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Do., 04. Februar 2016, 10:13 Uhr
Fröhliche Fastnacht in der Seniorenbegegnungsstätte „Alte Schule“
Kräppel und Kaffee und Programm voller Höhepunkte
In der Seniorenbegegnungsstätte „Alte Schule“ amüsierten sich die Gäste bei Musik und pointenreichen Vorträgen. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Eine bunte Gesellschaft hatte sich am frühen Dienstagnachmittag in der Seniorenbegegnungsstätte „Alte Schule“ zur Fastnachtsfeier versammelt. Viele Gäste waren fantasievoll kostümiert erschienen, so wie es schon Tradition ist. Leckere Kräppel und Kaffee hatte es zur Einstimmung gegeben, auch Sekt und Wein schenkten die „Blauen Engel“ aus. Gerlinde Hellmuth, Vorsitzende des Seniorenbeirats, und Stephanie Rapp vom Fachdienst Familie und Soziales der Stadt Lampertheim begrüßten die fröhliche Runde und kündigten das Programm an. Das Mitarbeiterteam hatte ein tolles närrisches Unterhaltungsprogramm zusammengestellt, das in den folgenden zwei Stunden für zahlreiche Lachattacken verantwortlich war. Karnevalhits und Stimmungslieder aus mehreren Jahrzehnten hatte Alleinunterhalter Horst Herrmann aus Worms im Repertoire. Die Animationsgruppe der Blauen Engeln zeigte sich beim Tanzen in ansteckender Hochstimmung, immer mehr Tanzpaare fanden zusammen und Evelyne Hein begeisterte die Gäste fürs Schunkeln. Die Minigarde des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß sorgte mit ihrer Tanzaufführung für Entzücken. In prächtigen Kleidern, stilgerecht mit passenden Perücken und Masken ausgestattet, schritten die stolzen kleinen Rokoko-Damen einzeln durch die Tür, um sich dann für einen fein choreografierten Tanz zu formieren. Nach begeistertem Applaus konnten die Zuschauer ihr Können noch einmal bewundern. Als kleines Dankeschön erhielt jedes Kind eine Tüte Gummibärchen und einen Gutschein für Oberfeld. Trainiert und betreut wird die Minigarde von Rita Irrgang und Manuela Gottselig. Dann musste die Minigarde auch schon zu ihrem nächsten Termin aufbrechen. Großes Amüsement erlebte das närrische Publikum bei den drei Bütten, die mit treffsicheren Pointen nicht sparten. Inge Netscher als Frau Müller und Gerlinde Hellmuth als Frau Meier kamen über Schaller und Schiller ins Gespräch, der eine hatte Schillers Schreibtisch zu verkaufen, ein antikes Stück, der andere ist der bekannte Dichter, von dem Frau Meier aber keine Ahnung hatte. Daraus entwickelte sich ein höchst unterhaltsamer Dialog, der immer wieder eine überraschende Wendung nahm. Musiker Herrmann hatte anschließend ein passendes Lied parat: „Frau Meier hat gelbe Unterhosen an, mit roten Maschen“. Musikalisch ging es dann mit der lebhaften Frage weiter „Lebt denn der alte Holzmichel noch“. Johanna Fetsch und Evelyne Hein gaben als Ehepaar tiefen Einblick in ihre Beziehung, ein Vortrag, der zu Zwerchfell erschütternden Lachanfällen führte. Dasselbe widerfuhr dem Publikum auch beim Vortrag von Margit Selb, die nicht nur als erfolgreiche Büttenrednerin des 1. Carnevalclubs Rot-Weiß bekannt ist. Von ihrem Mann hatte sie allerhand zu erzählen – er, ein Kerl mit scharfer Zunge, sie schlagfertig und witzig. „Heute hab‘ ich wieder Goggolores gebracht und ihr habt darüber gelacht“, reimte sie zum Abschied, um dann die begeisterten Zuhörer doch noch mit einer lustigen Zugabe zu erfreuen. Hannelore Nowacki
Ausgelassene Stimmung zur Fastnacht hat in der Seniorenbegegnungsstätte „Alte Schule“ Tradition. Foto: Hannelore Nowacki