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Fr., 16. Juni 2017, 08:49 Uhr
Ausstellung der KIL beginnt mit Vernissage am 23. Juni
Künstler-Initiative Lampertheim KIL auf der „Route 66“ unterwegs

Die Künstler-Initiative Lampertheim (KIL) freut sich auf ihre Ausstellung vom 23. bis 25. Juni in der Schulstraße 4 in Lampertheim-Hofheim. Neben Werken von Heike Kissel-Eltrop (von links), Bernd Kalusche, Anette Jansen und Bernhard Hossner zeigen Cadgas Saso, Michael Vogt und Werner Hähnel ihre Arbeiten als Gastaussteller. Foto: Hannelore NowackiHOFHEIM – Die „Route 66“ von Chicago bis nach Kalifornien quer durch die Vereinigten Staaten ist weltberühmt geworden, doch ist sie heute im Original nur noch wenige Meilen lang. Aber sie hat den fast unvergänglichen Status als Mythos erlangt. Wer auf dem Asphalt der „Route 66“ unterwegs war, am besten als Biker mit seiner Harley-Davidson, fühlte den Geist der Freiheit. So zumindest wird es überliefert. Unter dem Motto „Mythos –Asphalt – Freiheit“ hat sich die Künstler-Initiative Lampertheim (KIL) mit dem Phänomen „Route 66“ auf jeweils individuelle Weise befasst. Was sich aus diesen unterschiedlichen Perspektiven künstlerisch ergeben hat, zeigt die KIL in der Ausstellung vom 23. bis 25. Juni in der Schulstraße 4. Im Pressegespräch am Mittwochabend umrissen die vier KIL-Künstler die Grundzüge ihrer Arbeiten. Heike Kissel-Eltrop hat sich für ihr Spezialgebiet entschieden – Malerei in Kombination mit Kunstharzguss. Mit vier jährlichen Ausstellungen zu wechselnden Themen geht die KIL an die Öffentlichkeit – diesmal mit der „Route 66“, eine Idee von Amerika-Fan Heike Kissel-Eltrop. Kalifornien ist ihr ans Herz gewachsen. Dort, wo die Route 66 endete, war sie im Urlaub und befuhr die wenigen historischen Meilen der alten Route 66. Das etwas verwitterte Hinweisschild, das nun auf Plakaten und Flyern der KIL auf die Ausstellung hinweist, hat sie dort fotografisch erfasst – mit der Wirkung eines Kunstwerks. Anette Jansen hat grauen Beton in Anlehnung an das Asphaltthema genommen und beispielsweise mit roter Cola-Dose verpaart, andere Betonobjekte hat sie farbig pigmentiert. Bernhard Hossner knüpft mit seinen Holzskulpturen an den Wilden Westen an, als noch Bisonherden über das weite Grasland streiften. Stilecht auch ein „Hotwheel“. Mit seinen fein ausgearbeiteten schwarzen Installationen illustriert Bernd Kalusche die amerikanische Geschichte, die mit der Route 66 einen Mythos, ein Versprechen auf eine offene Welt geschaffen habe. Der mittlere Westen interessiere ihn. Dass die vier Kunstfreunde Gastaussteller einladen, entspreche ihrer Tradition, erklärte Heike Kissel-Eltrop. Modellbauer Werner Hähnel aus Westhofen zeigt seine Westernhäuschen, die Bernd Kalusche „sehr reizvoll“ findet, man könne das Dach abheben und das Leben in den Häusern sehen. Auch Sheriffbüro und Knast fehlen in seinem Westerndorf nicht. Mit Michael Vogt und Cagdas Saso sind zwei Sprayer vertreten, die ihre Werke auf fertigen Platten mitbringen und bei gutem Wetter draußen einen „Spray Act“ veranstalten wollen. Cagdas Saso aus Worms habe in der Region schon viel gearbeitet. In Mannheim hat er Kunst und Pädagogik studiert. Die vier Kunstfreunde der KIL freuen sich auf den Besuch vieler Gäste, die sich auf interessante Kunstwerke, eine lockere Atmosphäre im Stil der „Route 66“, Budweiser Bier und Hotdogs freuen dürfen. Wer seine Harley-Davidson-Maschine mitbringt, sei ebenso willkommen, meinte Bernhard Hossner. Die Vernissage mit Rockmusik beginnt am Freitag, 23. Juni um 19 Uhr. Die Ausstellung ist am Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Hannelore Nowacki