Fr., 21.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Do., 26. November 2020, 09:01 Uhr
    BESONDERE EHRUNG: Volksbühne mit Kulturpreis 2020 ausgezeichnet

    „Kulturbotschafter der Stadt Lampertheim“ mit sozialem Engagement

    Der Kulturpreis 2020 belohnt die Volksbühne für ihr herausragendes künstlerisches Schaffen und ihre Bedeutung für das Gemeinwesen. Im Bild (von links): Gottlieb Ohl, Vorsitzender der Kulturkommission und Stadtrat, 1. Vorsitzender der Volksbühne Frank Griesheimer und Vorgänger Klaus Jenner sowie Bürgermeister Gottfried Störmer. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Der dritte Kulturpreis der Stadt Lampertheim wurde der Volksbühne am Mittwoch als Ganzes, als Verein und Team, zugesprochen. Die Volksbühne Lampertheim, ein Verein mit 74 aktiven und 526 passiven Mitgliedern, erhält mit dieser Auszeichnung als „Kulturbotschafter der Stadt Lampertheim“ weitere Strahlkraft, auch das soziale Engagement zeichne den Verein, das war dem Vorsitzenden der Kulturkommission Gottlieb Ohl bei der kleinen Feier im Sitzungsaal des Alten Rathauses wichtig zu sagen. Einstimmig sei die Entscheidung in der Kulturkommission gewesen und im Einvernehmen mit dem Magistrat getroffen worden, wie Ohl und Bürgermeister Gottfried Störmer betonten. Zur Würdigung der Volksbühne soll es noch eine größere Veranstaltung geben, wenn die Corona-Umstände es zulassen, kündigte Ohl in seiner Rede an. Diesmal war alles anders, schlichter und schneller vor allem, denn die Verleihung des 3. Kulturpreises musste den aktuellen Corona-Regeln angepasst werden - kein Rahmenprogramm wie bei der ersten Preisverleihung 2018, als die Preisträgerin Kantorin Heike Ittmann das Publikum in der Domkirche mit einem Konzert erfreute. Und auch der zweite Preisträger 2019 Joachim Sum, Leiter der Lampertheimer Musikschule, musste eine trockene Preisverleihung nicht fürchten, denn er hatte als Laudator den musizierenden Schauspieler und Kabarettisten Walter Renneisen an seiner Seite, der nicht nur Sums Wirken wortwirksam in Szene setzte, beide boten den Gästen im Foyer der Hans-Pfeiffer-Halle gemeinsam kreative musikalische Improvisationen. Dennoch war die Freude über diese Anerkennung beim neuen 1. Vorsitzenden der Volksbühne Frank Griesheimer und dem langjährigen ehemaligen 1. Vorsitzenden  Klaus Jenner groß, seit sie vor vierzehn Tagen von davon erfahren hatten. Wie von der Stadtverordnetenversammlung 2017 beschlossen und im Haushalt eingestellt, erhalten die Preisträger 2.000 Euro. Zur Ehrung gehört außerdem eine mehrere Kilogramm schwere Skulptur als Trophäe, das Werk des Lampertheimer Künstlers und Stadtrats Bernhard Hossner sowie ein Korb mit Lampertheimer Spezialitäten. Griesheimer, zwar neu als Vorsitzender, aber kein Neuling bei der Volksbühne, sieht den Erfolg der Volksbühne als „Teamworker“ und das schon seit über 90 Jahren.

    Frank Griesheimer, 1. Vorsitzender der Volksbühne, mit Urkunde. Die schwere Kulturpreistrophäe trägt Gottlieb Ohl zum Fototermin, Vorsitzender der Kulturkommission. Foto: Hannelore Nowacki


    Auf der Bühne wie in den Vorstellungen gebe es eine gute Mischung zwischen Alt und Jung. Letztes Jahr waren alle 17 Vorstellungen ausverkauft, dieses Jahr, bedauerte Griesheimer, habe die Volksbühne wegen der Pandemie niemanden erfreuen können. Großes Lob zollte er der Notkirche als ideale „Heimspielstätte“, von der Lukasgemeinde zur Verfügung gestellt. Sollte es auch im nächsten Jahr nicht möglich sein in geschlossenen Räumen zu Theater zu spielen, habe der Verein schon Ideen – die Vorstellungen könnten aus den Wintermonaten in den Sommer unter freiem Himmel verlegt werden. Und noch etwas habe es ihm leicht gemacht den Posten des 1. Vorsitzenden zu übernehmen: Das Engagement der Volksbühne für gemeinnützige Zwecke wie die alljährlichen Spenden aus den Einnahmen, die sich in den Jahrzehnten auf weit über 500.000 Euro aufsummiert haben. Die Kinderkrebshilfe Heidelberg solle auch in diesem Jahr ohne Einnahmen aus Vorstellungen bedacht werden – das Geld des Kulturpreises werde gespendet. Bürgermeister Störmer nannte die Volksbühne „eine Institution, die bestimmt jedermann bekannt ist“ und „ein Bollwerk der Kunst in Lampertheim“. Ein Lob, das er auch auf die Spendenfreudigkeit und die enge Verbundenheit der Volksbühne mit dem Gemeinwesen bezog. Kulturkommissionsvorsitzender Ohl legte Wert auf die Feststellung, dass diese Art der Preisverleihung unter erschwerten Bedingungen mit dem Vorstand der Volksbühne abgestimmt worden sei. Der Preis werde nach bestimmten Kriterien an Menschen vergeben, die als Künstlerinnen und Künstler mit dem Leben in Lampertheim verbunden sind, deren Werk in Verbindung mit Lampertheim steht und die einen Namen als Kulturträger haben, die herausragendes künstlerisches Schaffen auszeichnet und durch deren Werke die Wahrnehmung Lampertheims steigt. Imposante Zahlen kennzeichnen die Erfolgswelle der Volksbühne seit 1979, nachdem auf Mundart umgestellt wurde: Jährlich kamen seitdem etwa 5.000 Besucher in die meist 17 ausverkauften mundartlichen Veranstaltungen, insgesamt wurden etwa 195.000 Besucher in 663 Veranstaltungen gezählt. Ohl ist sicher, dass der Lampertheimer Dialekt dank der Akteure der Volksbühne wiederbelebt und salonfähig wurde. Hannelore Nowacki 

     

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 1