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  • Mo., 30. Oktober 2017, 10:31 Uhr
    Lampertheim entführt im Spitzenspiel die Punkte aus Hemsbach

    Kegelkrimi endet glücklich zugunsten der Spargelstädter

    Patrik Strech hatte mit 990 Holz einen wesentlichen Anteil am knappen Sieg in Hemsbach. Foto: oh


     

    LAMPERTHEIM - Am achten Spieltag der zweiten Kegelbundesliga Mitte hielt das Spitzenspiel 25 Viernheim/Hemsbach gegen SG Lampertheim das, was es im Vorfeld versprach. Das auf Freitagabend vorgezogene Spiel erfreute circa 150 Zuschauer mit hochklassigem und spannendem Kegelsport bis zur letzten Kugel. Dass diese Begegnung für die Lampertheimer eine schwere Aufgabe darstellen würde, war für die Verantwortlichen abzusehen. Aufgrund des Zusammenschlusses der beiden letztjährigen Zweitligisten 25 Viernheim und Bahnfrei Hemsbach, kann die neue Spielgemeinschaft personell aus dem Vollen schöpfen und gilt als eine der Spitzenmannschaften der Liga, die mit den Spargelstädtern um die vorderen Plätze der Liga kämpfen werden. In dem über sechs Bahnen laufenden Spiel gingen die Gäste aus Lampertheim mit Bernd und Kevin Günderoth und Holger Thiemig auf die Bahnen. Thiemig legte mit 253 Holz gleich mächtig los. Bernd Günderoth eröffnete sein Spiel mit ordentlichen 231 Holz. Kevin Günderoth hingegen erwischte mit seinen 216 Zählern keinen guten Start. Dennoch machten die Lampertheimer sechs Holz gut, da auch die Gastgeber zunächst nur mit Lehnhardt und Flaschka überzeugen konnten. Kevin Günderoth fand dann aber mit einer beachtlichen zweiten Bahn und starken 276 Holz wieder in die Spur und wurde von Holger Thiemig und Bernd Günderoth unterstützt. Da der Viernheimer Ralf Kraus nicht in sein Spiel fand, wuchs der Vorsprung auf 59 Zähler an. Im dritten Durchgang hielten Thiemig und Bernd Günderoth ihr Niveau und mit ihren Gegenspielern mit. Kevin Günderoth musste aber mit seinem Durchgang gegen den bis dahin stärksten Kegler der Gastgeber, Alexander Flaschka 39 Zähler abgeben. Auf der letzten Bahn steigerte Holger Thiemig sein Endergebnis auf gute 988 Holz und nahm dem am Ende immer stärker werdenden Ralf Kraus insgesamt 42 Zähler ab. Kevin Günderoth überzeugte bei seinen letzten 50 Wurf und schloss an einem wechselhaften Tag mit 967 Holz ab. Der bis dahin beste Hemsbacher Alexander Flaschka nahm ihm dennoch 25 Punkte ab. Bernd Günderoth beendete sein Spiel mit guten 935 Holz, musste aber gegen Günter Lehnhardt ebenfalls 20 Punkte abgeben. Somit hatten die Lampertheimer zur Hälfte der Begegnung einen Rückstand von drei Zählern. Niklas Schulz, Ralf Schmitt und Patrik Strech eröffneten für die Spargelstädter die zweite Hälfte der Begegnung mit starken Ergebnissen. Gegen die Hausherren machten sie hier 22 Zähler gut und lagen wieder in Front. Auf der zweiten Bahn erspielte die Hausherren mit Ernst Engel das stärkste Ergebnis. In dieser Phase war es wichtig, dass Patrik Strech dagegenhalten konnte und durch Schulz und Schmitt unterstützt wurde. Dennoch war der Vorsprung wieder auf vier Zähler geschmolzen. Im dritten Durchgang steigerten sich Strech, Schulz und Schmitt und bauten den Vorsprung wieder auf 58 Holz aus. "Das wars" dachten die meisten Zuschauer, doch was dann kam, glich einem Krimi: Die Hausherren erwischten mit Ernst Engel und vor allem Lars Bohrmann zwei Traumbahnen und setzten die Lampertheimer gehörig unter Druck. Kegel um Kegel knabberten die Hausherren vom Vorsprung ab und so mussten die letzten drei Wurf entscheiden. Nachdem weder Patrik Strech noch Niklas Schulz mit ihrem vorletzten Wurf in die Vollen, jeder hatte noch einen Kegel stehen, kamen und die Gastgeber bei einem Rückstand von vier Holz den letzten Wurf in die Vollen hatte schien die Partie für die Lampertheimer verloren zu sein. Engel spielte eine allerdings nur eine Fünf und so holten die Lampertheimer mit ihren letzten beiden Würfen den entscheidenden Vorsprung von einem Holz. Patrik Strech, mit 990 Holz stärkster Lampertheimer, Niklas Schulz mit 976 und Ralf Schmitt mit 962, mussten an diesem Tag beim 5817:5818 sicher an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit- und Nervenstärke gehen und waren an diesem Tag die Glücklicheren in einer hochklassigen und mitreisenden Partie. Der Spieltag war für die Lampertheimer doppelt erfolgreich, denn die direkten Verfolger Hainstetten und Grünstadt ließen bei ihren Niederlagen wichtige Zähler liegen. Am kommenden Wochenende ruht die Kugel bei den Keglern. In 14 Tagen empfangen die Lampertheimer Kegler die Verfolger aus Hainhausen zu einer sicherlich wieder spannenden und hochklassigen Partie in der Biedensandhalle. zg

     

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