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  • Mo., 23. November 2015, 23:30 Uhr
    Aktion der Flüchtlingshilfe Lampertheim zur Förderung der Kommunikation

    Kaffee und Kuchen kostenlos genossen, aber gut unterhalten

    Flüchtlinge, Helfer und Flohmarktbesucher hatten beim Aktionstag mit Kaffee und Kuchen ihr Vergnügen. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Wie kommt man am besten miteinander ins Gespräch, wenn man sich kennenlernen will? Darauf gab es am Samstag eine klare Antwort: Bei Kaffee und Kuchen und beim Stöbern auf dem Hof-Flohmarkt. Diese Idee aus dem Koordinationskreis für Flüchtlingshilfe bestand am Samstag den Praxistest mit Bravour. Ein beachtlicher Erfolg bei strömendem Regen, ungemütlicher Kälte und nahezu leeren Straßen. Im Hof des früheren Jeansladens an der Ecke Kaiserstraße/Friedhofstraße bot die Firma Edinger frische Weihnachtsbäume und Zweigbündel zum Verkauf an, in den Innenräumen fand ein gut sortierter Hof-Flohmarkt mit weihnachtlicher Dekoration, Büchern, Spielzeug und anderen nützlichen Sachen statt. Immer dienstags und samstags bis Weihnachten öffnet sich das Hoftor zum Weihnachtsbaumverkauf. Im nächsten Raum war ein verführerisches Kuchenbüffet aufgebaut und mehrere Profikaffeemaschinen sorgten für ständigen Nachschub des begehrten Heißgetränks. Helfer und Flüchtlinge hatten die Aktion organisiert und standen als Gesprächspartner zur Verfügung. Das Besondere an dieser Aktion waren nicht die köstlichen Kuchen selbst, sondern die Gespräche zwischen den Kuchenessern und Kaffeetrinkern mit den anwesenden Flüchtlingen und Helfern – nach dem Motto „kostenlos genießen und ins Gespräch kommen“. Die Aktion zog weniger die zufällige Laufkundschaft an, als vielmehr Besucher, die gezielt und informiert kamen. Auch manche neue Helfer kamen hier erstmals mit Flüchtlingen ins Gespräch. Den Erlös des Aktionstags erhält die Flüchtlingshilfe.

    Kurt Stass freute sich, denn jede Spende zählt. Beim Verkauf von selbst eingekochtem Apfelmus aus naturbelassenen Äpfeln hatten Christine François und Zainab Altaraf 54,40 Euro eingenommen. Foto: Hannelore Nowacki


    Kurt Stass, Vorsitzender des Koordinierungskreises Flüchtlingshilfe Lampertheim, freute sich über eine weitere Spende. „Die kommt in den großen Topf“, verkündete er und betonte, dass mit dem Geld aus dem Spendenfonds Projekte, vorrangig Sprachkurse für Flüchtlinge, finanziert werden, eine Förderung von Einzelpersonen gebe es nicht. Genau 54,40 Euro hatten  Christine François und Zainab Altaraf beim Verkauf von Apfelmus auf dem Schillerplatz in den Herbstferien eingenommen. Die junge Frau aus dem Irak backt auch gerne, deshalb hatte sie einen Kuchen mit Schokolade nach einem Rezept aus ihrer Heimat für das Kuchenbüffet mitgebracht. Die bei einem Ausflug in der Gruppe gesammelten Äpfel hatten sie gemeinsam mit Rita Lüling und Frauen aus Syrien, Irak und Sri Lanka in der Küche der Evangelischen Freikirchlichen Gemeinde eingekocht. Zurzeit sind in Lampertheim 236 Flüchtlinge untergebracht, berichtete  Kurt Stass. Etwa 18 Flüchtlinge waren an diesem Regentag beim „Spatzennest“ der Lebenshilfe tätig, um die Außenanlagen der Kindertagesstätte winterfest zu machen. Auch sie waren danach zu Gesprächen bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Hannelore Nowacki

     

     

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