Sa., 15.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Do., 12. Dezember 2013, 17:37 Uhr
    Der ganz besondere Wortgottesdienst in der Adventszeit

    Kirche im Licht – Ecclesia in lumine war wieder ein großes Ereignis

    Dicht gedrängt lauschten die Besucher in der Pfarrkirche St. Michael den Wortbeiträgen des Jugendliturgie-Arbeitskreises. Licht und Ton waren in den Händen der Brüder Tobias und Christian Rohatsch Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT  – Die Turmuhr der Pfarrkirche St. Michael bewegte sich langsam auf die entscheidende Uhrzeit zu – pünktlich um 18.30 Uhr am Mittwochabend öffneten sich die Eingangstore und die wartende Menschenmenge drängte in die dämmrige Kirche hinein. Eine Kerze auf dem Altar leuchtete in der Dunkelheit. Windlichter, wie eine Allee auf den Kirchenbänken aufgereiht, säumten den Mittelgang. Hoch oben vom Deckengewölbe strahlte hell ein großes Lichtkreuz auf die Besucher herab, die ihre Wartezeit vielfach für lebhafte Gespräche nutzten. Andächtige Stille kehrte ins große Kirchenschiff ein, als eine halbe Stunde später die ersten leisen Töne eines Pianostücks erklangen. Der ganz besondere Wortgottesdienst in der Adventszeit begann, ein Ereignis, das die Menschen fasziniert und in großer Zahl anzieht. „Jetzt ist Zeit loszulassen, jetzt ist Zeit ruhig zu werden und sich durch die Texte, Musik und Vielfalt des Lichts anregen zu lassen – und dabei vielleicht auch Gott zu begegnen, in dessen Haus wir heute zusammengekommen sind“, sagte die erste Sprecherin in die anfängliche Dunkelheit. Die Anmut des kirchlichen Raums verbindet sich mit dem Zauber des Lichts und dem Sinn der vorgetragenen Worte und Weisheiten aus der Bibel und anderen Quellen. Zum 10. Mal gestaltete der Jugendliturgie-Arbeitskreis diesen Wortgottesdienst, bei dem Tobias und Christian Rohatsch Licht und Ton künstlerisch und technisch zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk verschmolzen. Die Mitglieder des Jugendliturgie-Arbeitskreises lasen die ausgewählten Texte abwechselnd (Ines Bugert, Lukas Beilmann, Jasmin Heiderich, Simon Held, Franziska Hofmann und Christina Schwara). Anmutige Lichteffekte gaben den Worten einen passenden Rahmen. „Ihr seid das Licht der Welt“, heißt es in Matthäus 5, Vers 14 bis 16. Ein warmes Rot erfüllte die Kirche. „Der Alltag hat mich fest im Griff – wo soll da noch Platz sein, um mein Licht leuchten zu lassen“. Dazu strahlte ein Energie geladenes Blau über Besucher, Gewölbe und Bogenpfeiler. Blasses Grün erhellte die Kirche, dann verband sich feuriges Rot mit kraftvollem Grün. Ein bewegender Wechsel von Licht, Perspektiven und Musik, auf deren weiten Schwingen die Gedanken schweben konnten, den Alltag weit hinter sich lassend. Farbige Lichterteppiche legten sich über den Raum, auf denen ein kleines Kreuz seinen langen Schatten zeichnete. Ein Teppich, der den Raum teilte und dennoch den Blick auf die andere Seite freigab. Effektvolle  Fächersterne drehten sich schwungvoll und geheimnisvolle Farben tauchten den Altarraum in neues Licht. „Heute kann ein neuer Anfang sein, wenn wir aufeinander zugehen, uns zeigen, wie wichtig wir uns sind“. Nach dem das letzte Lied verklungen war, nutzten einige Besucher die angebotene Gelegenheit, das prächtige Farbenspiel noch eine weitere Stunde zu genießen. Viel Arbeit steckt in den Vorbereitungen für dieses Großereignis. Mit Nebelmaschinen sorgten Christian und Tobias Rohatsch kurz vorher für den notwendigen leichten Dunst in der Kirche. 60 Scheinwerfer hatten sie am Vortag installiert und etwa einen Kilometer Kabel verlegt. Die Familie Rohatsch und der Jugendliturgie-Arbeitskreis unter Leitung von Angela Rohatsch hatten sich in den Wochen zuvor um Musik und Texte gekümmert. Vor dem Pfarrzentrum fand ab zwanzig Uhr ein kleiner adventlicher Markt statt. Die Waffeleisen der Pfadfinder vom Stamm Bruder Feuer mussten dank der großen Nachfrage emsig befüllt werden, auch der Glühwein und heiße Orangensaft war begehrt. Im Pfarrzentrum schauten sich viele Besucher die Krippenausstellung an, vieles hatte Pfarrer Peter Kern aus seiner Sammlung beigesteuert. An den Verkaufsständen gab es fair gehandelte Produkte, Weingelee und andere selbst gemachte Brotaufstriche, Kerzen mit dem Bild von Papst Franziskus, den St. Michaelswein und vieles mehr. Die Erlöse kommen der Außenrenovierung der Pfarrkirche St. Michael zugute. Hannelore Nowacki

    Die Kraft der Farben im Zusammenspiel von Formen, Mustern, Musik und Texten macht die „Kirche im Licht“ zu einem einzigartigen Erlebnis. Foto: Hannelore Nowacki


    [nggallery id=112]

    Beitrag aus der Rubrik

    » Bürstadt und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2