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  • Mo., 11. August 2014, 23:28 Uhr
    Freiwillige Feuerwehr Bürstadt Mitte – viele Attraktionen am Tag der offenen Tür

    Kinder, Kinder – war das toll

    Die Flammen züngeln auf dem Dach des Brandhauses. Mit Unterstützung der Jugendfeuerwehr sind sie bald gelöscht. Das machte den Kindern Spaß. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Ganz schön warm war es am Sonntag. Doch nicht nur zum Durstlöschen war ein Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Bürstadt Mitte am Sonntag angesagt. Beim Tag der offenen Tür gab es in gewohnter Qualität alles, was die Besucher zum Mittagessen und Abendessen glücklich macht. Die Kuchentheke wurde zur besten Kaffeezeit endgültig leergeräumt. Ein buntes Programm mit zahlreichen Attraktionen für Kinder machte aus dem Tag der offenen Tür ein Fest für Kinder – auf unterhaltsame Weise lehrreich und informativ. Rund ehrenamtliche 60 Helferinnen und Helfer waren zum Wohle der Besucher tätig, unter ihnen auch Wehrführer Burkhard Jakob. Stadtbrandinspektor Uwe Schwara lobte das gelungene Programm: „Die Kinder sind im Mittelpunkt“. Auch das Wetter sei optimal. Kinder- und Jugendfeuerwehr wie auch der Musikzug freuen sich auf neue Mitglieder. Eine spannende Besichtigungstour ergab sich durch die Kinder-Rallye. Zwölf Fragen waren richtig zu beantworten, um einen kleinen Preis zu erhalten. Wieviele Liter Schaummittel werden im Löschgruppenfahrzeug 20 mitgeführt oder bei wievielen Metern liegt die Rettungshöhe des Teleskopgelenkmastes war zu erkunden.

    Dort oben am Rettungskorb flatterte am Tag der offenen Tür weithin sichtbar die Bürstädter Fahne im Wind. Zur Ziehung des Hauptgewinns griff Leoni Held als Glücksfee in die Lostrommel. Der fünfjährige Carlo freute sich über den roten Rucksack, der vielen nützlichen Dingen gefüllt war. Wie die kleine Karla hatte auch er vom Team der Kreisbrandschutzerziehung eine Kappe bekommen. Den jungen Gästen wurde es nicht langweilig – für Beschäftigung sorgten die Betreuer der Kinderfeuerwehr und Jugendfeuerwehr unter Leitung von Nicole Held und Michael Reischert sowie von Kerstin Winkler. Vergnügt tobten sich die Kinder in der Feuerwehr-Hüpfburg aus. Ziemlich schwer war es für die kleinen Hände, die Spritze zu halten, um die Flammen auf dem Dach des Brandhauses zu löschen. Doch zielbewusst und hoch konzentriert, mit Unterstützung der Jugendfeuerwehr, gelang das Löschen.

    Am Nachmittag hielt sich Michael Reischert für die Kinder-Rundfahrten mit einem Löschfahrzeug bereit. Bis dahin sausten die Kinder mit den roten Bobbycars über den asphaltierten Vorplatz. Vom Zeltpavillon des Musikzuges tönten Trompeten und Trommeln über das Gelände, potenzieller Nachwuchs zeigte zur Freude von Stabführer Erik Minder großes Interesse. Aus Bobstadt war das Puppentheater der Feuerwehr Bobstadt unter der Leitung von Frank Reinhardt gekommen. Gebannt schauten die Kinder zu, wie der Kasper sich vom Feuerteufel zum Spielen mit Streichhölzern verleiten ließ. Zum Glück rief Seppl sofort den Notruf 112 an. „Kommt schnell, mein Kinderzimmer brennt“, teilte er aufgeregt mit.

    Eindrucksvoll war die Showübung im Keller des Feuerwehrstützpunktes in der Atemschutzanlage, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen faszinierte. Bei gefühlten dreißig Grad zogen Uwe Jakob und Martin Eberlein von der Einsatzabteilung ihre schwere Schutzkleidung an. Völlig vermummt mit Atemmaske, Schutzhelm und Handschuhen, auf dem Rücken die gelben Flaschen mit komprimierter Luft, zeigten sie Kondition auf dem Laufband und Fitnessrad. Mit 25 Kilogramm wird der Schlaghammer gezogen. Eine heiße Angelegenheit ist der dunkle Raum mit der Atemschutzstrecke, das verlangt die Übung. Schwitzend verfolgten die Zuschauer, wie die sich beiden Feuerwehrleute in voller Ausrüstung durch die engen Wegstrecken im Käfig krochen – 40 Meter misst die Atemschutzübungsstrecke insgesamt. Simon Lambrecht, stellvertretender Wehrführer, erklärte dem staunenden Publikum, dass bei dieser Übung üblicherweise eingeheizt wird und Nebel die Sicht nimmt. Ein Lehrgang bereitet die Einsatzkräfte auf diese Übung vor. Und diese Mühen im Einsatz für die Mitmenschen werden nicht bezahlt? Nein, klärte Lambrecht auf, alles wird ehrenamtlich gemacht.

    Hannelore Nowacki



    Gewonnen! Carlo hat in der Kinder-Rallye den roten Rucksack mit interessantem Inhalt gewonnen. Mit ihm freut sich Nicole Held von der Kinderfeuerwehr. Foto: Hannelore Nowacki

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