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  • Di., 12. November 2019, 07:57 Uhr
    Stadtbücherei zeigt Grundschülern die Grundlagen der Programmierung auf

    Kids programmieren ihre Welt

    Bei den jungen Teilnehmern des Projektes  „Kids programmieren ihre Welt“ herrschte große Freude angesichts der erfolgreichen Programmierung der „Beebots”. Foto: Nadine Schütz


    LAMPERTHEIM – Auf dem Tisch liegt eine in Raster unterteilte Landschafts-Karte. Darauf fährt eine etwa 15 Zentimeter große Halbkugel in Bienen-Optik mit verschiedenen Knöpfen auf der Oberseite. Drumherum brechen fünf Grundschüler in Jubel aus, als der kleine Roboter im richtigen Feld stehen bleibt. Denn jetzt wissen sie: Sie haben „Beebot“ korrekt programmiert.

    Es war der zweite Montag der Projektreihe „Kids programmieren ihre Welt“. Nachdem den 15 Teilnehmern in der Woche zuvor das Grundwissen über die Programmierung anhand des Buches „Hello Ruby“ aufgezeigt wurde und mit den Befehlen „und“, „oder“ und „nicht“ experimentiert wurde, durften sich die Kinder nun an einem echten Roboter versuchen. Mit den Befehlen „vor“, „zurück“, „rechts“ und „links“, lässt sich der Weg programmieren, den der kleine Roboter zurücklegen soll. Das betätigen des Start-Knopfes verrät, ob man alles korrekt durchdacht hat. Mit „Beebot“ lässt sich aber nicht nur die Landschaft auf der Karte erkunden. Auch für eine außergewöhnliche Memory-Partie ist die programmierbare Biene zu haben. Und mit ein bisschen Übung lässt sich „Beebot“ auch ganz ohne Raster auf dem Boden durch den Parcours aus Bücherregalen lenken.

    Diese Veranstaltungsreihe, die auf einer Einheit von vier Terminen basiert, war bereits im vergangenen Jahr Teil der Bildungsveranstaltungen in der Stadtbücherei. Sie wurde vom Deutschen Bibliotheksverband und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung in der Projektreihe „Total Digital! Lesen und erzählen mit digitalen Medien“ mit einer Fördersumme von 2.600 € unterstützt. Dieses Kooperationsprojekt mit der Schillerschule und der Tagesgruppe Orbishöhe möchte vor allem Kinder ansprechen, die einen erschwerten Zugang zu Bildung haben.

    Programmierung gehöre immer früher zum Grundwissen von Kindern, weiß Barbara Burkard, Leiterin der Stadtbücherei Lampertheim, und verweist auf deren alltäglichen Umgang mit Smartphones und Tablets. „Alles, was in Bildung investiert wird, hat eine Nachhaltigkeit für die Zukunft“, gibt Burkard zu bedenken. Die Bücherei sei dafür genau der richtige Ort, denn hier werde nicht nur fertiges Wissen mit nach Hause genommen, hier sei auch ein Ort an dem man ausprobieren kann.

    In den kommenden beiden Wochen dürfen sich die Schüler dann an den Charakteren für ihr Computer-Spiel ausprobieren. Figuren aus ihren Lieblingsbüchern werden auf digitale Weise zum Leben erweckt und in eine selbst programmierte Spielwelt integriert, sodass die jungen Programmierer bald stolz auf ein eigenes Jump ’n’ Run-Spiel als Ergebnis blicken können. Dieses wird den Eltern beim Abschlussfest am 25. November nicht nur in einer Präsentation vorgestellt, sondern sicherlich auch tatkräftig bespielt werden. Nadine Schütz

     

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