„Mord im Pfarrhaus“ - ZwiBur-Darsteller glänzen in ihren Rollen
Kriminalkomödie mit überraschender Wende
Bei der Kriminal-Komödie „Mord im Pfarrhaus“ in Hüttenfelder Mundart, gespickt mit lustigen Dialogen, hatte das Publikum viel zu lachen. Foto: Eva Wiegand
HÜTTENFELD – Auch in diesem Jahr stattete die Theatergruppe ZwiBur aus Hüttenfeld einen gelungenen Angriff auf die Lachmuskeln ihrer großen Fangemeinde. Bereits zur Premiere vor Weihnachten begrüßten die Schauspieler gemeinsam mit dem MGV Sängerbund Hüttenfeld die Zuschauer im voll besetzten Bürgerhaus. Auch am zweiten Weihnachtsfeiertag ließen sich die ZwiBur-Fans nicht zweimal bitten und kamen erneut in Scharen, um in den Genuss der Schauspielkünste der lustigen Truppe zu kommen. Für dieses Jahr hatten die ZwiBur-Darsteller als Vorlage einen packenden Agatha Christie Krimi ausgesucht: Bruno Ehret, der dem Stück nicht nur als Regisseur sondern auch in der Rolle des Kommissar Schlacks Leben einhauchte, gab dem 1930 erschienenen Krimi mit seiner Überarbeitung und neuen Dialogen den witzigen Hüttenfelder Dreh. 85 sehr lange Jahre habe es gedauert, bis der Krimi endlich auch in der Hüttenfelder Version zu sehen sei, meinte der das Publikum begrüßende Bodo Ehret, dann öffnete sich der Vorhang für den kriminalistischen Schwank in fünf Akten. Oberst Reicher (Jürgen Rudolph), ein unfreundlicher und wenig beliebter Zeitgenosse wird ermordet im Pfarrhaus aufgefunden und so ziemlich jeder im Dorf hatte mindestens einen Grund, dem herrschsüchtigen Oberst den Garaus zu machen. Seine Frau Anna (Ulrike Ehret) und seine Tochter Virginia (Pia Rendl), die unter seiner Fuchtel standen, Dorfbewohner, die er aus seinen Mietshäusern vertreiben wollte, die im Wald ihr Essen erwilderten oder die sich seiner Frau und Tochter zu sehr näherten, nicht zuletzt sogar der Pfarrer Leonard Clement (Ralf Ehret) und seine Gattin Giesela (Renate Szcepaniak) selbst, denen er mit seinem Insiderwissen als Kirchenvorsteher Unregelmäßigkeiten in den Finanzen vorwarf. Doch wer hat es tatsächlich getan? Es entspinnt sich ein spannendes und unterhaltsames Hin und Her, schließlich melden sich gleich zwei Verdächtige als Mörder. War es der Frauenheld und Maler Laurentius Rosenbart (Jochen Köcher) der mit Anna Reicher, der Frau des Obersts, ein Verhältnis pflegte oder doch seine Frau selbst, die ebenfalls den Mord gestand? Verdächtig verhält sich auch der Vikar Ronald Frommer (Ronald Ehret) und auch die Haushälterin Marie Boser (Alexandra Plenert) hätte Grund gehabt, den bösartigen Oberst zu liquidieren. Und so tappt Kommissar Schlacks im Dunkeln auf der Suche nach dem Mörder. Währenddessen macht sich auch das junge Fräulein Marbele (Kristina Tiedemann) auf die Suche und spinnt mit ihrem kriminalistischen Spürsinn den Tathergang bis zum Ende, der für das Publikum anders endet als erwartet. Weitere Darsteller waren die resolute Rentnerin Frau Breitschein- Redlich (Manuela Ehret), die sächselnde Ärztin Dr. Grossherrn (Undine Ihrig) sowie der Neffe des Pfarrers Denny, gespielt von Jungschauspieler Dane Ehret. Für alle, die sich den kriminalistischen Schwank erneut anschauen wollen, gibt es einen DVD-Mitschnitt. Eva Wiegand