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  • Di., 16. September 2014, 10:07 Uhr
    27. Lampertheimer Künstlermarkt mit der Vielfalt der Talente / Bürgermeister an der Drehorgel

    Kunst des Dekorativen und Nützlichen

    Zum Künstlermarkt auf dem Schillerplatz zieht es die Kenner auch aus Lorsch wie hier am Stand von Jennifer Stollhof. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Außergewöhnliche Objekte zogen am Sonntag auf dem Schillerplatz die Blicke an, Dinge, die es in Geschäften nicht gibt. Handarbeiten, die mit viel Liebe und Sorgfalt entstanden sind und gegenüber Industrieprodukten das Flair des Originellen und Individuellen haben. Auf dem 27. Lampertheimer Künstlermarkt stellten 38 Künstlerinnen und Künstler ihre Werke und Produkte auf dem Schillerplatz zum Verkauf aus. Einigen Künstlern konnte man bei ihrer Arbeit zuschauen. Die Organisation des Künstlermarktes übernimmt die Stadt Lampertheim mit ihrer Stabsstelle Wirtschaft, Investorenservice und Stadtmarketing in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Künstlern. In seiner Rede zur Eröffnung des Künstlermarktes wies Bürgermeister Gottfried Störmer auf das breite Angebot hin und dankte der Volksbank Darmstadt-Südhessen, die den Markt gesponsert hatte und den Besuchern Zwiebelkuchen und neuem Wein spendierte. Von der Volksbank hieß Olav Diehl die Besucher willkommen.

    Zum Vergnügen der Zuschauer überließ Drehorgelspieler Klaus-Bernd Adams seine Position an der  Drehorgel Bürgermeister Störmer, allerdings nur für ein Musikstück, aber stilecht mit dem Hut des Drehorgelspielers. Nachdem Adams musikalisch für „Wochenend‘ und Sonnenschein“ eingetreten war, kam die Sonne heraus und vertrieb die grauen Wolken. Dieses Wunderwerk der halbautomatischen Musik arbeitet mit 57 Pfeifen, 14 offenen Holzpfeifen und zwei zuschaltbaren Registern. Eine Gemeinschaftsaktion mit signalgelben Baumwolltaschen starteten der Verein für Stadtmarketing und der  Wirtschafts- und Verkehrsverein mit dem Verteilen auf dem Künstlermarkt, um am Tag der Nachhaltigkeit für den nachhaltigen Einkauf im Ort zu werben. Auf dem Künstlermarkt boten sich zahlreiche Möglichkeiten die gelben Taschen zu füllen wie auch beim verkaufsoffenen Sonntag. Kunst lässt einfache Gegenstände zu neuem Leben erwachen, so wurde aus einer Holzkiste durch kunstvolle Bemalung mit bunten Motiven etwas Besonderes, Einzigartiges.

    Oliver Kalb beherrscht die Kunst des Flechtens. Einkaufskörbe, Brotkörbe, Windspiele und vieles mehr bietet er zum Kauf an. Foto: Hannelore Nowacki


    Modische Schals und Mützen strickt Monika Holz aus Worms mit großer Leidenschaft, wobei die Strukturen ihrer Werke ans Häkeln erinnern. Wie sie das macht, ließ sich beobachten. Körbe für jeden Zweck und anderes stellt Oliver Kalb aus Lichtenfels her, konzentriert und fingerfertig flechtet er bis das  Kunstwerk vollendet ist. Den feinen Pinsel tauchte Ursula Lutz in blaue Porzellanfarbe, um eine weiße Vase zu verzieren. Bei 820 Grad Celsius wird das Porzellan gebrannt, dann ist es gebrauchsfertig, erklärte sie. An ihrem Stand lockten handbemalte Teller, Schüsseln und Schmuck zum Kauf. Wenn sie nicht malt, strickt sie beim Fernsehen niedliche Puppenstricksachen, um deren Verkauf sich Ehemann Horst Lutz  kümmerte. Mit nicht gespritztem Obst aus dem eigenen Garten kocht er Marmelade ein, während er die Beeren für den Holundersirup in der Natur sammelt. Kunstkerzen für alle schönen Augenblicke, Lebenslagen und den Alltag fertigt Mirja Mietzker-Becker an. Kinder und Erwachsene konnten am Sonntag selbst ein Teelicht herstellen. Zum entspannten Tagesbeginn empfiehlt sie eine Frühstückskerze mit passender Brenndauer.

    Hannelore Nowacki

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