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  • Mo., 18. Februar 2019, 14:22 Uhr
    Große Begeisterung beim Kinderkonzert der Musikschule Lampertheim / Mit viel Humor und musikalischem Können zeigten Schüler und Lehrer wie schön das musizieren ist

    „Kinder spielen für Kinder“

    Beim Kinderkonzert der Musikschule Lampertheim bewies der Nachwuchs sein musikalisches Talent. Foto: Franziska Hartmann


    LAMPERTHEIM – Eine sehr schöne Veranstaltung für Kinder und Ihre Familien richtete am Sonntag die Musikschule Lampertheim aus. Um 15 Uhr lud sie zum alljährlichen Kinderkonzert „Kinder spielen für Kinder“ in den Römersaal ein und begeisterte mit einem perfekt auf die kleinen Zuhörer zugeschnittenen Programm.

    Das trotz des wunderschönen Wetters so viele gekommen waren freute die Fachbereichsleiterin für Blasinstrumente, Cathrin Ambach, die an diesem Tag die Moderation übernahm, sehr. „Da müssen wir natürlich besonders schön spielen, damit es niemand bereut, dass er nicht draußen geblieben ist“, sagte Ambach zu Beginn der Veranstaltung, „aber das wird uns bestimmt gelingen“, ist sie sich sicher. 

    Und dem war auch so. Die Künstler, im Kleinkind- und Grundschulalter überzeugten allesamt mit ihrem Können und begeisterten ihr Publikum. Vor der ersten musikalischen Darbietung richtete sich Cathrin Ambach noch mit einem kleinen Rätsel an den voll besetzten Saal und fragte, welche der drei Verhaltensweisen nicht in ein Konzert passe. Zuerst mimte sie ein Gesicht, welches wohl sehr konzentriert zuhörte, danach schaute sie zu Boden und klatschte mit einem Mal laut los und zuletzt begann sie eine Unterhaltung mit den Kindern aus der ersten Reihe über die Bluse, die sie heute extra für das Konzert ausgewählt hatte. Natürlich wussten auch alle kleinen Zuhörer, für die extra die ersten Sitzreihen reserviert worden waren, dass man in einem Konzert natürlich nicht mit seinen Sitznachbarn quasselt, sondern den Künstlern seine Aufmerksamkeit schenkt. Aufgeregt riefen sie die richtige Antwort immer wieder in den Raum. Cathrin Ambach nickte zustimmend, ließ noch eine Stecknadel in eine Klangschale fallen, wobei der ganze Saal mucksmäuschenstill, wie es sich nun mal gehört, dem Klang der Stecknadel lauschte und zeigte dann den Kindern, das größte Instrument, dass Sie in der Musikschule gefunden und extra für sie mitgebracht hatte. Den Kontrabass erkannten ebenfalls schon einige der kleinen Zuschauer - und mit den Streichinstrumenten startete das musikalische Vergnügen. Musikschullehrerin für Violine und Viola, Iveta Schober stimmte mit vier kleinen Violinistinnen das Publikum auf das Konzert ein. Ungefähr eine Dreiviertelstunde war für das Konzert angesetzt. Perfekt für kleine Kinderohren, denn viel länger als eine Schulstunde können sich Kinder bis zehn Jahre noch nicht unbedingt konzentrieren. In dieser Zeit bot die Musikschule Lampertheim aber sehr viel Abwechslung und stellte seinem Publikum nebenbei auch alle im Konzert vorkommenden Instrumente vor. Neben den verschiedenen Streichinstrumenten, lernte das Publikum so auch Klavier, Schlagzeug, Querflöte, Blockflöte, Trompete, Akkordeon, Horn, Klarinette, sowie Gitarre und E-Bass kennen. Berührungsängste hatten die Kinder dabei überhaupt nicht und drängten sich auch dicht um den mitgebrachten Flügel, um sich das Instrument näher anzuschauen. Gespielt wurden zwölf, sowohl traditionelle Werke, als auch moderne Stücke, sowie Kinder- und Volkslieder. Vor jeder Darbietung fragte Cathrin Ambach die kleinen Künstler nach Ihren Instrumenten und ließ sich diese genau erklären. Um ein Violoncello, wie eine Geige ans Kinn halten zu können, müsse man halt schon sehr kräftig sein, erklärte beispielsweise Paul Gebauer der Musikschullehrerin und demonstrierte dann gekonnt, wie wunderbar sich das Instrument spielen lässt, wenn man es im Sitzen an den Körper und über die linke Schulter lehnt. 

    Beim vorletzten Stück, „Der Specht“ von Judith Rosch aus dem Jahr 1965, dass die Musikalische Früherziehungsgruppe (MFE) der Musikschule zum Besten gab, freuten sich die Kinder über die vielen verschiedenen Vogelstimmen, die auf einmal im Raum erklangen. Gudrun Kaufmann, zuständig für die musikalische Früherziehung in der Musikschule versteckte sich hierzu hinter einem Vorhang und ließ auf verschiedenen Vogelpfeifen, die jeweiligen Laute erklingen. Aufgeregt erklärten die Kinder die einzelnen Stimmen, von denen sie doch einige richtig erkannten. Vor allem beim Kuckuck waren sich alle einig.

    Nach der letzten Darbietung dem „Schustertanz“ einem Volkslied aus Polen, das ebenfalls die MFE-Gruppe vortrug, bedankte sich Cathrin Ambach ganz herzlich fürs Kommen und Zuhören: „Ihr wart wirklich ein tolles Publikum“ rief sie freudig und verabschiedete die Gäste in einen schönen Sonntagnachmittag. 

    Sicherlich freuen sich viele Besucher schon auf das Kinderkonzert im nächsten Jahr und wen das Konzert musikalisch besonders eingestimmt hat, kann sich am „Tag der offenen Tür“ am kommenden Samstag, 23. Februar, ab 11 Uhr in der Wilhelmstraße 60, noch einmal alle Instrumente genau anschauen und sich alles erklären lassen.

    Bei dem Kinderkonzert 2019 wirkten mit: Ranja Magahed, Katharina Geyer, Sara Gilbers, Julie Ulbricht (Violine), Paul Gebauer (Cello), Jakob Hossner (Schlagzeug), Sophia Hoffmann (Trompete), Niclas Karb (Horn), Mira Gebhardt,  Laura Becker (Blockflöte), Eva Ledere (Klarinette), Johanna Schütz, Merle Benz, Fenon Hann, Tabea Lahmers, Emma Martin, Emma Theis (Querflöte), Henri Hoffmann, Nils Hook, Ranja Essaghir, Alan Saleh, Aaron Hoxha (Akkordeon), Laura Gabriel, Melina Schmidt (Klavier), Phil Deutsch, Bozica Dukic, Henry Gräf, Antonios Savvas, Clara Schönberger, Loris Walter, Justin Zhdan (Gitarre), Julian Littmann (E-Bass), Milena Weinbold, Dalia Lahmers, Silvia Hick, Johann Martinovic, Leila Kol, Leon Lenhardt, Viktoria Stahr, Elena Jundt, Emma Ungefug, Helen Stiebler, Artur Schönberg, Hannah Frarnkopf, Chelion Sae Tan, Elias Montag, Cristina Gonzales, Elifnur Dindaroglu, Jonas Hilsheimer, Vincent Weidenauer, Aleina Gamper, Adrian van de Bovenkamp, Florian Helms (MFE-Gruppe). Franziska Hartmann

     

     

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