Fr., 30. Oktober 2015, 11:03 Uhr
Flüchtlinge bereits in Unterkunft zurückgekehrt/ Koordinationskreis Flüchtlinge hat Arbeit dort wieder aufgenommen
„Keine Anhaltspunkte für fremdenfeindlichen Hintergrund“
LAMPERTHEIM – Wie bereits in unserer letzten Ausgabe berichtet, ist am Sonntagabend in Büroräumen in der Gaußstraße ein Feuer ausgebrochen, welches sogar den Hessischen Innenminister Peter Beuth auf den Plan gerufen hat. Unbekannte hatten sich gewaltsam Zutritt verschafft, in den Büroräumen gewütet und an mehreren Stellen Inventar in Brand gesteckt. Der Brand konnte von der sofort alamierten Feuerwehr zügig unter Kontrolle gebracht werden. In dem Gebäude waren 49 Flüchtlinge untergebracht, die kurzfristig in eine andere Unterkunft verbracht wurden, aber mittlerweile in die Gaußstraße zurückkehren konnten. Nach wie vor laufen die Ermittlungen, ein fremdenfeindlicher Hintergrund wird ausgeschlossen. „Dafür gibt es keine Anhaltspunkte“, betonte Kurt Stass vom Koordinationskreis Flüchtlinge, der seine Arbeit mit 14 ehrenamtlichen Helfern in der Unterkunft Gaußstraße auch bereits wieder aufgenommen hat. „Wäre das Ganze eine Straße hinten dran passiert, dann wäre die Polizei gekommen und fertig“, meinte Stass, sieht das „gute“ Bild in Lampertheim durch die Geschehnisse zurückgeworfen, schaut aber nach vorne: „Wir haben hier im Kreis ein enormes ehrenamtliche Engagement, da hat Fremdenhass keine Chance und einen schlechten Stand“, ist sich Stass sicher. red