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Sa., 22. Juni 2019, 13:48 Uhr
Viele Sitzungen und schlaflose Nächte brachten dem Vorstand der Krabbelkäfer keine Alternativen
Kinderbetreuung Glückskäfer schließt Ende Juli
Dem Vorstand der Krabbelkäfer und den Betreuerinnen der Glückskäfer fiel die Entscheidung schwer, doch mangels räumlicher Alternativen schließen die Glückskäfer zum 31. Juli. Von links: Christina Rosinsky (Betreuerin), Carmen Aldea-Martinez (1. Vorsitzende der Krabbelkäfer e.V.), Andrea Asal-Brauner (Leitung und Betreuerin Glückskäfer), Rosina Purdack (Schriftführerin und Betreuerin) und Judith Bechtler (2. Vorsitzende Krabbelkäfer). Foto: Eva Wiegand
BÜRSTADT - 16 Jahre lang gab es die Kinderbetreuung der Krabbelkäfer e.V. Die Betreuung ergänzte das Angebot der Stadt und betreute täglich bis zu zehn Kinder ab zwei Jahren für jeweils drei Stunden, je nach Bedarf der Eltern, an bis zu vier Tagen die Woche. Jetzt müssen die Glückskäfer ihr Domizil im Haus des Kindes aufgrund der Erweiterungen der städtischen Kinderkrippe Sonnenkäfer aufgeben, denn dort entstehen Plätze für weitere zehn bis zwölf Kinder – darüber informierte der Vorstand der Krabbelkäfer im Rahmen eines Pressegesprächs. Die Einrichtung schließt zum 31. Juli. „Es fällt uns sehr schwer und wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber leider konnten keine passenden Räumlichkeiten gefunden werden“, berichtete Rosina Purdack, Schriftführerin der Krabbelkäfer und Betreuerin bei den Glückskäfern. „Frau Schader wollte, dass wir weiter machen und hat versucht einen Raum für uns zu finden“, so die Vorsitzende Carmen Aldea-Martinez, doch die Suche sei leider erfolglos verlaufen. Einen Raum im Pfarrzentrum St. Michael habe die Stadt als Alternative vorgeschlagen. Dieser war allerdings nicht nur lediglich knapp 25 Quadratmeter groß, ohne Küchenzeile und ohne fließendes Wasser, sondern auch ohne Außenbereich. „Wir hätten alles möglich gemacht, doch ohne Außenbereich geht es nicht. Die Kinder haben in diesem Alter einen großen Bewegungsdrang“, erklärte Purdack. Auch die Nähe zum alla-hopp-Park brachte keine Vorteile. „Wir können nicht mit zehn Kindern und zwei Betreuerinnen in einen offenen Park“, machte die Glückskäfer-Leiterin und Betreuerin Andrea Asal-Brauner deutlich. Private Räumlichkeiten zu suchen, schied aus finanziellen Gründen aus. „Das hätten wir aus eigener Tasche bezahlen müssen, das können wir einfach nicht leisten“, erklärte Aldea-Martinez.
Dennoch zeigt der Vorstand Verständnis für die Stadt, die den Verein Ende Februar über das Vorhaben der Erweiterung der Kinderkrippe informierte. „Es ist ein Dilemma, wir verstehen das und wir wissen, dass wir hier nur Gast waren“, so Purdack. Dennoch hätte sich der Verein mehr Vorlaufzeit gewünscht. Im letzten Jahr feierten die Krabbelkäfer 30jähriges, die Kinderbetreuung Glückskäfer ihr 15jähriges Bestehen. „Hätten wir das da schon gewusst, hätten wir keine neuen Anmeldungen mehr angenommen und das Ganze auslaufen lassen.“ Letztendlich blicken der Vorstand und die Betreuerinnen auf eine schöne Zeit zurück - mit tollen Kindern und tollen Eltern. Das restliche Angebot des Vereins bleibt natürlich weiterhin bestehen. Die Krabbelgruppen sind nach wie vor stark nachgefragt. Auch die beliebten Krabbelkäfer-Flohmärkte finden in gewohnter Weise statt. Ab Herbst ist zudem eine Spiel- und Singstunde in Planung. Diese soll im Krabbelraum in St. Michael stattfinden. Außerdem steht am 14. September ein Ausflug des gesamten Vereins in den Wormser Tierpark auf dem Programm. Eva Wiegand