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  • Mi., 17. Juni 2020, 19:30 Uhr
    Keiner weiß, wann es weitergeht

    Keiner weiß, wann es weitergeht

    Gerhard Keim, stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender, und Bernhard Appelt vom Wirtschaftsausschuss (v.l.) vor dem geschlossenen Ausschank. Wann im Canisiushaus wieder Veranstaltungen stattfinden, kann derzeit niemand sagen. Foto: Petra Gahabka


    HOFHEIM –  Seit den Fastnachtssitzungen Mitte Februar liegt das Canisiushaus im Dornröschenschlaf. Erst war es wegen Umbauarbeiten kurzzeitig geschlossen, dann kam Corona. Wann dort wieder Veranstaltungen, Feiern, Treffen oder Proben stattfinden, ist ungewiss. 

    In der Pfarrgasse präsentiert sich die neugestaltete Außenfassade im schmucken Grau mit dem dunkelroten Schrifttzug „Canisiushaus“. „Wir sind stolz, das Haus in einem hervorragenden Zustand zu haben, optisch wie technisch“, sagen Bernhard Appelt, Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses, und der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende Gerhard Keim bei einem Rundgang. Nach dem Umbau 1978 sei eine Erneuerung der über 40 Jahre alten Installation nötig gewesen. Peu à peu erhielten Saal, Treppenhaus, Ausschank und der Raum im Keller, in dem nun das Drop-in des Katholischen Familienzentrums St. Michael untergebracht ist, eine Auffrischung. Auch für Barrierefreiheit ist gesorgt, die Toiletten sind saniert. Das Herren-WC war gerade fertig, als der Lockdown verhängt wurde. Feiern wie Geburtstage und Taufen, für die der Saal gerne gemietet wird, mussten abgesagt werden. „Keine Veranstaltung heißt keine Einnahmen“, merkt Appelt an. 

    Das Canisiushaus muss sich seit 2014 selbst tragen. Finanziert wurden die Umbaumaßnahmen durch den Förderverein St. Michael, der auch für die Balthasar-Neumann-Kirche und das Pfarrhaus zuständig ist, sowie die erwirtschafteten Gelder des Wirtschaftsausschusses - sieben Ehrenamtliche, die bei Festlichkeiten die Bewirtung übernehmen, bei großen Events kommen noch einige Helfer dazu. Darüber hinaus hätten großzügige Spenden die Renovierung vorangetrieben, betonen die Verantwortlichen, ein besonderer Dank gelte den Canisiushaus-Fastnachtern, dem Katholischen Kirchenchor und Gesangverein „Cäcilia“, den Howwemer Kerbeborsch und –mädels sowie den beiden ortsansässigen Banken. 

    Alle Großveranstaltungen bis Ende Oktober sind abgesagt, davon ist auch das Pfarrfamilienfest betroffen, das sonst im und rund ums Canisiushaus stattfindet, teilt Keim mit. Wie es nun weitergehe wisse keiner, hinter allem stehe ein Fragezeichen, „weil die strengen Corona-Auflagen nicht eingehalten werden können“, die Räume unter diesen Voraussetzungen unbenutzbar. Darüber hinaus gehe es auch um den Eigenschutz, da zahlreiche Ehrenamtliche zur Risikogruppe gehörten. Neben privaten Feiern fallen seit März auch Aktivitäten wie Singstunden, Tanztraining, Messdienerproben, Seniorennachmittage, Sitzungen und das Drop-in flach. Das Lampertheimer Unternehmer Barbecue wurde ins nächste Jahr verschoben. Fehlende Einnahmen, weiterlaufende Nebenkosten, das ist keine schöne Situation. „Im Moment ist unser Speckgürtel so, dass wir es auf diesem niederen Niveau aushalten, aber auch das ist begrenzt“, bringt es Appelt auf den Punkt. Petra Gahabka

     

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