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Di., 01. Dezember 2015, 12:26 Uhr
CDU-Stadtverband wählte neuen Vorstand und Kandidaten zur Kommunalwahl
Junger Nachwuchs im Vorstand – Aidas Schugschdinis neuer Vorsitzender

Versammlungsleiter Alexander Bauer (links) mit dem neuen Vorstand des CDU-Stadtverbandes und Listenkandidaten: Detlev Reppert, Rainer Stöckel, Torsten Volkert, Aidas Schugschdinis, Dieter Meyer, Lisa Galvagno, Edwin Stöwesand, Bernhard Hossner und Björn Hedderich. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Die ordentliche Hauptversammlung des CDU-Stadtverbandes hatte am Freitagabend eine 20 Punkte umfassende Tagesordnung abzuarbeiten. Von den gut hundert Lampertheimer Mitgliedern waren 33 anwesende Stimmberechtigte aufgerufen, in jeweils geheimer Wahl die Kandidaten für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung am 6. März und der Ortsbeiräte zu bestimmen. Auch ein neuer Vorstand musste gewählt werden. Bislang ist die Lampertheimer CDU im Stadtparlament Teil der Opposition. Das wollen die Christdemokraten zukünftig ändern und hoffen dabei auch auf ihre jungen Zugpferde, die sie auf den vorderen Listenplätzen positioniert haben. Vor allem im Vorstand hat der junge Nachwuchs mit dem neu gewählten Vorsitzenden Aidas Schugschdinis und Lisa Galvagno als Stellvertreterin nun die Zügel in der Hand. Der neue Vorsitzende sieht vor allem einen „Stillstand“ im politischen Lampertheim, den er den Mehrheitsfraktionen anlastet und den er beenden will. Schriftführerin ist Gabriele Schmerse, Rainer Stöckel ist Schatzmeister. Die Beisitzer sind Dieter Meyer, Torsten Volkert, Detlev Reppert und Walter Kirsch, der nicht mehr als Parteivorsitzender kandidierte. Die Zustimmung zeigte sich in der großen Zahl der Stimmen, die die Kandidaten jeweils auf sich vereinigen konnten. Der Wahlvorbereitungssausschuss unter Vorsitz von Franz Korb legte seinen Bericht zur Kandidatenliste vor, für die sich die Mitglieder in großer Geschlossenheit ohne Streichungen entschieden. Eine gut durchmischte Liste liege vor, meinte Korb – „mit erfahrenen und jungen Leuten“. Die meisten Namen seien bekannt. Neu ist Andreas Ott, der als Sprecher der Interessengemeinschaft Ringstraße einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde. Spitzenkandidat ist Edwin Stöwesand, Fraktionsvorsitzender seiner Partei in der Stadtverordnetenversammlung und Mitglied des Ortsbeirates in Hofheim. Mit den weiteren Hofheimer Kandidaten Bernhard Hossner, Rainer Stöckel, Alexander Scholl und Marco Knecht unter den ersten zehn Listenplätzen ist der Stadtteil gewichtig vertreten. Alexander Scholl tritt außerdem bei der Ortsbeiratswahl in Hofheim als Spitzenkandidat an – erklärtes Ziel ist die Nachfolge der derzeitigen Ortsvorsteherin Rita Rose. Insgesamt wurden neun Ortsbeiratskandidaten gewählt. Für den Ortsbeirat Hüttenfeld wurde Aidas Schugschdinis auf Platz 1 nominiert, gefolgt von Armin Süß und Peter Liepolt. Die Liste mit fünf Kandidaten für den Ortsbeirat Rosengarten wird von Wolfgang Steeg angeführt. Christian Hartmann und Franziska Hartmann werden für den Ortsbeirat Neuschloß kandidieren. Versammlungsleiter Alexander Bauer sprach hier von „einem schwierigen Terrain für die CDU“. Die Auszählpausen nutzte Bauer zur Erläuterung von Perspektiven in der Entwicklung der städtischen Finanzen und zu Aufgaben im Zusammenhang mit der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen. In seinem Redebeitrag ging Dr. Michael Meister, Bundestagsabgeordneter, Parlamentarischer Staatssekretär und CDU-Kreisvorsitzender, auf aktuelle Themen der Welt- und Bundespolitik ein. Unter den Herausforderungen der Zukunft verortete er primär den Ausbau der Infrastruktur mit Breitbandausbau und der finanziellen Stärkung von Forschung, Entwicklung und Bildung. Meister, der das politische Lampertheim nach eigener Aussage seit 1994 kennt, dankte dem bisherigen Stadtverbandsvorsitzender Walter Kirsch, dass er die CDU in ruhige Gewässer geführt habe. Fraktionsvorsitzender Stöwesand stellte in seinem Bericht der Lampertheimer SPD und dem Ersten Stadtrat Jens Klingler ein eher schlechtes Zeugnis aus. Für die CDU nahm er in Anspruch, die Entwicklung der Gewerbegebiete in Hofheim erreicht zu haben, während Erster Stadtrat Klingler die Entwicklung des Gewerbegebiets Wormser Landstraße nicht vorantreibe. Als Erfolg führte er die Florianstraße an, wo es der CDU gelungen sei, die SPD von ihrem Plan mit bis zu 15 Wohneinheiten abzubringen, um nun maximal fünf Gebäude zu bauen. In der Ringstraße habe die CDU Gespräche mit den Bewohnern geführt und setze sich für den gewünschten Erhalt der Grünanlagen ein. Bürgermeister Gottfried Störmer „ist auf einem guten Weg“, meinte Stöwesand. Als Erfolg wertete er, dass der von der CDU im Wahlkampf unterstützte Kandidat „frischen Wind ins Rathaus“ gebracht habe. Ein Lob sprach er dem Bürgermeister für die Streichung der 200.000 Euro im Haushaltsplanentwurf für die Prüfung des Altrheins aus: „Daran hat er gut getan“. Hannelore Nowacki