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  • Mi., 09. Mai 2018, 15:31 Uhr
    Biedensand Bäder öffnen am 15. Mai / Absolutes Fütterungsverbot für ungebetene Gäste

    Kanada- und Nilgänse stellen Ärgernis dar

    Kanadagänse tauchen wie die Nilgänse immer wieder in den Biedensand Bädern auf – ein Ärgernis, das aber nicht zu vermeiden ist. Foto: pixabay.com

    LAMPERTHEIM – Es ist soweit: Am Dienstag, 15. Mai, öffnet das Freibad der Biedensand Bäder seine Pforten und alle Schwimmbegeisterten können das vielfältige Angebot des Badesees, des Kinderbeckens, des Nichtschwimmerbeckens und der Liegewiesen genießen. Das Schwimmerbecken wird allerdings erst ab dem 1. Juni zur Verfügung stehen, bis dahin bleibt das Hallenbad zusätzlich geöffnet.
    In diesem Zusammenhang möchte der Geschäftsführer der Biedensand Bäder, Jens Klingler, auf eine besondere Situation hinweisen: Denn immer wieder nutzen Kanada- und Nilgänse den Badesee sowie die angrenzenden Wiesen und die Seebühne, um sich dort niederzulassen. „Wir haben einen Natursee und die Gänse sind ein Stück Natur, mit dem wir leben müssen, auch wenn es uns nicht gefällt”, erläuterte Jens Klingler am Mittwoch – besonders mit Blick auf den Kot, den die Gänse hinterlassen. „Dieser ist jedoch nicht gesundheitsgefährdend, auch wenn die Menge teilweise ein hygienisch-optisches Problem darstellt. Wir sammeln den Kot aber regelmäßig ein und reinigen die Seebühne.” Hierfür wurde extra ein Mini-Jobber eingestellt, der jeden Morgen vor der Öffnung der Bäder den Gänsekot aufliest.
    Für die Gänse gilt absolutes Fütterungsverbot – auch, wenn sie Küken dabei haben sollten, die sehr süß aussehen”, appelliert Jens Klingler an die Badegäste. Die Mitarbeiter der Bäder haben alles versucht, um die Gänse zu vertreiben, mit mäßigem Erfolg – nach wenigen Tagen sind sie wieder da. „Wir versuchen die Gänse zu verscheuchen, sei es mit einem Flugdrachen oder Tonbändern, die Gefahrensituationen für Junggänse simulieren”, ergänzte Jens Klingler. „Doch die Tiere sind nicht dumm und mittlerweile auch an Menschen gewohnt, da sie seit Jahren hier ansässig sind.” Eines sei aber klar: „Die Anwesenheit der Gänse hat keinen Einfluss auf die Wasserqualität. Seit zehn Jahren haben wir nachgewiesene ausgezeichnete Qualität, und in diesem Jahr sieben Meter Sichttiefe. Auch Keime sind kein Problem, wie regelmäßige unabhängige Tests belegen.”
    Das Töten der Gänse ist keine Alternative, „wir wollen sie nur vergrämen”, betont Jens Klingler. Seit drei Jahren dürfen im Kreis Bergstraße Gänse zwar gezielt geschossen werden – allerdings nicht im Bereich des Naturschutzgebietes und der Bäder, sondern nur auf landwirtschaftlichen Flächen. Und der Einsatz von Greifvögeln, der möglich wäre, wurde von Seiten des Kreises nicht gestattet. „Wir werden weiter alles dafür tun, die Gänse vom Badesee fern zu halten, damit unsere Badegäste ein ungetrübtes Badevergnügen genießen können”, verspricht Jens Klingler. Denn auch in diesem Jahr sind die Biedensand Bäder mehr als nur einen Besuch wert. Benjamin Kloos

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