LAMPERTHEIM - Effizienter, übersichtlicher und neu strukturiert - so präsentiert sich der neue Dezernatsverteilungsplan der Stadtverwaltung Lampertheim, der am 1. Juli in Kraft getreten ist. Dabei gab es in nahezu allen Fachbereichen Änderungen.
Auffälligste Neuerung: Der Erste Stadtrat Jens Klingler bekommt zu seinem bisherigen Aufgabengebiet Finanzen und der Geschäftsführung der städtischen Gesellschaften mit dem Fachbereich 50 Familie und Soziales und dem Fachbereich 65 Immobilienmanagement weitere Bereiche hinzu.
„Bisher wurden an mehreren Stellen teilweise die gleichen Aufgaben erledigt - diese wurden nun zusammengeführt", erläutere Bürgermeister Gottfried Störmer in einem Pressegespräch. So wurde beispielsweise im Fachbereich 50 Familien und Soziales die Aufgabengebiete Kinder, Familie und Senioren durch den Punkt „Soziale Sicherung" ergänzt. Und der Fachbereich 40 beschäftigt sich jetzt neben der Bildung, der Kultur und dem Ehrenamt ausdrücklich auch mit der Jugendförderung. „Dieser Bereich ist für unsere Stadt sehr wichtig und es war uns ein Anliegen, dies durch die Aufnahme als eigenen Bereich zu verdeutlichen", so Störmer.
Im Lampertheimer Stadthaus wird dank des neuen Dezernatsverteilungsplans jetzt noch effektiver zum Wohl der Bürger gearbeitet. Archivfoto: Steffen Heumann
Im Fachbereich 60 Bauen und Umwelt gibt es im neuen Plan vier statt wie bisher fünf Fachdienste. Neben der Stadtentwässerung, dem Tiefbau und der Stadtplanung ist dies der Bereich Umwelt. „Hier haben wir alle Mitarbeiter zusammengefasst, die vom Ansatz her mit Umweltfragen zu tun haben", erläuterte Störmer. „Angefangen von der Landwirtschaft über Biotope, die Grabensysteme sowie dem Bodenschutz und -recht bis zum Wald."
Von der Neuverteilung der Dezernate unberührt bleibt das Stadtmarketing. Dieses möchte Bürgermeister Störmer zur Chefsache machen. „Eine unserer nächsten Aufgaben in diesem Bereich ist es, ein Bild von Lampertheim zu bekommen und eine Marke Lampertheim zu entwickeln", so Störmer.
„Die Dezernatsverteilung ist keineswegs in Stein gemeißelt", betonte Bürgermeister Störmer. Vielmehr sehen „wir uns als lernende Organisation". Daher wird die Stadtverwaltung im kommenden halben Jahr den Blick nach innen richten - mit dem Ziel, einen Geschäftsverteilungsplan zu erstellen und parallel dazu zu erkennen, ob die Personalressourcen richtig eingeteilt sind. „Es wird aber auf keinen Fall Entlassungen geben, vielmehr möchten wir schauen, wo wir unsere Kapazitäten besser einsetzen können", stellte Störmer klar. Benjamin Kloos