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Do., 12. Dezember 2019, 09:29 Uhr
Mannschaft übersteht im dritten Anlauf die erste Runde des DFB-Pokals im Kegeln
KC Rollendes Glück schafft die Sensation im DCU-Pokal
LAMPERTHEIM - Am vergangenen Samstag stand die zweite Runde des DCU-Pokals an. Nachdem die Lampertheimer Mannschaft im dritten Anlauf zum ersten Mal die erste Runde des DFB-Pokals im Kegeln überstand, wollten die Kegler alles daran legen nochmals eine Runde weiter zu kommen. Es treten immer vier Mannschaften gegeneinander an, um zwei zu ermitteln, die weiterkommen. Heimrecht hat der Club, der in der niedrigsten Klasse spielt. Es wird mit Vierer-Mannschaften gespielt über 100 Kugeln und es geht immer jeweils ein Spieler pro Mannschaft auf die Bahn. Die Gegner in dieser Runde waren TV Dreieichenhain aus der zweiten Bundesliga Mitte, TSG Heilbronn aus der zweite Bundesliga Süd und KSC 1956 Pirmasens aus der Regionalliga Pfalz.
Den Anfang machte auf Seiten der „Roller“ Benjamin Kohl. Er zeigte in die Vollen eine klasse Leistung und auch im Räumen hielt er gut dagegen. Am Ende standen für ihn hervorragende 480 Kegel auf der Anzeige. Damit lag man auf dem zweiten Platz knapp vor Dreieichenhain. Weiter ging es mit Thomas Zeig. Im ersten Durchgang hatte er einige Probleme in sein Spiel zu finden. Auch in der zweiten Hälfte sah es lange Zeit nicht gut aus, ehe er mit den letzten zehn Wurf eine regelrechte Neuner Serie abfeuerte. Dadurch erreichte er noch kaum für möglich gehaltene 458 Kegel. Die „Roller“ fielen zwar hinter Dreieichenhain zurück auf Platz 3 aber der Rückstand hielt sich in Grenzen. Zur Halbzeit lag Heilbronn mit 972 in Führung dicht gefolgt von Dreieichenhain mit 970 Kegel. Auf Platz 3 lagen die „Roller“ mit 938 Kegel und das Schlusslicht war Pirmasens mit 872 Kegel. Der dritte Akteur der „Roller“ war Dennis Büchler. Dieser legte los wie die Feuerwehr und knallte im ersten Durchgang unglaubliche 181 Kegel in die Vollen aufs Parkett um den Durchgang mit sagenhaften 268 Kegel zu beenden. Im zweiten Durchgang ließ er es etwas ruhiger angehen und scheiterte mit 492 Kegel nur knapp an der 500er Marke. Mit diesem Ergebnis lag man zwar immer noch auf dem dritten Platz aber nur noch einen Kegel hinter dem zweiten Dreieichenhain. Die Sensation war zum greifen nahe. Als Schlussspieler griff nun Thomas Büchler ins Geschehen ein. Es entwickelte sich ein an Spannung nicht zu überbietendes Finale. Heilbronn hatte sich einen Vorsprung erarbeitet, der ihnen Platz 1 sichern sollte. Also ging es noch um den zweiten Platz zwischen den „Rollern“ und Dreieichenhain. Im ersten Durchgang landeten beide Spieler beim gleichen Ergebnis. In der zweiten Hälfte entwickelte sich das Duell zu einem hochdramatischen Finale. Die Spannung war bei allen Beteiligten zu spüren. Nach den Vollen hatte Dreieichenhain den Vorsprung auf 15 Kegel vergrößern können. Nun musste das Abräumen entscheiden und dort zeigte Thomas Büchler warum er der geborene Schlussspieler ist. In ruhiger Manier spielte er Wurf für Wurf runter und setzte in den entscheidenden Momenten die Big Points. Am Ende räumte er tatsächlich zwei Neuner mehr ab als der Spieler von Dreieichenhain und machte somit die Pokalsensation perfekt. Der Endstand in dieser Gruppe: 1. Platz TSG Heilbronn 1926 Kegel, 2. Platz KC Rollendes Glück Lampertheim 1903 Kegel, 3. Platz TV Dreieichenhain 1888 Kegel und 4. Platz KSC 1956 Pirmasens 1753 Kegel. Mit diesem 2. Platz hatten die Roller nicht nur eine Mannschaft aus der 2. Bundesliga hinter sich gelassen, sondern auch für das Viertelfinale im DCU-Pokal qualifiziert. Ein unglaublicher Erfolg für den ganzen Club, auf den die Mannschaft mächtig stolz sein kann. Was für den DFB Pokal im Fußball gilt, das zählt auch für den DCU Pokal im Kegeln „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“. Jetzt freuen sich die Lampertheimer auf die Auslosung der dritten Runde, welche Mannschaften diesmal in Lampertheim gastieren dürfen, denn eins steht bereits fest: Als niedrigste Mannschaft hat man wieder Heimrecht. zg