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Do., 23. August 2018, 14:15 Uhr
„Athletes for Charity Stiftung” gegründet / Transparenz wichtig / Erinnerung an Alex Breithaupt wachhalten
Kranken Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern
„Athletes for Charity” unterstützt auch vor Ort in Lampertheim – so erfüllte A4C den Wunsch von Paul nach einer Traktorfahrt. Gemeinsam freuen sich Jens Rosenberg, Marleen Rosenberg, Landwirt Martin Billau, Susan Rosenberg und Paul Rosenberg (v.l.). Foto: Foto: oh
LAMPERTHEIM – Eine gute Nachricht gibt es für alle Kinder, die aufgrund von schweren Krankheiten Hilfe und Unterstützung benötigen: Denn zum 26. April diesen Jahres wurde die „Athletes for Charity Stiftung” (A4C-Stiftung) gegründet, die sich für kranke Kinder einsetzt, unabhängig von der Art der Erkrankung.
Was macht diese Stiftung aus? Den passenden Text findet man als Einleitung auf der Homepage: „Wir differenzieren nicht danach, unter welcher Krankheit ein Kind leidet. Athletes for Charity grenzt nicht aus. Athletes for Charity verbindet Menschen. Dabei bedienen wir uns der Universalsprache Sport. Mit unterschiedlichen sportlichen Aktionen und Aktivitäten setzen wir uns für unsere Schützlinge ein, machen ihnen Mut und schenken ihnen ein Lächeln.”
In den vergangenen fünf Jahren habe A4C im Prinzip Fundraising für andere Organisationen oder Einrichtungen wie beispielsweise die Waldpiraten betrieben. „Dabei haben wir immer wieder Einrichtungen kennen gelernt, die wenig transparent waren. Daher kamen wir zu dem Entschluss, etwas eigenes zu schaffen, um genau zu wissen, wo das Geld hinfließt”, erläuterte Marco Steffan von A4C, der auch für die Gründung der Stiftung mitentscheidend war.
Die neue Stiftung zeichnet sich durch verschiedene Punkte aus. An erster Stelle steht hierbei die Erinnerung an Alexander Breithaupt, der im Jahr 2016 an Krebst verstorben ist. „Wir wollen ihm ein bleibendes Andenken setzen, daher wurde er auch in der Satzung verewigt”, so Marco Steffan. „Ohne ihn wären wir heute nicht hier.” Denn Alex Breithaupt, der ein guter Freund von Marco Steffan war, hat sich ebenfalls lange Zeit aktiv für kranke und benachteiligte Kinder eingesetzt.
Daneben sollte mit der A4C-Stiftung eine wirkliche Alternative geschaffen werden: Eine gemeinnützige Stiftung, wie sie sein sollte: Transparent – daher ist beispielsweise auch die Satzung für jeden auf der Internetseite www.a4c-stiftung.de einsehbar – und unmittelbar helfend. Dies bedeutet, dass seitens der Stiftung kein Geld ausgeschüttet wird, sondern dass diese sich aktiv für die kranken Kinder einsetzt und Therapien, orthopädische Hilfsmittel oder Rollstühle finanziert. Hierzu vergewissert sich die Stiftung über die Bedürfnisse des Kindes und holt anschließend Angebote ein, finanziert die entsprechenden Anschaffungen und entlastet so die betroffenen Familien nicht nur finanziell sondern auch organisatorisch.
Jeder Cent kommt an
Zudem ist bei der Stiftung garantiert, dass 100 Prozent der Spenden ankommen. „Diese Stiftung kann und darf nur ehrenamtlich sein”, stellt Marco Steffan klar: Alle Kosten werden über Erträge oder das Stiftungskapital gedeckt oder über Unterstützer zusätzlich finanziert. So deckt beispielsweise eine Unterstützerin die Kosten für Spendenbescheinigungen ab einer Höhe von 200 Euro ab – inklusive Papier, Briefumschlägen und Porto. Denn dies ist ein weiteres Plus der Stiftung: Sie kann selbst Spendenbescheinigungen ausstellen, im Gegensatz zum Verein A4C.
Für Spender gibt es zwei Möglichkeiten zur Unterstützung: Entweder über eine Zustiftung, aus deren Zinsen Projekte finanziert werden können, oder als Spende zu aktuellen Hilfsaktionen für Kinder. Zu Beginn will die Stiftung jeweils drei Projekte parallel unterstützen, selbstverständlich auch in Lampertheim und der Region.
Einen Dank richtet die Stiftung an die zahlreichen Sportler, die mit ihrem Einsatz für kranke Kinder zum Erfolg von A4C beitragen. Besonders freut sich das Team über einen prominenten Unterstützer: Harro Füllgrabe von Pro7.
Eine strukturelle Organisation ist für eine Stiftung ebenfalls unabdingbar. Daher gehören dem Stiftungsrat neben Stifter Marco Steffan noch Johannes Kappel und Dennis Kühlwein an – dabei wird die Stiftung bewusst schlank gehalten, um im Sinne der Kinder möglichst schnelle Entscheidungen treffen zu können. Der ehemalige Triathlet Johannes Kappel setzt sich seit 2013 für A4C ein, auch aufgrund von Krebserkrankungen in seiner eigenen Familie. Dennis Kühlwein ist ebenfalls bereits seit langem an Bord.
Prominenter Unterstützer von A4C: Harro Füllgrabe von Pro7. Foto: oh
Ebenfalls zum hoffentlich großartigen Erfolg der Stiftung tragen Wirtschaftsinformatiker Serkan Arslan, der sich als Webmaster um alle IT-Belange der Stiftung kümmert, und Sonay Sengül, der die Versicherung der Stiftung übernimmt, bei. Übrigens: Alle Menschen, die sich für A4C engagieren, tun dies ausschließlich ehrenamtlich, so dass der Stiftung auch hier keine Kosten anfallen.
Kinderolympiade wieder 2019
Aufgrund der Gründung der Stiftung konnte in diesem Jahr leider keine Kinderolympiade in Lampertheim stattfinden, die sonst jährlich von A4C organisiert wird. „Leider hat die Gründung der Stiftung sehr viel Zeit in Anspruch genommen und ich bedauere es, dass wir die Kinderolympiade in diesem Jahr leider nicht durchführen konnten. Im nächsten Jahr wird sie aber mit Sicherheit wieder stattfinden”, so Marco Steffan. Benjamin Kloos
INFO: Wer sich über die A4C-Stiftung informieren oder diese bestenfalls selbst unterstützen möchte, findet unter www.a4c-stiftung.de umfangreiche Informationen.