So., 08. März 2015, 19:49 Uhr
FDP-Landratskandidatin Dr. Birgit Reinemund: Landesregierung und Abgeordnete der Region lassen Lampertheim im Regen stehen
Keine rosigen Aussichten für Ausbau der B 47?
LAMPERTHEIM/ROSENGARTEN - Vor kurzem besuchte die Landratskandidatin Dr. Birgit Reinemund mit Jörg-Uwe Hahn, Landtagsabgeordneter und Staatsminister a.D. der FDP und Helmut Hummel, FDP Lampertheim Lampertheim, um vor Ort mit ansässigen Unternehmen über die Ausbaggerung des Altrheins im Hafen 2 zu diskutieren. Denn aufgrund der nicht ausreichende Fahrtiefe im Hafen 2 in Lampertheim müssen anliefernde Schiffe häufig bereits in Worms geleichtert, das heißt auf LKW umgeladen werden. „ Jede Vertiefung der Fahrrinne würde die Belastung der Bundestrasse B47 und der L3110 durch den Schwerlastverkehr spürbar verringern. Der Bund sieht allerdings leider keine Notwendigkeit, hier Geld in die Hand zu nehmen. Umso dringender bleibt der Ausbau der B47“, bekräftigt Reinemund. Schon lange wird Lampertheim und die Region von der Landesregierung hingehalten . Die Planfeststellung war für 2014 angekündigt.
Im Nachgang zur Diskussion mit Reinemund und FDP-Vertretern in Lampertheim, kam das Thema Ortsumfahrung B 47 Lampertheim-Rosengarten jetzt im Landtag im Rahmen einer Mündlichen Frage auf. Aufschlussreich die Reaktion des zuständige Verkehrsminister Tarek Al-Wazir: er stellte die Planfeststellung für 2015 in Aussicht. Allerdings schränkte er sofort ein, dass nach seiner Auffassung der Bau der dann planfestgestellten Ortsumfahrung Rosengarten der B 47 noch in ferner, ferner, ferner Zukunft liege, da der Bund kein Geld dafür bereitstelle und es auch andere wichtiger Projekte in Hessen gäbe. Eigentlich machte er überhaupt keine Hoffnung, dass noch in diesem Jahrzehnt die entsprechenden Zahlungen erfolgen.
„Diese Aussagen lassen wenig Engagement für das Projekt B47 spüren. Sieht so die viel beschworene tatkräftige Unterstützung des grünen Verkehrsministers für die Region aus? Wo bleibt der Aufschrei all unserer Landtags- und Bundestagsabgeordneten im Kreis Bergstraße? Damit sind sich wohl alle Beteuerungen von SPD und CDU, dass sie hart an diesem Thema arbeiten, vom Tisch. Gemeinsam für die Region ist Verpflichtung, nicht Textbaustein für Sonntagsreden“, ärgert sich Reinemund. zg