Sa., 07. Dezember 2013, 20:05 Uhr
Jusos diskutieren beim DRK über Erste Hilfe-Kurse
KREIS BERGSTRASSE – Die Jusos Ried besuchten am vergangenen Mittwochabend im Rahmen eines Vor-Ort-Termins das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Im Rahmen einer Gesprächsrunde im Stützpunkt der Lampertheimer Ortsvereinigung informierten sich die Mitglieder über die Arbeit des Roten Kreuzes im Kreis Bergstraße. Anlass dafür war ein Antrag auf der letzten Unterbezirkskonferenz der Jungsozialisten im Kreis Bergstraße, der eine gesetzlich vorgeschriebene Wiederholung des Erste-Hilfe Kurses bei Inhabern eines Führerscheines zur Diskussion stellte. „Die erlernten Handgriffe eines Erste-Hilfe Kurses können im Falle eines Unfalls lebensrettend sein. Daher war es für uns wichtig zu besprechen, wie man dem Vergessen des Erlernten im Laufe des Lebens entgegenwirken kann“, so der Pressesprecher der Jusos Ried David Westerheide.
Im Gespräch mit Thomas Peppler, Ausbildungsleiter des DRK im Kreis Bergstraße, wurde schnell klar, dass eine gesetzliche Vorschrift nicht effektiv und zwingend nötig wäre. Diese würde, so Peppler, bürokratisch hohe Hürden aufwerfen sowie die Frage nach möglichen Sanktionen für ausbleibende Wiederholungen stellen. Dennoch empfiehlt Peppler eine freiwillige Wiederholung des Erste-Hilfe Kurses zum „Wachrufen des Gelernten". Zur Vereinfachung hierfür sprachen sich alle Beteiligten dafür aus, Kurse in Zukunft „möglichst auf die markantesten Punke zu konzentrieren, um den zeitlichen Aufwand für die Teilnehmer zu reduzieren.“
Des Weiteren wurde in dem Gespräch deutlich, dass es ein klares Problem bei der Anerkennung des Kurses gäbe. So darf bei Führerscheinantrag der Sehtest nur zwei Jahre alt sein, der Erste Hilfe Kurs hingegen kann einen unbegrenzt langen Zeitraum zurückliegen. „Bis zur nächsten Unterbezirkskonferenz wollen wir gemeinsam mit den Jusos Bensheim/Zwingenberg einen Antrag ausarbeiten, der sich mit dieser Problematik beschäftigt“, so die Juso-Vorsitzender Marius Schmidt abschließend. zg