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  • Do., 31. Oktober 2013, 15:57 Uhr
    Jens Klingler legt Haushaltsplan 2014 vor / Fehlbetrag von 6.148.049 Euro

    „Kreis- und Schulumlage wiegt schwer"

    LAMPERTHEIM - Der Haushaltsplan 2014 stand in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch im Mittelpunkt - Erster Stadtrat Jens Klingler präsentierte den Entwurf und verwies auf die wichtigsten Punkte und Zahlen.
    Kurz und prägnant schilderte Klingler die wesentlichen Zahlen, Fakten und Veränderungen. Rasch wurde deutlich, dass die Sparbemühungen der Stadt greifen, die wirtschaftliche Situation Lampertheims aber weiterhin schwierig ist. „Der Fehlbedarf im ordentlichen Ergebnis 2014 beläuft sich auf 5.911.936 Euro - dies ist eine Verbesserung um 452.441 Euro im Vergleich zu 2013", stellte Klingler dar.
    Im Bereich der Erträge steigt die Summe im Vergleich zum Vorjahr um circa 5 Millionen Euro auf 61.643.633 Euro an. Ein wesentlicher Zugewinn ist hierbei im Bereich der Steuern und steuerähnlicher Erträge zu verzeichnen. Dabei spielt neben der Anhebung der Hebesätze bei der Grundsteuer A, B sowie der Gewerbesteuer auch die Spielapparatesteuer eine wichtige Rolle. „Bedeutend ist in diesem Bereich die Tatsache, dass wir von Anfang an bei der Spielapaaratesteuer an die maximale Grenze gegangen sind. Dies war die richtige Entscheidung", betonte Jens Klingler.
    Einen Zuwachs von mehr als 2 Millionen Euro auf 4.8 Millionen Euro wird bei den sonstigen ordentlichen Erträgen erzielt - darin enthalten sind aber insgesamt 3,2 Millionen Euro für die Auflösung der Rückstellungen für die Altlastensanierung in Neuschloß. Dies hat den Effekt, dass die Ergebnishaushalte nicht mehr durch die Aufwendungen belastet werden.
    Dieses positive Ergebnis bei den Erträgen wird durch die Aufwendungen wieder abgeschwächt. Denn hier steigt die Gesamtsumme von 63.150.572 Euro im Jahr 2013 auf 67-555.569 Euro in 2014. Hier gibt es besonders zwei Punkte, die erwähnenswert sind. So steigen die Personalaufwendungen um 785.000 Euro - bedingt durch die Rückholung der IT ins eigene Haus und die vollständige Veranschlagung der neuen Kinderkrippe in Neuschloß. „Fünf Jahre lang war die IT außer Haus. Über diese Zeit hatten wir zwei Kollegen abgestellt, die mittlerweile so viel Know-How haben, dass wir diesen Bereich zurückholen konnten, was ein Gewinn für die Stadt Lampertheim ist. Damit fiel aber die Schaffung einer neuen Stelle an", erläuterte Klingler.
    Erheblich ins Gewicht fallen zudem die Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse sowie besondere Finanzaufwendungen. Hinter diesem wortgewaltigen Titel verbergen sich die Förderung von Kinderbetreuungseinrichtungen anderer Träger, der Zuschuss an die Musikschule und die Sanierung Sodabuckel - diese schlägt alleine mit 2,2 Millionen Euro zu Buche, wird aber in voller Höhe durch die Herabsetzung von Rückstellungen gegenfinanziert, ebenso wie die Altlastensanierung Neuschloß.
    Im weiteren Verlauf der Vorstellung des Haushaltes 2014 legte Jens Klingler die Finger in eine Wunde, die viele Kommunen betrifft - Die Schlüsselzuweisungen und hier insbesondere die Umlagegrundlagen für die Kreis- und Schulumlage. Für Lampertheim errechnet sich demnach eine Summe von 18.346.872 Euro. Für die Abführung an den Kreis errechnet sich somit ein Anteil von 29,8 Prozent an den Gesamterträgen des Ergebnishaushaltes, den dieser Aufwand ausmacht.
    Insgesamt ergibt sich aus dem neuen Haushalt für 2014 ein Fehlbetrag von 6.148.049 Euro - dies wäre dann auch gleichzeitig der aufzunehmende Kassenkredit zur Finanzierung des Ergebnishaushaltes.
    Der Haushaltsplan wird in den kommenden Wochen in den Fraktionen und Gremien beraten, eine Abstimmung soll in der letzten Stadtverordnetenversammlung des Jahres am 13. Dezember erfolgen. „Noch nie wurde ein Haushaltsplan so intensiv vorbesprochen wie dieser. Bitte bleiben Sie unserem Kurs treu und berücksichtigen Sie die kommunale Finanzsituation in Ihren Beratungen", warb Jens Klingler für sparsames Wirtschaften und die Zustimmung zum Haushaltsplan 2014. Benjamin Kloos

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