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Sa., 03. September 2016, 23:15 Uhr
KISS – Investitionen mit bis zu 450.000 Euro über sechs Jahre
Kindertagesstätte Schwalbennest sucht Sponsoren für Sanierungskosten
Die Kita Schwalbennest soll durch das Investitionsprogramm KISS innerhalb der nächsten sechs Jahre modern und bunt werden. Über die Maßnahmen zur energetischen Sanierung mit neuen Fenstern, Dämmung und Solarunterstützung sowie die Verschönerungen zum Wohlfühlen mit neuen Deckenelementen, Bäderrenovierung und frischen Farben für die Innen- und Außenwände ging es im Pressegespräch mit Günther Baus (links), Heike Heilmann und Erstem Stadtrat Jens Klingler. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Ein fröhlich-bunter Zaun ist der neue Blickfang bei der inklusiven Kindertagesstätte (Kita) Schwalbennest in der Saarstraße. Die Kinder selbst haben die Holzbretter bemalt. Jedes Teil ist anders, so wie jeder Mensch anders ist. Spätestens in sechs Jahren soll die ganz Kita durch Verschönerungen zum Wohlfühlen bunt werden. Doch das ist erst der zweite Bereich des Investitionsprogramms KISS für das über 40 Jahre alte Gebäude. Priorität haben die Maßnahmen zur energetischen Sanierung, die mit dem Einbau neuer Fenster beginnen werden. Kurz und einprägsam bezeichnet KISS das Investitionsprogramm „KITA Schwalbennest Sanierung“, zusammengefasst in den Anfangsbuchstaben. Ein KISS-Faltblatt mit allen wichtigen Informationen für mögliche Sponsoren und Spender gibt es auch schon. Bei einem Pressegespräch, an dem die neue Schwalbennest-Leiterin Heike Heilmann und Erster Stadtrat Jens Klingler teilnahmen, stellte Günther Baus, Erster Versitzender des Vereins Lebenshilfe, das Investitionsprogramm im Einzelnen vor. Der abgenutzte Fußboden sei schon vor drei Jahren ausgetauscht worden, die Heizungsanlage wurde in den letzten beiden Jahren rundum erneuert, das Dusch- und Wickelbad saniert sowie einige Möbel angeschafft. Die weiteren Sanierungspläne seien in Zusammenarbeit mit einem ortsansässigen Architekturbüro erarbeitet worden. „Aber wir brauchen Sponsoren“, machte Baus deutlich. Denn insgesamt sei mit 400.000 bis 450.000 Euro innerhalb der nächsten sechs Jahre zu rechnen. Allein die neuen Fenster im ersten Sanierungsabschnitt 2017 werden 50.000 Euro kosten, wovon die Stadt Lampertheim die Hälfte übernimmt. Klinger erläuterte die enge Verflechtung der Stadt mit der Kita Schwalbennest: Die Stadt Lampertheim finanziere die laufenden Betriebskosten, ihr gehöre auch das Grundstück, das der Verein Lebenshilfe vor über vierzig Jahren in Erbbaupacht erhalten hatte. Nach einem Grundsatzbeschluss des Magistrats übernehme die Stadt Lampertheim 50 Prozent der Investitionskosten aller Kitas, die nicht in Trägerschaft der Stadt sind. „Die energetische Sanierung der Kita Schwalbennest passt hundertprozentig in unser Konzept“, erklärte Klingler, und sei schon in vielen städtischen Kitas umgesetzt worden. „Diese Investition ist sinnvoll und Wert erhaltend – und einen ‚Kuss“ wert, stellte Klingler fest – „letztlich kann es nur Gewinner geben, vor allem die Kinder“. Baus dankte Klingler für die gute Zusammenarbeit. Dazu beigetragen habe, dass seit drei Jahren Michael Harres vom Fachbereich Familie und Soziales im Vorstand mitarbeite. Warum nicht einfach einen Kredit aufnehmen? Der Verein sei mit zwei längerfristigen Krediten bereits bis an die Grenzen belastet, erklärte Baus. Kita-Leiterin Heilmann vermittelte einen Einblick in die Arbeit der inklusiven Kita, „eine ganz besondere Einrichtung für zurzeit fünfzehn Kinder mit erhöhtem Förderungsbedarf“. Die Nachfrage sei beständig, auch Kinder aus der Umgebung werden mit dem Busdienst geholt und nach Hause gebracht. „Das Schwalbennest ist eine Erfolgsstory, wie Inklusion gelingen kann“. Im nächsten Jahr feiert der Verein sein 50-jähriges Jubiläum - mehrere Veranstaltungen sind geplant. Baus nannte unter anderem eine Ausstellung des Ateliers Goldstein mit dem Titel „Von der Unbegreiflichkeit Gottes“, die in Zusammenarbeit mit Pfarrer Patrick Fleckenstein drei Wochen lang in der St.-Andreas-Kirche gezeigt werde, an anderer Stelle werde die dazugehörende Video-Installation zu sehen sein. Zur Ausstellungseröffnung am 11. März 2017 um 11 Uhr werde die Vorsitzende des Bundesverbandes der Lebenshilfe Ulla Schmidt erwartet, am 31. März wird das Abschlusskonzert stattfinden. Hannelore Nowacki
Information
Ansprechpartner für interessierte Firmen, Stiftungen und Privatpersonen, die sich als Sponsoren und Spender bei KISS beteiligen wollen, ist Günther Baus. Lebenshilfe Lampertheim und Ried e. V., Saarstraße 54, 68623 Lampertheim, Telefon 06206/9445-0, Fax 06206/9445-44, inf@lebenshilfe-lampertheim.de. Weitere Informationen unter www.lebenshilfe-lampertheim.de. Die Sponsoren werden auf der Homepage aufgelistet und auf einer Sponsorentafel dauerhaft sichtbar gemacht. Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.