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  • Mo., 18. August 2025, 12:15 Uhr
    ENGAGEMENT: Alexander Bauer sprach beim CDU-Frauenfrühstück in Bürstadt

    „Kinderschutz ist eine Aufgabe für uns alle“

    Foto: cdu-buerstadt.de

    BÜRSTADT – In angenehmer Atmosphäre und bei einem gemeinsamen Frühstück kamen am vergangenen Samstag rund 30 interessierte Frauen und Gäste im Obergeschoss des Café Flair in Bürstadt zusammen – auf Einladung der CDU Bürstadt zum diesjährigen Frauenfrühstück. Nach der Begrüßung durch Lena Molitor eröffnete die Vorsitzende des CDU-Stadtverbands, Julia Kilian-Engert, die Veranstaltung. Im Mittelpunkt stand ein Thema, das alle Generationen betrifft und bewegt: der Schutz und das Wohlergehen von Kindern. Ehrengast war hierzu der hessische Kinderschutzbeauftragte Alexander Bauer, der eindringlich für mehr Aufmerksamkeit und bessere Strukturen im Umgang mit Kindern warb.
     
    „Kinder sind das Wertvollste, was wir haben – aber auch die Verletzlichsten. Sie zu schützen, ist eine Verantwortung, die uns alle angeht“, betonte Bauer zu Beginn seiner Rede. Er verwies auf die deutlich steigende Zahl von Kindeswohlgefährdungen in Hessen: Über 20.000 Fälle wurden im vergangenen Jahr von Jugendämtern geprüft. Neben Vernachlässigung und Gewalt spielten zunehmend auch gefährliche Online-Kontakte, bei denen Erwachsene Kinder über soziale Netzwerke manipulieren und ausnutzen wollen, eine immer größere Rolle. Sorge bereite zudem die Zunahme von Missbrauchsfällen und der Verbreitung von Kinderpornografie im Internet. „Das Netz darf kein rechtsfreier Raum sein“, so Bauer. „Wir müssen schneller reagieren und Kinder konsequent schützen.“ Um gegenzusteuern, setzt die Landesregierung auf mehr Fachkräfte in den Jugendämtern, eine landesweite Kinderschutz-Software, den Ausbau Früher Hilfen und gezielte Maßnahmen gegen Kinderarmut. „Kinderschutz darf nicht an Zuständigkeitsgrenzen enden – wir brauchen Netzwerke und eine Kultur des Hinschauens“, sagte Bauer.
     
    Zum Schluss appellierte er an die Gesellschaft: „Wenn Sie den Verdacht haben, dass ein Kind leidet – schauen Sie nicht weg.“ Die Gäste im Café Flair zeigten sich beeindruckt von Bauers Vortrag. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie sehr das Thema die Menschen bewegt. Viele Teilnehmerinnen nahmen Anregungen mit, selbst stärker hinzuschauen und Verantwortung zu übernehmen. Damit setzte das Frauenfrühstück nicht nur ein politisches Signal, sondern auch ein klares Zeichen für gelebtes Engagement vor Ort. zg 

     

     

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