Fr., 12. September 2014, 14:24 Uhr
Jungpolitiker stellen sowohl Notwendigkeit als auch geplante Ausführung in Frage
Junge Union Ried warnt vor Skateranlage
HOFHEIM - Wie aus der Presse zu vernehmen war, wird in der kommenden Ortsbeiratssitzung des Stadtteils Hofheim erneut das Thema Skateranlage auf der Tagesordnung stehen. Die Junge Union Ried (JU Ried) steht diesem Projekt noch immer sehr skeptisch gegenüber – habe sich doch bei der jüngst sanierten Skateranlage in der Ringstraße gezeigt, dass das Angebot nur sehr dürftig angenommen wird.
Auch das Verfahren kritisiert die JU Ried: „Das Einbeziehen der Jugendlichen ist lobenswert, jedoch sollte, falls es auf Grund der Mehrheiten zu einem Bau kommt, darauf geachtet werden, dass Profis mit in die Planung einbezogen werden“, so die Vorsitzende Lisa Galvagno. Sie spielt damit auf den misslungenen Bau auf dem Ringspielplatz an, denn schon jetzt gebe es Beschwerden, dass die neugestaltete Anlage kaum befahrbar sei.
„Es stellt sich die Frage, wem man für die ganze Fehlplanung die Schuld geben kann? Der Stadt oder besser der Firma die das ganze an die Stadt verkauft hat? Selten habe ich so einen unfahrbaren Schrott gesehen!“ – so der Facebook- Kommentar eines Lampertheimer Skaters. Er bemängelt: „1. Abstände viel zu kurz 2. Quaterpipes viel zu überdimensioniert für den kurzen Platz (nicht nutzbar!). 3. Treppen direkt nach Obstacles (nicht nutzbar!). 4. Wege viel zu kurz um Anlauf zu nehmen und die alten "Hindernisse" (die in diesem Fall ihrem Namen alle Ehre machen) völlig deplatziert aufgestellt. 5. Generell schlechte Qualität der Rampen bzw. Beläge die verwittern und irgendwann wieder erneuert werden müssen. Warum kein Beton?“.
Die JU Ried stellt zudem die Notwendigkeit einer solchen Anlage in Hofheim in Frage, gebe es doch im Umkreis genug Skateparks – u.a. werde wohl im benachbarten Bürstadt eine Anlage gebaut werden. „Der Zuspruch der Jugendlichen in Hofheim ist nur dürftig – der Einladung der Jusos Ried zur ersten Planung des Skateparks in Hofheim folgten nur acht Kinder und Jugendliche“, bemerkt Galvagno. Zufälligerweise fand dieses Treffen parallel zu einer JU- Veranstaltung am gleichen Ort statt.
„In Zeiten der finanziellen schwierigen Situation der Kommune und den enormen Schulden, sollte das Geld in Lampertheim sinnvoll ausgegeben werden, denn schlussendlich zahlen wir später die Schulden“, so der Vorstand der Jungen Union Ried. Ein Sparwillen sei erneut weder bei SPD noch bei den Jusos zu sehen. zg