Kinder der evangelischen Gemeinde zeigen ihr Krippenspiel in St. Elisabeth
„Klassisch nicht, aber klasse“
Die Kinder des Kinderkirchenmorgens erhielten für die schöne Darstellung der Weihnachtsgeschichte ihren verdienten Applaus. Foto: Eva Wiegand
BÜRSTADT – Ein lebendiges und fröhlich stimmendes Krippenspiel hat die Bewohner des Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth am Dienstagabend andächtig auf Heilig Abend eingestimmt. Und auch die darin eingebetteten Weihnachtslieder, die zum Teil von den Senioren gesanglich mitbegleitet wurden, trugen ihren Teil dazu bei, dass die passende Stimmung im Briebelsaal aufgekommen war. Seit 2004 kommen die Kinder des Kinderkirchenmorgen (Kikimo) regelmäßig jedes Jahr kurz vor Weihnachten vorbei und präsentieren ihre aktuelle biblische Erzählung um die beschwerliche Herbergssuche von Maria und Josef und die Geburt Jesu, die sie bei mehreren Proben sowie auf ihrer Wochenendfreizeit gemeinsam mit ihren Betreuern einstudiert hatten. Diesmal war die Wahl auf ein eher ungewöhnliches und freches Stück, „Der stumme Hirte“ gefallen, der offenbar doch einiges zu sagen hatte. Die jungen, insgesamt 26 Darsteller verkörperten Engel, Hirten, Schafe, Wirt, Wirtsfrau und Herold. Außerdem schlüpften weitere Kinder für das Weihnachtsspiel in die Rolle von Esel und Ochse. Noch vor der eigentlichen Weihnachtsgeschichte beginnt das Stück, als die Gottesdienstbesucher an Heilig Abend in die Kirche drängen und kaum ein Platz zu ergattern ist. Eine Gruppe von Gottesdienstbesuchern steht zusammen und plötzlich drängt sich Herr Hartmann dazwischen. „Eine Unverschämtheit ist das“, entrüstet sich die Gruppe über Herr Hartmann, der nur an Weihnachten in die Kirche geht, und nur wegen des Krippenspiels gekommen ist, weil sein Sohn, der sich sonst lieber an der „Xbox“ verweilt, die Rolle des stummen Hirten übernommen hat. Als dieser dann jedoch seine „stumme“ Rolle während des Krippenspiels darbringen soll, bricht es aus ihm heraus: „Wenn ein Engel kommt und einem verkündigt, dass der Messias, also der Retter, gekommen ist, Mensch, dann bleibt man doch nicht stumm“. Darauf rufen die Hirten die große Engelschar herbei, der Verkündigungsengel verkündet die frohe Botschaft von Jesu Geburt. „Gesegnete Weihnachten“, „Gesegneten Geburtstag“, „Merry Birthday“ und ein lautes und langgezogenes „IIIIAAAHH“ erklingt, denn wenn der Messias geboren wird, gibt es auch keine stummen Esel. Eva Wiegand
Info: An Heilig Abend führen die Kinder das Krippenspiel zur Kinderweihnacht um 16 in der evangelischen Kirche vor.