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  • Di., 05. April 2022, 09:45 Uhr
    PREMIERE: Stadtverwaltung Lampertheim übergibt 10 Prozent der Wettaufwandsteuer an Arbeitskreis Suchtkrankenhilfe und Drogen- und Suchtberatung PRISMA

    „Kommen unserer Verantwortung nach”

    Der Erste Stadtrat Marius Schmidt (l.) freut sich, 600 Euro aus der Wettaufwandssteuer an Adrian Steier-Bertz von PRISMA (2.v.l.) und Sebastian Parker (Geschäftsführer der AWO Bergstraße; r.) sowie an Manuela Teufel (Arbeitskreis Suchtkrankenhilfe; 2.v.r.) überreichen zu können. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Im Jahr 2021 wurden durch die Stadt Lampertheim rund 6.000 Euro durch die Wettaufwandssteuer eingenommen. 10 Prozent dieser Summe spendet die Stadtverwaltung an den Arbeitskreis Suchtkrankenhilfe sowie an die Drogen- und Suchtberatung PRISMA. 

    „Sucht ist eine weit verbreitete Krankheit in unserer Gesellschaft, die nicht nur die Wirtschaft schädigt sondern vor allem auch Familien zerstört. Wir kommen unserer Verantwortung nach und geben als einzige Kommune einen zehnprozentigen Anteil aus der Wettaufwandssteuer in Höhe von 600 Euro an diese beiden wichtigen Einrichtungen weiter”, betonte der Erste Stadtrat Marius Schmidt bei der offiziellen Spendenübergabe. „Denn es ist wichtig, sich dem Thema Sucht zu stellen und zur Prävention beizutragen. Wir unterstützen diese Arbeit sehr gerne.”

    Der Arbeitskreis Suchtkrankenhilfe wird seinen Anteil für Weiterbildung. und Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Die Drogen- und Suchtberatung PRISMA wird mithilfe der Spende einen Methodenkoffer zur Glücksspielsucht anschaffen, um gezielt Jugendlichen dieses wichtige Thema näher zu bringen. Enthalten sind hierbei unter anderem eine zweigeteilte Methode bezüglich des Suchtverlaufs bei Schulveranstaltiungen und im Freizeitbereich, wobei Informationen über die Suchtentstehung vermittelt und eigenes Glücksspielverhalten thematisiert werden. Ebenfalls enthalten ist ein interaktives „Glücksspiel-Quiz”, das auf der Spielidee der Fernsehsendung „Der Große Preis” basiert. Es handelt sich um eine Auseinandersetzung mit dem Thema Glücksspielsucht auf spielerische und kreative Weise. Es geht um Informationen über die Risiken exzessiven Spielens, die Förderung von sozialen Kompetenzen sowie um Kommunikation und Kooperation. 

    Die AWO Suchthilfe und Prävention PRISMA mit Sitz in der Martin-Kärcher-Stra0e 26 in Lampertheim bietet seit 1985 verschiedene Leistungen der Suchthilfe an. Dazu gehören unterschiedliche Ansätze der Beratung von Betroffenen und Angehörigen, Nachsorge im Anschluss an Rehabilitationsmaßnahmen, Ambulant Betreutes Wohnen, Maßnahmen der Suchtprävention, Streetworkarbeit sowie weitere zielgruppenspezifische Leistungen, beispielsweise der Medien- oder Glücksspielsucht. Und dies alles vertraulich, kompetent und kostenfrei. Mehr Informationen über dieses sinnvolle und umfangreiche Angebot finden Sie unter www.suchtberatung-prisma.de

    Der Arbeitskreis Suchtkrankenhilfe wurde 1973 in Bensheim gegründet, 1978 kam die Gruppe in Lampertheim hinzu. Montags trifft sich die Gruppe, in der nicht nur Suchtkranke selbst, sondern auch deren Angehörige Rat und Beistand finden, um 18.30 Uhr in Zimmer 3 derSeniorenbegegnungsstätte, Römerstraße 39 in Lampertheim. Ab 18 Uhr besteht die Möglichkeit zu einem Erstgespräch, welche sehr gerne genutzt wird. Denn gerade vor dem ersten Besuch fällt es schwer, da man nicht weiß was einen erwartet – zumal es meist mit großem Schamgefühl verbunden ist, sich zur Sicht zu bekennen. Wichtig ist aber, sich mit dieser auseinanderzusetzen, auch wenn den Teilnehmern nicht immer geholfen werden kann. Derzeit sind es zwischen 8 und 14 Menschen, die regelmäßig zusammenkommen. Wem das zunächst zu viel Gemeinschaftssinn ist, der kann die Einzelberatung vor der Sitzung nutzen. Allerdings ist es wichtig, mit vielen anderen Betroffenen zusammen zu kommen. Eines sei aber klar: Was in der Gruppe gesagt wird, bleibt auch in der Gruppe. Mehr Infos gibt es per E-Mail unter info@suchtkrankenhilfe-lampertheim.de oder telefonisch bei Uwe unter 0160-8635039, bei Lars unter 0152-24922909 (WhatsApp) oder bei Manu unter 0171-8371030 (WhatsApp). Benjamin Kloos

     

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