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  • Do., 11. April 2019, 12:48 Uhr
    Bürgermeister Störmer: „So weit waren wir noch nie“

    Kauft die Stadt Lampertheim den Altrhein?

    Der Lampertheimer Altrhein – Lebensader für den Wassersport, zur Naherholung und Natur. Archivfoto: Hannelore Nowacki


     

    LAMPERTHEIM – Der Altrhein wird verlanden, wenn nicht bald entschlammt wird. Die Lösung wäre eine Entschlammung durch den Bund mit anschließendem Kauf des sanierten Altrheins durch die Stadt Lampertheim, verbunden mit der zukünftigen Verantwortung für dieses beliebte Naherholungsgebiet, Naturparadies und für den Wassersport unverzichtbare Gewässer. Gespräche über die Rahmenbedingungen finden schon nächste Woche in Bonn statt, wie Bürgermeister Gottfried Störmer im Rahmen eines Magistratspressegesprächs am Mittwoch mitteilte. Beteiligt sind Bund, Land, das Regierungspräsidium Darmstadt, Wasserrechtler und Naturschützer. Die Kosten für die Stadt Lampertheim wünscht sich Störmer „im überschaubaren“ Bereich, geht aber von einem zweistelligen Millionenbetrag aus, über den die Stadtverordnetenversammlung zu entscheiden hätte. Die Stadt Lampertheim würde den Altrhein als Eigentum zwischen Kilometer 2,6 und Kilometer 4,75 übernehmen - zwischen dem Ende der wirtschaftlich genutzten Wasserstraße und dem sogenannten Bau an der Brücke zum Biedensand. Bisher eine verfahrene Situation, doch nun blickt Störmer zuversichtlicher denn je in die Zukunft des Altrheins, der als Bundeswasserstraße gilt und dem Bund gehört: „Ich glaube, soweit waren wir noch nie“. Was ist passiert? Nachdem die ALA, die Arbeitsgruppe Lampertheimer Altrhein, den Kontakt zur hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann vermittelt hatte und dann der Ministerialdirektor im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Reinhard Klingen ins Boot geholt wurde, habe er sein Anliegen vorbringen können. Ein gutes Zeichen für einen gemeinsamen Weg, meint Störmer. Störmer wies auf die bereits Jahre andauernden Bemühungen hin, angefangen von der Altrhein-Initiative über die Wassersportvereine, die auf dem Altrhein ihre zahlreichen Meister erfolgreich trainieren, und die ALA bis hin zur Einrichtung des Projektbeirates durch die Stadtverordnetenversammlung. „Die Lampertheimer möchten gerne Wasser im Altrhein haben, keine Verlandung“, ein Ziel, das alle verbinde. Ministerialdirigent Klingen habe sich vier Mal selbst vom Lampertheimer Altrhein einen Eindruck verschafft. Auch die hessische Justizministerin habe sich vor Ort informiert und als Wassersportlerin sei sie mit dem Thema vertraut. Klingen verstehe, dass es für eine Stadt wie Lampertheim um die kommunale Entwicklung und nicht nur um Wirtschaftlichkeitsberechnungen gehen könne. Letztlich entscheide das Regierungspräsidium als Genehmigungsbehörde. Bürgermeister Störmer wies auf den Aktionstag „Lebendiger Altrhein“ am 16. Juni hin, der von mehreren Vereinen, Organisationen und Initiativen veranstaltet wird. Hannelore Nowacki

     

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