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  • Mi., 09. Februar 2022, 11:36 Uhr
    MAGISTRATSPRESSEGESPRÄCH II: Anregungen für Traditionsfest erbeten / Entwicklung im Bereich der Kindertagesstätten

    Kerwe und Kinderbetreuung im Blickpunkt 

    Die Lambada Kerwe ist einer der Höhepunkte der Veranstaltungskalenders der Spargelstadt – unter Einbeziehung der Bürger soll diese nun noch attraktiver gestaltet werden. Archivfoto: Eva Wiegand


    LAMPERTHEIM – Die Kerwe ist in Lampertheim einer der Veranstaltungshöhepunkte jeden Jahres. Und auch wenn sie coronabedingt in den beiden vergangenen Jahren in abgespeckter Form stattgefunden hat, weckt sie doch immer wieder großer Vorfreude. Damit dies auch in Zukunft bei diesem traditionellen Höhepunkt des Jahres so bleibt und um diese zu verbessern und zu stärken, wurde eine Bürgerbeteiligung ins Leben gerufen, wie der Erste Stadtrat Marius Schmidt am Mittwoch im Rahmen eines Magistratspressegesprächs erläutertet. Über die Internetseite lampertheim-direkt.de/kerwe ist es möglich, Wünsche und Anregungen zu äußern, die dann in den weiteren Beteiligungsprozess einfließen werden. Ab dem 5. März soll die Diskussion mit den beteilgigten Vereinen und Schaustellern starten.

    „Alljährlich ruft uns unser größtes Fest im September auf die Römerstraße. Die Lampertheimer Kerwe gehört fest zum Veranstaltungskalender der Spargelstadt. Allen Schausteller*Innen, Vereinen und natürlich Gästen der vergangenen Jahre, die insbesondere trotz der Pandemie die Tradition am Leben erhalten konnten, unser herzliches Dankeschön. Wir wollen die aktuelle Zeit nutzen, uns Gedanken zu machen, wie wir die Kerwe noch attraktiver gestalten können. Wie können wir das Kerwedorf verschönern? Wie können wir mehr Aussteller*Innen und Vereine dazu motivieren, einen Stand zu betreiben? Wie werten wir den Künstler*Innen-Markt auf? Diese Fragen treiben uns als Stadtverwaltung an. Als Fest der Heimatgeschichte, der Brauchtumspflege, der Vereine und des Lampertheimer Lebensgefühls soll sie nach der Coronazeit wieder in großem Glanz erstrahlen. Dazu ist Ihre Meinung gefragt! Bitte nehmen Sie an dieser Onlinebefragung teil. Die Ergebnisse dienen uns dazu, die Überlegungen zur Verbesserung der Kerwe konkreter zu gestalten und ein ‚Fest nach Ihren Wünschen‘ auf die Beine zu stellen”, so Marius Schmidt in seiner Einladung zur Beteiligung.

    Großer Bedarf an Kita-Plätzen

    Nicht nur im Bereich der Kerwe tut sich aktuell etwas, sondern auch im Bereich der Kinderbetreuung. Hier werden in den kommenden Jahren zusätzliche Kita- und Krippenplätze benötigt. Marius Schmidt als zuständiger Dezernent informierte über den Sachstand der Planungen.

    „Kinder sind für Lampertheim außerordentlich wichtig, wir sind eine lebendige Stadt. Dies zeigt auch die Entwicklung der Geburtenzahlen. Das bedeutet aber auch, dass wir mehr Kitaplätze zur Verfügung stellen müssen”, so der Erste Stadtrat. Er verwies darauf, dass für den Kitaausbau aktuell viel Geld investiert wird — unter anderem für den Anbau der Kita Europaring zur Stärkung des Ganztagangebotes und der Schaffung einer Mensa, die Ende des Jahres starten werden. Auch der Umbau des Hortes in der Saarstraße zur Schaffung von 50 neuen Plätzen im Krippen- und Kitabereich nimmt weiter Formen an, wobei die Übernahme der Betreuung der Hortkinder gesichert ist.

    Zudem wurde in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungs- und Bauausschusses durch die einstimmte Entscheidung die Grundlage für eine neue Kindertagesstätte in der Siedlerstraße geschaffen. Die Trägerfrage soll in den nächsten Wochen entschieden werden, unter Beteiligung aller betroffenen Gremien. 

    Und auch die Waldkindertagesstätte soll ausgebaut und eine zweite Gruppe soll angeboten werden. „Wir haben eine Warteliste für die kommenden Jahre für den Fuchsbau, dies zeigt, dass moderne pädagogische Konzerte wie dieses ankommen. Wir wollen hier in einen entsprechenden Prozess gehen und diesen mit den Gremien abstimmen”, so Marius Schmidt. „Denn der Bedarfsplan 2021 weist alleine für die Kernstadt Defizit von 80 Kitaplätzen aus, die Krippenplätze nicht eingeschlossen. Daher ist es notwendig, infrastrukturelle Maßnahmen durchzuführen, denn wir wollen eine familienfreundliche Stadt sein.” Dazu gehört, dass auch in den Stadtteilen ausreichen Kitaplätze zur Verfügung stehen. Hier besteht derzeit in Hofheim Bedarf, es wird eine weitere Kitagruppe benötigt — hier soll im Rahmen der Überlegungen rund um die alte Schule die Möglichkeit einer Gruppe realisiert werden. Benjamin Kloos

     

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