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Do., 01. Dezember 2022, 09:21 Uhr
KULTURFÖRDERUNG: Kulturfonds für 2022/2023 mit Spende von 3.000 Euro gefüllt
Kultureller Mehrwert gefragt - Anträge für Projekte bis 6. Januar stellen
Aus dem Kulturfonds für das kommende Jahr sind 3.000 Euro zu verteilen, die aus der Spende von Alexander Boxheimer (von links) und Matthias Herrmann kommen und beim Pressetermin mit dem Ersten Stadtrat Marius Schmidt symbolisch übergeben wurden. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Der Kulturfonds hat eine kurze aber sehr erfolgreiche Vergangenheit hinter sich, wie der Erste Stadtrat Marius Schmidt auch am Beispiel des Stadtparkfestivals im Rahmen eines Pressetermins darstellen konnte. Im Coronajahr 2021 fand das musikalische Sommerereignis zum ersten Mal statt, etwa 2.500 Besucher wurden gezählt. Gedacht als Unterstützung von Kulturtreibenden, die in der Coronakrise auf Einnahmen und Auftritte verzichten mussten, war der Kulturfonds mit 5.000 Euro ausgestattet. Davon waren 2.000 Euro aus dem Kulturpreis gespendet. Alle eingereichten 15 Projektvorschläge seien von der Kulturkommission genehmigt worden. Gefördert wurden in diesem Jahr unter anderem die Veranstaltung „Tanz der Bässe“ im Freibad und das von Matthias Karb komponierte Lied zum hessischen Familientag. „Etwas Positives, das aus der Coronazeit übrig bleibt“, meinte Schmidt. Dieses Jahr ist der Kulturfonds mit 3.000 Euro gefüllt, eine Spende von Matthias Herrmann von der Herrmann Gastro Gruppe und Alexander Boxheimer von Getränke Boxheimer und Veranstaltungsservice, die beim 2. Stadtparkfestival mit der Stadt Lampertheim als Veranstalter für die Bewirtung, die Logistik, Technik und Gagen der Bands zuständig waren. Für die Vergabe gibt es Richtlinien: Die Projektförderung mit jeweils höchstens 500 Euro oder maximal 50 Prozent der Kosten gilt für Wort-, Bild- und Musikkultur sowie darstellendes Spiel.
Gute Stimmung beim 2. Stadtparkfestival im vergangenen Sommer. Archivfoto: Hannelore Nowacki
Die Förderung kann von Vereinen, Einzelpersonen und Gruppen oder kommerziellen Anbietern beantragt werden. Mit Kostenvoranschlag und kurzer Projektbeschreibung wird das Fördervorhaben formlos schriftlich, auch auf digitalem Weg (kulturfonds@lampertheim.de), an den Fachbereich 40 der Stadt Lampertheim geschickt. Förderfähig sind Personalkosten, Materialkosten und insbesondere auch Hygienemaßnahmen und digitale Angebote. Weitere Voraussetzung ist – das Vorhaben muss einen kulturellen Mehrwert für Lampertheim haben und öffentlich für alle Bürger zugänglich sein. „Wir unterstützen neue Ideen für die Lampertheimer Kulturlandschaft“, betonte Schmidt. Noch bis zum Sonntag, 6. Januar 2023 ist Zeit zur Einreichung der Anträge, über die die Kulturkommission in ihrer Sitzung Ende Januar entscheiden werde. Die Antragsteller werden zeitnahe über das Ergebnis informiert. „Nur Mut“, lautet Schmidts Appell. Der Kulturfonds ist ab diesem Jahr eine Dauereinrichtung geworden und auch das Stadtparkfestival soll als Marke weitergeführt werden, erklärte Schmidt. Hannelore Nowacki