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Di., 31. Mai 2022, 11:57 Uhr
BAUGENOSSENSCHAFT LAMPERTHEIM: Zum 75-jährigen Jubiläum dauerhaft Pflege und Bepflanzung übernommen / Urban Gardening für Anwohner in Wohnobjekt in Draisstraße
Kreisverkehr in der Daimlerstraße blüht neu auf
Freuen sich über den neu gestalten Verkehrskreisel in der Daimlerstraße: Sabine Vilgis, Leiterin der Technischen Betriebsdienste sowie das Team der Baugenossenschaft um Dieter Sejak, Wolfgang Klee, Martina Sotornik (beide Vorstand) sowie Auszubildende Luisa Wenzel (v.l.). Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Die Lampertheimer Baugenossenschaft wurde vor 75 Jahren gegründet – anlässlich dieses Jubiläums präsentierte die Baugenossenschaft (BGLA) am Dienstag zwei weitere Projekte: Einerseits hat die Baugenossenschaft die Patenschaft für den Verkehrskreisel an der Einfahrt zum Guldenweg übernommen, andererseits startet am Wohnhaus der BGLA in der Draisstraße 48-52 das erste Urban-Gardening-Projekt ins Leben gerufen – weitere Interessenten für den Anbau von eigenem Obst und Gemüse sind dabei seitens der Baugenossenschaft gerne gesehen.
„Für den Kreisel in der Daimlerstraße haben wir dauerhaft die Patenschaft übernommen”, betonte Wolfgang Klee vom Vorstand der Baugenossenschaft. Dieter Sejak, bei der BGLA für die Außenanlagen zuständig, dankte der Stadt und den Technischen Betriebsdiensten: „Diese haben die öffentliche Anlage in unsere Hände gegeben, damit wir diese künftig betreuen. Bei der Bepflanzung haben wir auf bienen- und insektenfreundliche Pflanzen geachtet, wobei die Übersichtlichkeit für den Verkehr gewährleistet ist. Bis zu 1,50 Meter hoch werden die Pflanzen, wobei wir uns für eine Staudenmischpflanzung mit Säulensommerflieder entschieden haben. Die Blühzeit ist von März bis November, Ende Juli erwarten wir ein Blütenmeer, unter anderem werden hier Eisenkraut, Sonnenhut, Salbei, Purpurglöckchen, Prachtkerzen und die Asiatische Wildaster erblühen. Im Herbst werden zudem für das kommende Frühjahr Wildtulpen ausgebracht, die ebenfalls als Nahrung für Bienen und Insekten dienen. Denn jeder Quadratmeter mit solch einer Bepflanzung zählt.“
Sabine Vilgis, Leiterin der Technischen Betriebsdienste, zeigte sich begeistert. „Das ist eine super Aktion! Dies ist der erste Kreisel, den wir in fremde Hände zur Betreuung geben, die Vertrauensbasis ist vorhanden. Auch wir als Stadt sind bemüht, möglichst viel für Bienen und Insekten zu tun.”
Mit Blick auf das Urban Gardening in der Draisstraße stellte Wolfgang Klee klar: „Dies ist ein Gemeinschaftsprojekt, auf das wir sehr stolz sind. Denn es passt wunderbar zum genossenschaftlichen Gedanken. Es ist schön, dass wir Familien als Paten gefunden haben, die sich um die Beete und die Pflanzen kümmern. So wird das Gemeinschaftsgefühl gefördert. Die Bewohner konnten sich entscheiden, was gepflanzt wird, gleichzeitig gießen diese die Pflanzen. Wir wollen das Projekt gerne auch in anderen Gebäuden umsetzen, Bewohner können sich hierzu gerne an uns wenden, damit es auch an anderen Wohngebäuden bald frisches Obst und Gemüse aus den eigenen Beeten gibt. Vielen Dank an unsere Auszubildende Luisa Wenzel und an Dieter Sejak für die gelungene Umsetzung des Projektes.”
„Der Anfang ist gemacht und ich bin sicher, dass das Angebot angenommen und noch mehr nachgefragt wird. Gerade die Kinder können hier sehen, wie Obst und Gemüse wächst und wie dieses aussieht”, schloss Dieter Sejak mit Blick auf die Hochbeete und Beete, in denen neben Kräutern wie Schnittlauch und Rosmarin auch Tomaten, Paprika, Radieschen, Zucchini und Salat auch Johannes- und Stachelbeeren wachsen. Und so blüht es nicht nur auf dem Kreisel in der Daimlerstraße, sondern künftig durch das Urban Gardening hoffentlich auch an zahlreichen weiteren Bauobjekten der Baugenossenschaft Lampertheim – zum Wohl der Menschen, die dort leben, aber auch der Bienen und Insekten. Benjamin Kloos