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  • Do., 19. September 2024, 08:30 Uhr
    FDP: Werner Kruck einstimmig als Bürgermeister-Kandidat der Liberalen in Bürstadt gekürt

    Kandidat mit vielen Talenten und Abschlüssen

    Der FDP-Ortsverbandsvorsitzende Burkhard Vetter sieht die Kandidatur von Werner Kruck (rechts) für das Bürgermeisteramt als freudiges Ereignis.
    Foto: Hannelore Nowacki

    BÜRSTADT – Der 64-jährige Werner Kruck weiß die Mitglieder des FDP-Ortsverbandes und dessen Vorsitzenden Burkhard Vetter als Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 9. März 2025 sicher hinter sich. In offener Abstimmung mit Handaufheben wählten die sechs anwesenden Mitglieder Kruck am Montagabend einstimmig zum Bürgermeister-Kandidat,  nicht Anwesende hatten sogar zuvor ihre Zustimmung schriftlich gegeben. Als freudiges Ereignis sieht Vetter die Kandidatur von Kruck in einer Zeit voller ernüchternder Entwicklungen und Unzufriedenheit insbesondere dank der hausgemachten Probleme in Berlin. Kruck stellte sich als Macher vor, der mit interessierten Bürgern am liebsten per E-Mail Kontakt aufnehmen möchte. Online will er Fragen von Bürgern und seine Antworten veröffentlichen, sofern die Fragesteller damit einverstanden sind. Für die Familienpartei hatte Kruck im Jahr 2008 für den Landtag und 2005 für den Bundestag kandidiert. Plakate mit seinem Gesicht will er nicht in der Stadt sehen. Plakaten fehle es an Inhalt, er empfinde sie fast als Belästigung. Einen klassischen Wahlkampf wolle er ohnehin nicht führen, auch nicht bei von Klingel zu Klingel gehen. Sollte ein Diskussionsforum mit den anderen Kandidaten stattfinden, werde er jedoch daran teilnehmen. Was seinen Lebenslauf und Programm für Bürstadt angeht, verweist er auf seine Webseite, die zahlreiche Ausbildungen und berufliche Stationen aufweist. Nach seiner Ausbildung zum Werkzeugmacher in Nagold kam die Ausbildung zum Augenoptiker in Regensburg, dann das Studium der Sozialwissenschaften mit Diplom-Abschluss in Wuppertal. Das Studium der Wirtschaftswissenschaften schloss er ebenfalls mit Diplom ab, spezialisiert auf Finanzierung und Investition. Dem Grundstudium im Maschinenbau ohne Abschluss folgte die Promotion mit einem Stipendium der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung. Die Doktorarbeit zum Thema „Franz Oppenheimer – Vordenker der Sozialen Marktwirtschaft und Selbsthilfegesellschaft“ wurde 1997 veröffentlicht. Er habe schon damals in das liberale Spektrum gepasst, vor sechs Jahren wurde er FDP-Mitglied. Am Fachbereich Arbeitssoziologie der Fernuniversität Hagen war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrstuhlvertreter tätig, ebenfalls als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziale Gerontologie und Alternsmedizin der Universität Wuppertal. Ausbildungen und berufliche Tätigkeiten als Lehrer im IT-Bereich folgten. Seit 17 Jahren ist Kruck selbständiger Unternehmer mit Online-Handel von Marmor-Mosaiken und Diamant-Polierscheiben mit Sitz in Bobstadt. Ein Patent zur Wärme- und Kältenutzung des Grundwassers hat Kruck, ist außerdem Herausgeber der Webseiten Franz-Oppenheimer.de und Raed-Fares.de. Im FDP-Landesverband Hessen ist er Mitglied im „Landesfachausschuss Schule und Weiterbildung“. 

    Was Werner Kruck vorhat

    Vielseitig und multi-talentiert erscheint Kruck, sieht sich aber selbst als Jäger und Sammler, der in der Tiefe nicht perfekt ist. Zwar mache er sich seit seinem 15. Lebensjahr Gedanken über gesellschaftliche Zusammenhänge, habe jedoch nicht alle Talente eingesetzt. Gefragt, ob ihm schnell langweilig werde, stimmte Kruck zu. Im FDP-Ortsverband sieht man das durchaus positiv, er könne mit einem neuen Blick ins Amt kommen und die Bürger mitnehmen. Seit 2003 wohnt er in Bürstadt, die beiden Kinder sind erwachsen. Ein paar seiner Visionen erläuterte Kruck. Migranten sollten einen produktiven Beitrag leisten, ihre Talente müssten genutzt werden. Dem Fahrradfahren will er nach niederländischem Vorbild zum Durchbruch verhelfen. Als Energiequelle zum Heizen und Kühlen setzt er auf das Grundwasser „unter den Füßen“ entsprechend seinem Patent und wie er es bei sich im Haus schon lange umgesetzt habe. Sein Haus habe er gedämmt und eine Solaranlage auf dem Dach. Die Macht über die Energiewende soll durch eigene Energieautonomie zurückkommen. 

    Hannelore Nowacki

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