Reitverein schickt bei Distanzritt wieder Teams auf die Strecke
Klein und gemütlich statt groß und hektisch
Durch die Rheinwiesen ging es für die Teilnehmer des Distanzrittes des Reitverein Hofheim. Foto: Jasmin Riedel
HOFHEIM – Nachdem der Reitverein Hofheim letztes Jahr beinahe 70 Reiter bei seiner Rheinuferdistanz über die Startlinie gehen ließ, war das Feld dieses Jahr mit gerade einmal 27 Teilnehmern überschaubar. Besonders erfreut war der Verein darüber, dass nicht nur reitende Teilnehmer kamen, sondern dass sich auch zwei Kutschen angemeldet hatten. „Reiten ist eine tolle Sache, aber nicht zu vergleichen dem Fahren eines Sulkys. Man muss auf ganz andere Dinge achten, so dass eine reiterlich einfache Strecke plötzlich eine Herausforderung darstellt, die es zu meistern gilt“, so Tierarzt Clemenz von Hopfgarten. Gerade der kleinste Teilnehmer, das Minishetty Bandit, war der ganz große Star. Trotz einer Körpergröße, die ihn im hohen Gras der Rheinwiesen geradezu verschwinden ließ, zog er seine Fahrerin souverän und mit guten Pausenwerten ins Ziel. Da es bei einem Distanzritt um die Ritt- beziehungsweise Fahrzeit geht, wird nicht gleichzeitig gestartet, sondern jeder hat seine ganz persönlichen Zeiten. So kam es, dass am vergangenen Samstag zwischen 8 und 15 Uhr zwei bis drei Pferde starke Gruppen die Wege rund um Hofheim, Nordheim, Biblis und Groß- Rohrheim unsicher machten. „Wir haben die Rheinwiesen direkt vor der Nase und viele Reiter beneiden uns um dieses Reitgebiet. Warum also sollen wir uns das nicht zu nutzen machen und den Genuss teilen?“, erklärt der 1. Vorsitzende Norbert Stefanitsch die Streckenwahl, „Die Sandbank bei Nordheim hat schon manchen Reiter veranlasst, den direkten Weg zu verlassen und eine Runde baden zu gehen.“
Foto: Jasmin Riedel
Mit Gedanken an die Pferde waren Norbert Stefanitsch und Maik Maskus die Strecke mehrfach abgefahren und haben so dafür gesorgt, dass keine gefährlichen Hindernisse die Wege versperrten und alle Teilnehmer heil wieder zu Hausen ankamen. Zusammen mit Anja Stefanitsch und Karina Bamberg, die die Rittauswertung und Startorganisation auf die Beine gestellt hatten, waren sie wohl diejenigen, die am meisten Zeit und Mühe investierten, damit dieser Ritt in der Form stattfinden konnte wie er es dann getan hat. Ohne seine zahlreichen Helfer und Unterstützer wäre für den Reitverein nicht alles so reibungslos gelaufen. Als Tier- und Naturfreunde bemühen sich die Reiter auf Bitten des Reitvereins natürlich, die Wege nicht zu verlassen, um so Wald- und Wildschaden zu verhindern. Jasmin Riedel
Minishetty Bandit war der ganz große Star. Foto: Jasmin Riedel