidaten für den Jugendrat 12 bis 21 Jahre alt seien und daher nicht über die EKS erreichbar wären. Bürgermeisterin Barbara Schader teilte mit, dass alle Jugendlichen angeschrieben werden und das Jugendforum wie beim letzten Mal im Jugendhaus stattfinden werde. Darüber hinaus sei an den Schulen geworben worden. Hannelore Nowacki