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  • So., 15. Januar 2017, 13:05 Uhr
    Neujahrsempfang der Stadt Bürstadt mit Blick das Jubeljahr

    Kulturstadt und Bürgerstadt mit Herz und Lust auf Zukunft

    Die Bürgerstadt mit Herz erwartet ein gutes Jahr mit einigen Herausforderungen, wie Bürgermeisterin Barbara Schader in ihrer Neujahrsansprache im großen Saal des Bürgerhauses deutlich machte. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Zum Neujahrsempfang der Stadt Bürstadt mit Sportlerehrung am Freitagabend waren die Bürger eingeladen und viele waren gekommen. 380 der persönlich angeschriebenen Bürger hatten sich angemeldet. Zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung gefolgt, ihre Namen waren auf der Großleinwand zu lesen. Im großen Saal des Bürgerhauses war eine heitere Atmosphäre spürbar, angeregte Gespräche ergaben sich bereits beim Einlass und noch intensiver später beim Sektempfang, nach dem offiziellen zweistündigen Programm, zu dem traditionell die Sportlerehrung gehörte. Bürgermeisterin Barbara Schader und Ehemann Klaus Schader, Erster Stadtrat Walter Wiedemann und Ehefrau Margarita Wiedemann begrüßten die Ankommenden mit Handschlag und guten Wünschen für das neue Jahr. Das neue Logo und Motto der Stadt Bürstadt war zweifach, in Blau und Rot, auf der Bühne zu sehen: „Bürstadt. Die Bürgerstadt mit Herz“. In ihrer Neujahrsansprache machte Bürgermeisterin Schader deutlich, weshalb dieser neue Slogan so gut zu Bürstadt passt. Beim Jahresrückblick in Bildern, der auf der Leinwand eindrucksvoll ein buntes, ereignisreiches Jahr in Bürstadt  in Erinnerung rief, ging es auch um zukunftsweisende Veränderungen wie die Eröffnung der alla hopp!-Anlage – Zeugnis einer lebendigen Stadtentwicklung, wie Bürgermeisterin Schader in ihrer Neujahrsansprache anmerkte. Die dunklen Seiten des vergangenen Jahres hatten sich weltweit gezeigt, die Schader Revue passieren ließ. „Lohnt es sich noch, Lust auf Zukunft zu haben?“  Schader beantwortete diese Frage mit einem Zitat des Reformators Luther, der noch ein Apfelbäumchen gepflanzt hätte, wenn die Welt morgen unterginge. Bürstadt allerdings habe 2017 Anlass zu feiern, sich zu erinnern und dankbar zu sein, betonte Schader: Bürstadt feiert 1250. Geburtstag. Vor 50 Jahren wurde Bürstadt das Stadtrecht verliehen, seitdem hat Bürstadt sein Stadtwappen und die Bürgermeisterkette, die Schader an diesem Abend angelegt hatte. Dank der Grundwerte wie „des gemeinsamen, verständnisvollen und aufrichtigen Miteinanders“ habe sich Bürstadt weiterentwickeln können, sagte Schader. „Dazu haben Sie alle durch Ihr vielfältiges Engagement einen wertvollen Beitrag geleistet“. Bürstadt sei auch Heimat, ein Begriff, der längst nicht mehr als spießig gelte. „Heimat ist ein Ort, an dem man sich wohlfühlt, mit Menschen Freundschaften schließt und das Geschehen mit beeinflusst“, erklärte Schader. Als Stadt mit wachsender Bevölkerung stehe Bürstadt vor großen Herausforderungen, bezahlbarer Wohnraum und neue Gewerbegebiete seien zu schaffen. „Eine Stadt der Lebensfreude und Lebensqualität“ mit unverwechselbarer Kultur, mit Betrieben und zirka hundert Vereinen auf 16.000 Einwohner sei Bürstadt. Doch als Solarmetropole im Hessischen Ried kann Bürstadt mit dem Platz 827 in der Solarbundesliga und Platz 11 in der hessischen Landeswertung nicht mehr punkten, machte Schader deutlich. Der neue Slogan „Bürstadt. Die Bürgerstadt mit Herz“ sei Ergebnis vieler Überlegungen und Arbeitsgruppen. Dem guten Ruf als Kulturstadt soll Bürstadt auch im Jubeljahr 2017 gerecht werden. Schader gab einen Ausblick auf das Festprogramm, das Gästen aus nah und fern etwas Besonderes bieten soll. Ihr Appell: „Wenn wir alle mitmachen und unsere Stärke als Bürgerstadt mit Herz ausleben, dann liegt in diesem Jahr 2017 mit Sicherheit ein besonderer Zauber inne“. Pfarrerin Johanna Kluge, die im Februar offiziell in ihr Amt eingeführt wird, knüpfte mit ihrer Ansprache an das Thema Veränderung an, die Frage sei „welche Gemeinschaft und Gesellschaft wollen wir sein“. Gott schenke ein neues Herz und einen neuen Geist.

    Mit heiteren Melodien stimmte der Instrumentalkreis unter der Leitung von Ewald Glombik das Publikum auf das Jubiläumsjahr ein. Foto: Hannelore Nowacki


    In seinem Schlusswort beleuchtete Stadtverordnetenvorsteher  Ewald Stumpf die Vorteile der Großzügigkeit im Denken im Gegensatz zum Vorteilsdenken, das zwangsläufig dazu führe, dass ein anderer den Nachteil habe. Die Eigenschaft der Großzügigkeit komme zunehmend aus der Mode, weil ja niemand der Dumme sein wolle, fürchtet Stumpf. Allen Vereinen, Organisationen, den kirchlichen und sozialen Institutionen sowie den fleißigen Helfern der Verwaltung, die vor und hinter den Kulissen für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen sorgten, dankte Stumpf für ihr Engagement. Musikalisch stimmte der Instrumentalkreis Bürstadt unter der Leitung von Ewald Glombik das Publikum mit fünf schwungvollen Stücken auf ein gutes neues Jahr ein. Mit der „Berliner Luft“ von Paul Lincke und Applaus endete der offizielle Teil des Programms. Als freundliche Glücksbringer warteten am Ausgang viele Töpfchen mit „Glückskresse“ und Schornsteinfeger aufs Mitnehmen, in den zarten grünen Blättchen steckte die angenehme Schärfe von Senf und Rucola. Hannelore Nowacki

    Information

    Im Mittelpunkt des 1250-jährigen Jubiläums der Stadt Bürstadt wird die Festwoche vom 31. Mai bis zum 5. Juni stehen, die mit dem bekannten Comedian Chako Habekost eröffnet wird. Zahlreiche unterhaltsame Veranstaltungen auf zwei Bühnen stehen auf dem Programm – bei freiem Eintritt. Musikalisch sorgen mehrere Bands und Musiker für Stimmung: Die Coverband „The Groove Generation“, die hessischen Rocker der Band „Rodgau Monotones“, John Diva und Max Mutzke sowie die Band „Heavytones“. Eine Lasershow am Nachthimmel wird der Schlussakkord sein. Am Pfingstsonntag findet der große Festumzug statt, an dem alle Vereine, Institutionen und Bürger teilnehmen können. Am Pfingstmontag endet die Festwoche in der alla hopp!-Anlage mit der Veranstaltung „Vereinte Künste im Park“. Das Veranstaltungsprogramm für alle Generationen wird abgerundet vom „Tag des Kindes“,  einem „Tag der Senioren“ und einem „Internationalen Tag der Begegnung“.  

     

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