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Do., 20. September 2018, 09:57 Uhr
Lampertheimer Siebtklässler erstellten eigene realtimecomics zum Thema „Null Toleranz bei Gewalt“
Künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt
Interessiert und engagiert diskutierten die Schüler der 7. Klassen der Alfred-Delp-Realschule mit Mitsch Schulz (l.) von realtimecomic über die unterschiedlichen Formen von Gewalt. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Seit 2007 besteht in Lampertheim das Netzwerk „Null Toleranz bei Gewalt“ – mit der Zielsetzung, Lampertheim zu einer Stadt zu machen, in der für Gewalt kein Platz ist. Um speziell Jugendliche auf das Netzwerk aufmerksam zu machen und in Bezug auf Gewalt zu sensibilisieren fand in dieser Woche zum mittlerweile achten Mal ein Aktionstag des Netzwerk „Null Toleranz bei Gewalt” statt.
Da das Interesse an den Möglichkeiten der modernen Medien bei Jugendlichen sehr groß und bereits ein technisches Vorwissen vorhanden ist, stand der diesjährige Aktionstag unter dem Motto „Erstellte Dein eigenes realtimecomic!“ Dabei bekamen die etwa 100 Schüler der 7. Klassen der Alfred-Delp-Hauptschule, der Alfred-Delp-Realschule (ADS), der Biedensand-Schule sowie der Nibelungenschule in Hofheim die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung in Gruppen einen Comic zu erstellen und diesen im Anschluss zu präsentieren. Unterstützt und begleitet wurden sie dabei von den Mitgliedern des Netzwerkes und besonders durch den diesjährigen Kooperationspartner Mitsch Schulz und seinem Team von realtimecomic.
Bürgermeister Gottfried Störmer, der am Donnerstag die Realschüler der ADS in der Zehntscheune begrüßte, wies daraufhin, wie wichtig es ist, Gewalt unter und von Jugendlichen zu ver- und bearbeiten. „Gewalt ist nicht toll, besonders nicht als Opfer, aber auch nicht als Täter“, betonte das Stadtoberhaupt und wünschte allen viel Spaß und „dass es heute um den wichtigen inhaltlichen Punkt geht: Die Vermeidung von Gewalt. Vielen Dank an alle Organisationen und Menschen, die hier mitwirken.“
Nach einer Einführung und Diskussion über die Themen Medien und Gewalt sowie die unterschiedlichen Formen von Gewalt bildeten die Schüler Kleingruppen, die zunächst eine entsprechende Story entwickeln und sich Gedanken über die Umsetzung machen sollten. Nach der Festlegung der Darsteller ging es ans Fotografieren, bevor die Comics mit einer Software erstellt und im Anschluss präsentiert wurden. Dabei wurden auf die Bilder Comic-Sprechblasen gelegt, zudem bestand die Möglichkeit, die Comics durch bestimmte Effekte zu verfeinern. Häufige Themen bei den Comics sind Cybermobbing, aber auch Beziehungen und Ausgrenzungen, wie Mitsch Schulz betonte.
Um allen Schülern die Teilnahme am Workshop zu ermöglichen, wurde der Aktionstag, der durch den Verein Jugendhilfe e.V. finanziell unterstützt wurde, an zwei Tagen durchgeführt. Benjamin Kloos