Zwei neue Gesichter im Rathaus - Bürgermeisterin stellte Mitarbeiter vor
Kompetenz und Vertrauen
Bürgermeisterin Barbara Schader mit Hartmut Jung, neuer Leiter des Bauverwaltungsamtes und Geschäftsführer der BGE, und ihrer persönlichen Referentin Nadja Schweickert, die am 1. Juni ihre Stelle antrat. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Zwei frei gewordene Stellen im Rathaus wurden neu besetzt. Bei einem Pressegespräch am vergangenen Mittwoch stellte Bürgermeisterin Barbara Schader ihre neuen Mitarbeiter der Öffentlichkeit vor. Zum 1. April hatte der 56-jährige Hartmut Jung die Leitung des Bauverwaltungsamtes übernommen, seit 1. Juni ist Jung auch Geschäftsführer der Bürstädter Grundstücksentwicklungsgesellschaft (BGE). Zu seinem umfangreichen Aufgabengebiet gehören das Vertragsmanagement von städtischen Liegenschaften und die Bearbeitung von Projekten wie die geplante Champignon-Zuchtanlage. Vor seinem Wechsel nach Bürstadt war der gelernte Diplom-Verwaltungswirt und Verwaltungsbetriebswirt als Amtsrat in der Biebesheimer Verwaltung als Leiter in ähnlicher Funktion tätig. Ganz abgeschlossen ist der Wechsel noch nicht, denn noch braucht man ihn in Biebesheim, bis sein Nachfolger das Amt antreten wird. Bis dahin teilt Jung seine Zeit auf – drei Tage hier, zwei Tage dort. Ab 1. Oktober wird er dann Vollzeit in Bürstadt tätig sein. Seinem Wohnort in Riedstadt will Jung auch weiterhin treu bleiben. Was hat ihn bewogen nach Bürstadt zu wechseln? Jung erklärt: „Für den letzten beruflichen Abschnitt habe ich eine neue Herausforderung gesucht und gefunden“. In die anstehenden Projekte sei der neue Leiter des Bauverwaltungsamtes bereits intensiv involviert, erklärte Bürgermeisterin Schader.
Als persönliche Referentin von Bürgermeisterin Schader hatte die 30-jährige Nadja Schweickert gerade einen Tag zuvor ihren Dienst im Rathaus angetreten. Der Wechsel vom Landratsamt nach Bürstadt verlief vollkommen nahtlos, freute sich Schader und dankte dem Landrat. In der Schulabteilung des Landratsamtes war die junge Verwaltungsfachwirtin über 10 Jahre tätig, in der Finanzabteilung ein halbes Jahr. Im Rahmen der Nachwuchsförderung hatte sie an einem Nachwuchsführungskräfteseminar teilgenommen. 2001 hatte sie die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten begonnen. 39 Bewerbungen waren eingegangen, erläuterte die Bürgermeisterin, sieben Gespräche wurden geführt. Ein sehr transparentes, klares Verfahren habe stattgefunden. Dabei habe sich gezeigt, dass Verwaltungserfahrung ein großer Vorteil für diese „sensible Stelle“ sei – wobei das Aufgabengebiet unpolitisch sei. „Wir schauen, kompetenzorientiert einzustellen“, machte Schader deutlich gegenüber Stimmen, die anderes vermutet haben. „Wir haben eine junge Frau gefunden, die aus Bürstadt kommt, und Erfahrung aus dem Kreis und in der Projektsteuerung mitbringt“. Und noch etwas ist der Bürgermeisterin wichtig: „In der Kultur der Zusammenarbeit muss ich blind vertrauen können – aber sie kriegt auch meine Launen ab“. Die angekündigten Launen ihrer Chefin schien die selbstbewusste junge Frau recht gelassen zu nehmen. Eine Laudatio hielt Bürgermeisterin Schader auf Schweickerts Vorgängerin Herlinde Abraham-Assmann, die ihr bis vor wenigen Tagen als rechte Hand zur Seite stand und in vierzig Dienstjahren insgesamt für vier Bürstädter Bürgermeister tätig gewesen war, mit 24 Jahren am längsten für Alfons Haag. Schader berichtete vom bewegenden Abschied und meinte: „Ich war froh, dass sie mich in der Anfangszeit begleitet hat“. Hannelore Nowacki